"Ich bin nur einen Gedanken weit von dir entfernt!" - Kommunikation mit der geistigen Welt

Bernadette Grob ist seit 2008 Reiki-Meisterin/-Lehrerin – und steht ihrer Wahrnehmung nach seit zehn Jahren in Kontakt mit der Seele ihrer verstorbenen Lehrerin Gaby. Authentisch schildert sie hier ihren Prozess damit – und teilt auch einen Dialog, den sie im Geiste mit ihrer verstorbenen Lehrerin hatte.

Meine ersten Kontakte mit der geistigen Welt waren im eigentlichen Sinne überhaupt nicht beabsichtigt und überraschten mich daher zunächst auch sehr. Nach dem Tod meiner Lehrerin – sie war auf dem Gymnasium meine Englisch- und Religions-Lehrerin gewesen, eine Art Mentorin für mich, und wir blieben auch nach der Schulzeit in Kontakt –war ich sehr traurig und auch etwas verwirrt. Traurig, weil der Mensch, den ich sehr gerne gemocht hatte, jetzt einfach nicht mehr da war. Und verwirrt, weil nun eine Instanz in meinem Leben zu fehlen schien. Meine sehr religiöse Lehrerin Gaby hatte mir immer das Gefühl vermittelt, dass alles einen Sinn hat, dass es zwar schwierige Zeiten oder Situationen gibt, letztlich aber alles einem höheren Zweck dient. Kurzum, sie hatte mir stets ein deutlich positives und beruhigendes Gesamtbild vermittelt – und das, obwohl sie selbst sehr krank gewesen war.

Anfänge in Meditation

Damals waren zwei unserer drei Töchter bereits geboren. Die kleinere war gerade ein paar Monate alt, die ältere zweieinhalb Jahre. Ich ging öfter mit den Kindern in die Bücherei, um Kinderbücher zum Vorlesen auszuleihen. Eines Tages fiel in der Bücherei mein Blick auf ein Buch, das empfahl, Trauer mit Meditation zu begleiten, um die Trauer besser verarbeiten zu können. Ich war sehr neugierig und fest entschlossen, dies sofort auszuprobieren. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich, bis auf ein paar Ausnahmen, noch nicht wirklich meditiert.

Nun ist es mit kleinen Kindern bekanntlich nicht so einfach, einen ruhigen Moment im Tagesablauf für sich selbst zu reservieren – also beschloss ich, einfach früher aufzustehen und meine Übungen zu machen, nachdem ich meine Tochter zum letzten Mal für die Nacht gestillt hatte und die restliche Familie schlief. Das „Praktische" am Stillen ist ja, dass man nachts und morgens ziemlich oft wach ist, und zum Meditieren ist dies einfach der beste Zeitpunkt. Ich setzte mich also im Morgengrauen, wie in dem Meditationsbuch empfohlen, aufrecht auf einen Stuhl, schloss die Augen, legte meine Hände einfach auf die Beine und besann mich auf meinen Atem. Ich bemerkte sofort, wie ich sehr, sehr ruhig wurde.

Direkt bei meinem ersten Meditationsversuch fiel unser Hund vom Sofa und machte recht viel Lärm dabei. Wahrscheinlich hatte er geträumt und war vor Schreck vom Sofa gefallen. Ich erschrak ebenfalls sehr und dachte: ,Jetzt steh ich schon extra mitten in der Nacht auf, damit die Kinder ruhig sind, und da muss unser Hund vom Sofa fallen ...'. Ich übte aber unbeirrt weiter, und schon nach kurzer Zeit stellten sich überraschende Wahrnehmungen ein. Wie bereits erwähnt, legte ich meine Hände immer auf meine Beine und atmete ruhig, war mit meiner Aufmerksamkeit ganz bei meinem Atem. Erstaunlicherweise bereitete mir dies überhaupt keine Schwierigkeiten, es gelang mir sogar recht gut. Plötzlich hatte ich das Gefühl, dass sich irgendetwas zwischen meinen Fingern befand. Ich war etwas erschrocken, aber nicht verängstigt, und atmete einfach in meinem Rhythmus weiter. Das Gefühl wurde immer deutlicher, bis ich schließlich eine Hand auf meiner Hand fühlte. Ich öffnete die Augen und sah nur meine Hand ruhig da liegen, konnte die „andere Hand" aber immer noch spüren. Dann bewegte ich die Finger, und das Gefühl war weg.

Freudig überrascht!

,Oh, jetzt wird es aber langsam etwas unheimlich', dachte ich. Dennoch hatte ich nicht wirklich Angst, denn das Gefühl war eigentlich sehr angenehm und beruhigend gewesen.

