Editorial 1/18

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Niemand lebt glücklich mit Ärger im Sinn. Was auch immer geschehen mag, ich will die Freude in meinem Geist nicht zerstören.“

Dieses buddhistische Sutra zeigt, wie wir es schaffen, Ärger, wenn er mal wieder anklopft, dann nicht Tür und Tor zu öffnen – sondern „was auch immer geschehen mag“ (!) uns die Freude in unserem Geist nicht zu zerstören. Dabei ist die genaue Formulierung des Sutras interessant: Sie zeigt, dass es nicht der Ärger ist, der die Freude zerstört – sondern wir selbst ... wenn wir den Ärger zulassen.

Auch Mikao Usui wusste von der zerstörerischen, vergiftenden Kraft des Ärgers. Deshalb setzte er gleich an den Anfang der fünf Reiki-Lebensregeln den aus seiner Sicht vielleicht wichtigsten Satz: „Gerade heute, ärgere dich nicht!“ Eine weitere Übersetzung dieses Satzes von Dr. Mark Hosak, auf Basis einer Kalligraphie, die vielleicht von Usui selbst stammt, lautet schlicht:

„Ärger ... lass das!“

So kann man es auch sagen. Womit diese Regel, in ihrer Verknappung und Direktheit, noch mehr auf den Punkt gebracht zu sein scheint. Was hilfreich sein kann – wenn man sich auf diese etwas dringlichere, direkte Ansage einzulassen vermag. Aber warum nicht? Manchmal hilft es, etwas sehr deutlich und unausweichlich gesagt zu bekommen. Vor allem dann, wenn etwas in der Summe recht schwierig umzusetzen ist.     

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Und nun wünsche ich viel Freude mit dieser neuen Ausgabe des Reiki Magazins, die wie immer aus weichem, leichtem Papier hergestellt ist, das locker in den Händen liegt.

Alles Gute zum Jahreswechsel!

Oliver Klatt
Herausgeber Reiki Magazin