Kinderseite - "Igel"

Hallo, liebes Reiki-Kind,

durch Reiki habe ich schon viele tolle Menschen kennen lernen dürfen. Antoinette gehört auch dazu. Sie ist die Mama von Delia, von der ich dir in den letzten beiden Ausgaben berichtet habe. Antoinette wohnt mit ihrer Familie im Allgäu. Schon seit über 40 Jahren betreut sie eine Igelstation. Sie hat mir viele spannende Informationen über Igel gegeben, die ich gerne mit dir teilen möchte.

„Oft bekomme ich verletzte, kranke oder sehr junge Igel, um sie aufzupäppeln oder über den Winter zu betreuen. Dabei ist Reiki eine sehr wertvolle Hilfe. Jeder Igel wird von mir oder meiner Tochter Delia mit Reiki versorgt", erzählt Antoinette lächelnd. „Ganz am Anfang habe ich bei der Igelpflege noch viele Fehler gemacht. Ich habe den Igeln sogar Milch zu trinken gegeben. Für Igel ist Milch aber sehr gefährlich, weil sie diese nicht vertragen. Leider können sie davon auch sterben. Igel sollten nur Wasser zum Trinken bekommen! Mit der Zeit habe ich immer mehr dazu gelernt. Ich habe Igel-Bücher gekauft und mich bei Menschen informiert, die sich mit Igeln gut auskennen. Igel dürfen keine menschliche Nahrung zum Fressen bekommen. Am besten gibt man ihnen Katzenfutter aus der Dose (Nassfutter)", berichtet sie weiter.

Von Antoinette erfahre ich, dass nicht jeder Igel, den wir sehen, Hilfe braucht. Igel fressen sich vor dem Winter Fettreserven für ihren Winterschlaf an. Sie suchen sich zudem einen Platz, wo sie überwintern können. Um gut über den Winter zu kommen, sollte ein Igel mindestens 650 Gramm wiegen. Das gilt besonders in Gegenden, wo die Winter recht lang sind, wie im Allgäu.

Hast du zu Hause einen Garten? Möglicherweise hat es sich dort auch ein Igel bequem gemacht. Sie verkriechen sich im Herbst gerne unter Laubhaufen, zwischen Ast- und Holzstapeln und in Scheunen. In einem Garten lauern für die Stacheltiere aber auch viele Gefahren, besonders durch uns Menschen, wenn wir unachtsam sind. Im Herbst wird der Garten für den Winter vorbereitet. Pflanzen werden geschnitten und abgedeckt. Gartenmöbel und Pflanztröge werden eingewintert und vieles mehr. Da die Bäume ihre Blätter verlieren, gibt es meist viel Laub zu entsorgen. Manche Menschen haben einen Komposthaufen, wo das Laub verrotten kann. Andere geben es zur Grünabfuhr oder zum Recyclinghof. Die Gefahr für die Igel sind spezielle Gartengeräte. Sehr gefährlich sind Laubsauger oder große Gabeln, mit denen die Blätter aufgesammelt werden. Die Stacheltiere können dabei eingesaugt oder aufgespießt werden. Wenn ihr zu Hause solche Geräte benutzt, solltet ihr sehr vorsichtig damit arbeiten. Manche Menschen verbrennen auch Äste oder Ähnliches im Garten. Dabei können die Tiere auch zu Schaden kommen, womöglich verbrennen.

Bei der Suche nach einem Winterquartier können Igel auch in offene Kellerfenster oder Schwimmbecken fallen. Igel können zwar schwimmen, aber nicht aus einem befüllten Schwimmbecken herauskrabbeln. Manchmal kriechen sie auch in Kleider- oder Müllsäcke, die an den Straßen liegen und nicht richtig geschlossen sind oder Löcher haben. Das kann für die Tiere schlecht enden.

Antoinette berichtete mir auch von Igeln, die in eine Drahtschlinge oder eine Plastikschnur gelaufen sind. Dabei wurden die Beinchen so verletzt, dass sie amputiert werden mussten.