Also schloss ich wieder die Augen und versuchte es erneut. Ich konzentrierte mich auf den Atem, wurde ganz ruhig, und wieder kam dieses Gefühl, zuerst zwischen den Fingern, dann auf der ganzen Hand. Wenn ich die Hand bewegte, war es weg. Wenn ich dann die Hand wieder ruhig hielt, war es sofort wieder da. Ich spielte eine Zeit lang mit diesen Wahrnehmungen und war einerseits etwas verwirrt, andererseits doch sehr freudig überrascht über diese ganz neue Perspektive. In der nächsten Zeit wurde die morgendliche Meditation zu einer festen Instanz für mich. Die Wahrnehmungen waren mal stärker, mal schwächer, und ich fühlte mich insgesamt sehr beschwingt.

Eines Morgens war ich sehr tief in die Meditation versunken, sehr stark auf meinen Atem fokussiert. Die ganze Welt schien nur noch aus Ein- und Ausatmen zu bestehen. Als erstes nahm ich dann wahr, dass der Atem nach und nach einen Geruch annahm, etwas süßlich, aber mir bis dahin völlig unbekannt. Eigentlich war es gar kein Geruch im herkömmlichen Sinne, sondern eher ein Riechen und Schmecken zugleich. Mir kam noch in der Meditation in den Sinn ,so muss es sein, wenn ein Tier etwas wittert'.

Nun war ich jetzt ja nicht mehr so überrascht, dass sich neuartige Wahrnehmungen einstellen konnten, und so konzentrierte ich mich einfach mehr und mehr auf diesen Geruch, zumal diese Wahrnehmung auch sehr angenehm war. Je mehr ich mich auf den Geruch konzentrierte, desto stärker nahm ich ihn wahr, und zusammen mit dem Geruch nahm ich dann auch, während meine Augen geschlossen waren, das zugehörige Bildmaterial wahr. Ich konnte den Geruch gewissermaßen „sehen", so seltsam sich dies auch anhören mag. Er wirkte wie ein Schleier, etwa wie Nebel oder Äther. Ich konzentrierte mich auf Geruch und Äther, und es war, als atmete ich diesen Äther immer wieder ein und aus. Nach einiger Zeit entstand aus dem Äther ganz deutlich das Gesicht meiner verstorbenen Lehrerin, übergroß, direkt vor mir. Sie lächelte mich sehr freundlich an, mir wurde warm ums Herz, und da war wieder dieses beruhigende Gefühl, dass alles letztlich einen Sinn hat. Ich hatte ein Gefühl tiefen Friedens, und ich fühlte mich wunderbar beschützt und geborgen.

Während den folgenden Meditationen hatte ich fast ausnahmslos die beschriebenen Wahrnehmungen. Nur ihr Gesicht konnte ich nun nicht mehr sehen. Gefühl und Geruch jedoch waren augenblicklich da. Nach einiger Zeit bemerkte ich einmal beim Autofahren die mir schon vertraute Hand auf meiner Hand. Ich wandte mich gedanklich an meine Lehrerin: ,Hallo Gaby, wie schön, dass du hier bist'. Meine Hand wurde ganz warm. Ich nahm wieder den Geruch wahr und fühlte mich sehr beschützt.

Zeiten des Zweifels

Dann kamen die Zeiten des Zweifels. Bildete ich mir alles nur ein? Je mehr ich zweifelte, desto schwächer wurde die Verbindung. Ich rief in Gedanken meine Lehrerin und konnte sie nicht spüren. Dann gab es wieder Tage, an denen ich an etwas ganz Anderes dachte, und plötzlich fühlte ich ihre Anwesenheit wieder ganz deutlich. Zu dieser Zeit sagte meine Reiki-Lehrerin, dass ihre Freundin, ein bekanntes Medium, in unsere Stadt käme und sie fragte, ob jemand an einem Termin interessiert sei. Ich zögerte ziemlich lange, wollte mir mein neues Weltbild nicht zerstören lassen, für den Fall, dass das Medium keinen Kontakt zu Gaby würde herstellen können. Schließlich war jedoch mein Wunsch, Gewissheit zu haben größer, und ich vereinbarte einen Termin, der ganz wunderbar wurde und alle meine Erwartungen noch übertraf. Die Verbindung zu meiner Lehrerin war sofort gegeben und war ungewöhnlich klar und deutlich. Ich war sehr erleichtert. Meine Zweifel waren beseitigt, und von diesem Zeitpunkt an ist unsere Verbindung noch klarer geworden.

