„On the road“ mit Reiki

Reiki-Meister Dieter Kotras und seine Frau Eveline ließen sich auf ein Abenteuer ein: eine Reise mit einem mehr als 40 Jahre alten Bus quer durch Europa, Kleinasien und Nordafrika.

Ein Jahr dauerte die Reise des Lehmbaumeisters Dieter Kotras und seiner Frau, vom Brandenburgischen aus durch Europa bis Nordafrika und zurück. Geplant war diese Reise ursprünglich nicht. Sie ergab sich im Jahr 2015. Weil ein vom Meister gebauter Lehmbackofen mit einem alten Kässbohrer-Setra-Bus bezahlt wurde. Und weil Dieter Kotras seiner Frau eine Reise nach Gibraltar versprochen hatte, „zum Eis essen“, wie er sagt.

Das Versprechen

Damals befanden sie sich auf einer Reise nach München, mit einem Trecker. Dabei gab der Lehmbauer seiner Frau das Versprechen. Später wollte Eveline dann doch nicht mehr. Nach Gibraltar schon. Aber nicht mit dem Trecker. So schien diese Idee zunächst verworfen. Jedoch tauchte sie bald schon wieder auf, als Dieter Kotras den Bus entdeckte. „Nach Gibraltar mit diesem Bus, das wär‘ doch was!“ Der Lehmbauer kleidete den Bus mit Lehm aus, sechs Versuche brauchte er dafür, dann passte es. Untergrund und Lehm verbanden sich und hielten durch 30 Länder und 29.000 Kilometer.

Reisen in alle Welt

Reisen ist Dieter Kotras Leidenschaft. Auch im Zusammenhang mit seinem ehrenamtlichen Engagement als Mitglied der Projektorganisation Green Village, die international tätig ist und bei Bauprojekten ökologischer Art hilft. Dabei kann jedes Mitglied sein Wissen und seine Erfahrung aus dem Baugewerbe einbringen. Durch seine Tätigkeit in dieser Organisation ist Dieter Kotras schon in der Türkei gewesen und auf Zypern, ebenso in Großbritannien. Auch Nepal und Kenia hat er schon bereist und dort mit seinem Knowhow unterschiedlichste Projekte des ökologischen Bauens begleitet und durchgeführt. Ihm ist das gemeinsame Arbeiten wichtig, „und dass ich mein Wissen weitergeben kann, das ich in meinem Leben erworben habe.“

Nun also die Busreise. Anfangs verknüpft mit einem Einsatz bei Green Village in der Slowakei, entwickelte sie sich zum Roadtrip durch Europa, Kleinasien und Nordafrika. Im Zuge dieser Reise ging es dem Reiki-Meister vor allem auch darum, „Menschen zusammenzubringen und Vorurteile abzubauen“.

„Das Leben ist schön“, so Dieter Kotras, „trotz aller Widrigkeiten!“ Von der Mitarbeit beim Bau eines Museums aus Naturstein und Lehm bis hin zu mehreren Monaten im Atlasgebirge in Marokko kam es dabei zu den unterschiedlichsten Erfahrungen. Der Aufenthalt in Marokko war anfangs nicht geplant gewesen, so wie auch vieles andere auf der Reise sich eher spontan ergab.

Von Brandenburg nach Marokko

Das Ehepaar Kotras fuhr von Brandenburg via Slowakei nach Rumänien und Kleinasien, über den Balkan nach Italien und Frankreich nach Gibraltar – und landete schließlich in Marokko, wo sie eine Oase gezeigt bekamen von jemandem, der ihnen auf einem Esel entgegenritt.

In Marokko kam es auch zu einer Reiki-Behandlung: der verstauchte Fuß eines Einheimischen, zusätzlich mit Lehm umwickelt, heilte schneller als erwartet. Die drei Monate in Marokko, von Dezember 2018 bis März 2019, empfand der Lehmbaumeister als besondere Bereicherung: „Die Herzlichkeit der armen Menschen dort draußen auf dem Land ... einfach unglaublich!“

Herzlichkeit habe er immer wieder erfahren. So in Albanien, als er von der Straße abgekommen war und einen Außenspiegel des Busses abgefahren hatte. „Im nächsten Ort, in einer Werkstatt, war jemand, der hatte in Deutschland gearbeitet und sich mit dem Geld eine Werkstatt in Albanien aufgebaut. Der hatte noch nicht mal eine Bohrmaschine – der hat seinen Kumpel losgeschickt, um eine von jemandem zu leihen,“ erzählt der weitgereiste Baumeister. Eine Bezahlung lehnte der Helfer ab, zitiert Dieter Kotras: „Nein! Ist Freundschaft!“

„Ist Freundschaft“ scheint das Leitmotiv dieser Reise gewesen zu sein, vielleicht auch dank Reiki? Dieter Kotras hatte einen Aufkleber an der Bustür, erzählt er: „Ein kleines blaues Reiki-Symbol, acht Zentimeter hoch und drei Zentimeter breit.“

Und Reiki kam auch mehrfach zum Einsatz: besonders zu Anfang der Reise. Da half Dieter Kotras einer Freundin des Projektleiters, der den Museumsbau überwachte. „Vera, die eine Ölmühle besitzt, hatte Tinnitus,“ so der Reiki-Meister, „als ich ihr Reiki gab, begann sie zu weinen.“ Die Behandlung tat ihr gut: Der Kontakt besteht heute noch, die Familie Kotras bezieht seitdem ihr Öl aus der Slowakei.     

                                                                                      

Zur Autorin: Franziska Rudnick ist Redakteurin des Reiki Magazins und Autorin des Buches „Heilende Begegnung“. Als Heilpraktikerin wendet sie in ihrer Praxis Klassische Homöopathie, Reiki und andere energiemedizinische Methoden an.
Info: www.praxis-rudnick.de

Copyright Fotos: Dieter Kotras

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok