Editorial 1/19

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

eine Buch-Neuerscheinung hat mich in diesem Herbst besonders inspiriert: „Die Wiederentdeckung der Spiritualität“ von Rupert Sheldrake. Der Autor ist vielen durch seine These der morphogenetischen Felder bekannt. Gemeint sind damit Felder, die formbildend wirken auf die Entwicklung von Strukturen in der Biologie, Physik und Chemie wie auch in der Gesellschaft insgesamt. „Sie nehmen Gestalt an, entwickeln sich wie Organismen. Sie haben eine Geschichte und enthalten ein immanentes Gedächtnis aufgrund des Prozesses,“ so Sheldrake, „den ich morphische Resonanz nenne.“

In seinem neuen Buch stellt Sheldrake nun sieben zentrale spirituelle Praktiken „im Fokus der Wissenschaft“ dar. Dabei zeigt er auf, wie beispielsweise Meditation, spirituelle Rituale, die Praxis der Dankbarkeit und unsere Beziehung zu Pflanzen nicht bloß spirituell gesehen wertvoll sind, sondern wie auch wissenschaftliche Studien zunehmend zeigen, dass diese Praktiken viele positive Wirkungen auf jene Menschen haben, die sie praktizieren.

Einer der Grundgedanken dabei ist, dass Religionen in Zukunft für die Menschheit vielleicht nicht mehr so bedeutsam sein werden – jedoch Spiritualität heute mehr denn je hoch im Kurs steht! Um spirituell zu sein, bedarf es keiner Zugehörigkeit zu einer Religion. Wir als Reiki-Praktizierende wissen das schon lange – sind wir doch durch die Reiki-­Einweihungen gewissermaßen auf direkte Weise mit dem Universum (mit Gott, den Energiefeldern, den Buddhas etc. – je nach Glaube) verbunden. Selbst atheistischen Vorstellungen hält die Anwendung von Reiki stand. Denn eine Reiki-­Behandlung – ob man sie nun gibt oder erhält – ist zuallererst einmal eine persönliche Erfahrung, die ganz unabhängig vom eigenen Glauben oder einer vertretenen Ideologie stehen kann.

Auch Sheldrake geht in seinem neuen Buch auf das interessante Thema eines „neuen Atheismus“ ein. Dabei weist er u.a. darauf hin, dass zahlreiche Atheisten zunehmend ein kaum zu unterdrückendes Bedürfnis in sich verspüren, das Kind, das sie in ihrer Abwendung von der Spiritualität und der Religion mit dem Bade ausgeschüttet haben, wiederzuentdecken. So gibt es mittlerweile bereits sonntagmorgendliche Treffen von Atheisten, die in ihrer Struktur und ihrem Ablauf Gottesdiensten nachempfunden sind. Und viele Atheisten leugnen gar nicht ihre besonderen Empfindungen, die sie beispielsweise beim Besuch einer Kirche oder eines spirituellen Kultortes haben und die für sie ganz unabhängig von ihrem Nicht-Glauben existieren.

Mit Reiki haben wir eine zu dieser Entwicklung gut passende Methode zur Hand, die völlig unabhängig von Religion und Glaube vermittelt werden kann. Nutzen wir dieses besondere Geschenk, das uns durch die Hingabe eines Mannes, Mikao Usui, und seiner Nachfolger übermittelt wurde – und legen die Hände auf: uns und anderen, die dies ebenfalls erfahren möchten.

Ich wünsche viel Freude und Inspiration mit dieser neuen Ausgabe des Reiki Magazins!

Oliver Klatt
Herausgeber Reiki Magazin

 

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