Nun kam es immer häufiger vor, dass wir uns auch außerhalb der Meditation „trafen". Manchmal bemerkte ich ihre Anwesenheit während der Autofahrt, im Büro oder wo auch immer. Dann wieder fühlte ich ihre Anwesenheit nicht und fragte innerlich: ,Hast du gerade Zeit, kannst du kommen?' Daraufhin spürte ich regelrecht physisch, wie sie sich näherte. Wir waren nun schon gut aufeinander eingestimmt.

In ruhigen Momenten

Ich erinnere mich noch an einen Urlaub in Südfrankreich zu dieser Zeit. Wir waren auf einem kleinen Campingplatz in der Nähe des Meeres, und ich stillte unsere kleine Tochter in der Nacht im Zelt. Daraufhin musste ich noch einmal hinausgehen. Es war schon sehr dunkel, der Platz kaum beleuchtet, und ich fand die Taschenlampe nicht. Auf dem Weg zur Toilette sagte ich innerlich zu meiner Lehrerin: ,Ich hab' richtig Angst, kannst du vielleicht kommen?' Daraufhin spürte ich, wie sie in Sekundenbruchteilen von ganz weit weg zu mir kam. Es war, als hätte man zwei Magnete eine Zeit lang festgehalten und dann losgelassen, so dass sie zusammenkommen können. Ich war sehr erleichtert und fühlte mich sicher und beschützt.

Nach und nach bekam ich dann ein schlechtes Gewissen, sie zu mir zu rufen. Ich wandte mich an Gaby und sagte ihr, wie schön es ist, mit ihr verbunden zu sein, aber ich wolle ihr in keiner Weise im Wege stehen. Es ist ja oft zu lesen, dass man die Toten loslassen soll, damit sie sich ebenfalls besser lösen können, um zu erleben, was es dort im Jenseits zu erleben gibt. Kontakt zu den hier verbliebenen Diesseitigen schade da nur. Sie aber versicherte mir immer wieder, dass sie überall zugleich sein könne, dass sie frei sei und gerne zu mir komme. Sie sagte dann immer: ,Wie fühle ich mich denn an? Verwirrt, verzweifelt, zwischen den Welten gefangen?' Nein, ganz entschieden nicht, sondern ganz im Gegenteil sehr glücklich.

Zur Probe rief ich sie dann eine Zeit lang nicht, um zu sehen, ob sie von sich aus auch weiterhin den Kontakt suchte. Das tat sie konsequent – und tut es auch heute noch täglich, sowohl in schwierigen Situationen wie auch bei besonders schönen Anlässen, oder bei der Autofahrt, im Büro, beim Einkaufen, und natürlich auch bei der Meditation, bei Reiki und in ruhigen Momenten, in denen die geistige Wahrnehmung erleichtert ist. Sie versicherte mir, dass ich sie rufen kann, so oft ich will: ,Ich bin nur einen Gedanken weit von dir entfernt! Ich werde immer für dich da sein, ich werde dich immer inspirieren!'

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Dialog / geistige Wahrnehmung durch Bernadette Grob, mit der Seele ihrer verstorbenen Lehrerin:

– Gaby? Bist du online und verfügbar?

– Ja, sicher!

– Du bist hier, wie schön! Du hast mir den Satz „Ich bin nur einen Gedanken weit von dir entfernt" sehr oft übermittelt, entweder über verschiedene Medien oder aber auch mir selbst.

– Ja, stimmt, das ist doch eine sehr schöne Aussage, nicht wahr? Und darüber hinaus trifft sie genau den Kern der Dinge.

– Aber wie funktioniert das technisch, wie ist das möglich?

– Das ist ganz einfach. Es ist so, dass die Gedanken eine weitaus größere Bedeutung haben, als ihr glaubt. Gedanken sind der Anfang von allem, was ist. Allein das erklärt schon, wie bedeutungsvoll Gedanken sein müssen. Ohne Gedanken gibt es keine Worte und auch keine Handlungen. Es ist nur so, dass sich die Gedanken im Physischen etwas anders und vor allem langsamer manifestieren. In der geistigen Welt hingegen wirken sich Gedanken unmittelbar aus. Hier benötigen wir keine Worte und auch keine Sprachen. Die Kommunikation erfolgt ausnahmslos telepathisch. Und so ist es für mich, wenn du an mich denkst, wie ein „auf die Schulter tippen". Aha, da denkt jemand an mich, es ist Bernadette, und ihre Gedanken sind herzlich und intensiv. Du siehst, wir erfahren gleichzeitig etwas über den Absender der Gedanken und auch über die Qualität und Intensität oder Dringlichkeit. Ist es eher ein beiläufiger Gedanke an mich, deine verstorbene Lehrerin und Freundin, oder benötigst du etwas: Unterstützung, Schutz, Trost? Somit ist der Gedanke also gewissermaßen der Informationsträger, das Medium, das einerseits zunächst die Kommunikation überhaupt ermöglicht, und das andererseits vielfältige Informationen erhält, wie Inhalt, Qualität, Intensität.