Vielleicht hast du ja jetzt Lust, euren Garten einmal genauer zu untersuchen. So kannst du mögliche Gefahren für Igel erkennen und wegräumen. Am besten erzählst du auch deinen Freunden davon, damit auch sie auf die Igel acht geben. So macht es auch Antoinette. Sie wird oft in Grundschulen eingeladen und erzählt dort den Kindern von den Igeln. Durch ihre Erklärungen konnten schon viele Stacheltiere gerettet werden, die sonst keine Chance gehabt hätten.

Leider gibt es immer wieder Kinder, die grausam zu Tieren sind. Sobald ein Igel Gefahr wittert, rollt er sich sofort zusammen. Seine Stacheln sind sehr sensibel. Manchen Kindern fangen dann an, mit diesen Stachelbällen Ball zu spielen. Du kannst dir sicher vorstellen, wie schlimm das für die kleinen Lebewesen ist und welche Ängste sie dabei ausstehen müssen.

In die Igelstation von Antoinette werden verletzte und kranke Tiere gebracht. Im Herbst kommen auch oft Kinder, die ganz kleine Igelchen gefunden haben. Wenn die Kleinen bis zum Winteranfang keine 650 Gramm wiegen, bleiben sie über die kalten Monate in der Igelstation. Dort überwintern manchmal mehr als 20 Tiere. Da gibt es für Antoinette richtig viel zu tun. Eine wertvolle Helferin ist dabei ihre Tochter Delia. Igelbabys müssen alle zwei Stunden, also auch nachts, gefüttert werden. Du kannst dir bestimmt vorstellen, wie anstrengend es ist, wenn man nachts deshalb nicht durchschlafen kann.

„Die Arbeit mit den Tieren macht uns viel Freude. Es ist ein schönes Gefühl, hilflose Igel auf ihr Leben in Freiheit vorzubereiten. Unsere Schützlinge bekommen von uns jede halbe Stunde ein paar Minuten Reiki. Wenn wir nicht direkt vorort sein können, bekommen sie auch Reiki-Fernbehandlungen. So werden verletzte und kranke Tiere schneller wieder gesund."

Igel suchen die Nähe von Menschen. Wenn gesunde Igel sich genügend Fettreserven angefressen haben, dürfen sie vor dem Winter nach draußen. Deshalb fragt Antoinette auf Bauernhöfen oder bei Freunden nach, ob sie die aufgepäppelten Igel dort in der Nähe von Scheunen oder alten Schuppen wieder in die Freiheit entlassen darf. Leider sterben auch viele Igel im Straßenverkehr. Deshalb ist es wichtig, die Tiere nicht bei viel befahrenen Straßen auszusetzen.

Igel sind nachtaktiv. Wenn du tagsüber einen Igel siehst, könnte er krank oder verletzt sein. Das merkst du auch schnell, wenn er sich nicht zusammenrollt. Dann ist der Igel nicht fit. Falls sich deine Familie mit der Igelpflege nicht auskennt, ist es am besten, das Tier einzupacken und in eine Igelstation oder zum Tierschutzverein zu bringen.

Über Igel gibt es noch viel mehr zu berichten. Im nächsten Reiki Magazin lernst du Anna kennen, die Antoinette ein verlassenes Igelbaby zur Überwinterung bringt.

Bis dahin wünsche ich dir einen wundervollen Winter!

 

Deine Michaela

 

Hallo, ich heiße Michaela Weidner und erzähle dir hier was Kinder mit Reiki erleben können. Reiki habe ich 1995 kennen und lieben gelernt. Hauptberuflich arbeite ich in einem echten Schloss. Seit 1998 bin ich im Nebenberuf Reiki-Lehrerin. Es ist ein ganz tolles Gefühl Menschen, vor allem Kinder, in Reiki einzuweihen.

Veröffentlichungen:
Das Reiki-Buch für Kinder, Verlag Arche Noah, Peiting, 2. Aufl. 2008
Reiki-Kindergeschichten, edition-empirica, Köln 2010
Die magischen Hände, edition-empirica, Köln 2012

Kontakt:
Michaela Weidner
Lerchenweg 2
72514 Inzigkofen-Vilsingen
Tel./Fax: 07571/14922
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.reiki-fit.de

 

 

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