– Gut, aber ist dies auch so, wenn ich an andere Verstorbene denke? Und bemerken diese dann auch, wenn ich beispielweise etwas Negatives über sie denken würde?

– Ja, selbstverständlich. Nun ist es aber auch so, dass es wie gesagt intensivere, dringlichere Gedanken gibt und auch eher beiläufige Gedanken, die, wenn du so willst, ein kleiner Bestandteil aus einem „Gedankensalat" sind. Das bedeutet: Je bewusster der Gedanke gefasst wird, desto klarer ist die Kommunikation. Außerdem könnt ihr, wenn ihr eure Gedanken mit einer bestimmten Absicht verseht, damit sehr viel bewegen. (...)

Einige Tage später:

– Gaby, ich würde gerne nochmals darauf zurückkommen, wie die Kommunikation mit anderen Seelen in der geistigen Welt funktioniert. Wenn ich an meine nun verstorbene Bekannte Lisabeth denke und ihr „Alles Gute" in ihrer neuen Umgebung wünsche, nimmt sie das genauso wahr, wie wenn wir beide miteinander kommunizieren?

– Prinzipiell nimmt sie es wahr; genauso würde ich nicht sagen. Die Intensität der Kommunikation hängt von vielen Faktoren ab. Zunächst möchte ich dich daran erinnern, dass ich sagte und sage: Ich bin nur einen Gedanken von dir entfernt. Eine solche Kommunikation ist prinzipiell immer zwischen Verstorbenen und im Physischen lebenden Menschen möglich, vorausgesetzt sie wollen es beide (was bei uns ja deutlich der Fall ist). Somit darf ich dir versichern, dass unsere Kommunikation schon sehr intensiv und etwas Besonderes ist. Gleichwohl, um auf deine Frage zurück zu kommen, reagieren die anderen Seelen auf „unserer Seite" auf eure Gedanken und freuen sich über euren Zuspruch. Vielleicht haben sie aber nun andere Aufgaben, registrieren, was ihr sagt und denkt, freuen sich und senden nette Energien zurück – und das war's dann zunächst.

Bei mir, wie auch bei vielen anderen verhält es sich nun so, dass wir es uns zur Aufgabe gemacht haben, euch zu begleiten und zu beschützen, zu lenken und euch zur Seite zu stehen, sofern ihr es wünscht und zulasst. Somit haben wir uns gewissermaßen auf die Kommunikation mit euch spezialisiert, und daher ist diese entsprechend klar und intensiv. Davon abgesehen habt ihr dies ja auch getan, denn es müssen immer beide Seiten „mitspielen", Sender und Empfänger.

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„Ich danke meiner verehrten Lehrerin Gaby „auf der anderen Seite des Vorhangs", die mich täglich lehrt, dass man diesen Vorhang mit etwas Übung und Vertrauen einfach zur Seite schieben kann, und die mich in die glückliche Lage versetzt, in einem wesentlichen Punkt wissen zu dürfen anstatt glauben zu können. Die absolute Gewissheit, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, verleiht meinem derzeitigen Leben eine sehr angenehme und komfortable Grundruhe, für die ich überaus dankbar bin."

 

Bernadette Grob praktiziert Reiki seit 2001 und ist seit 2008 Reiki-Meisterin/-Lehrerin. Sie gibt Reiki-Behandlungen und -Seminare. Bernadette ist verheiratet und hat drei Töchter. Sie ist außerdem Dipl.-Übersetzerin für Französisch, Spanisch und Italienisch und arbeitet als IT-Administratorin in einem Automobilkonzern.

Kontakt:
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http://reiki-und-mehr.vpweb.de

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Dies sind Auszüge aus dem Buch „Chatting with Spirits – Ich bin nur einen Gedanken weit von dir entfernt" von Bernadette Grob (in Entstehung, bislang unveröffentlicht).

Copyright illustrierende Fotos: Rotes Bild: styleuneed - Fotolia.com / Blaues Bild: Frank Rohde - Fotolia.com

 

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