Das "Reiki Practitioner Programm"

Dagmar Schneider-Damm sprach mit dem Teilnehmer Hans Jürgen Colombara


»Professionelles Arbeiten mit Reiki, das Führen einer therapeutischen Reiki-Praxis bedingen professionelle Reiki-Praktizierende.« Aus dieser Erkenntnis heraus entstand das »Reiki Practitioner Program«, das Phyllis Furumoto und die australische Reiki-Meisterin und Krankenschwester Marion Todd entwickelt haben. Mit dem Trainingsprogramm soll dem Bedürfnis nach kompetenter Ausbildung zur Führung einer professionellen, öffentlichen Praxis als Reiki-TherapeutIn Rechnung getragen werden (vgl. Reiki Magazin 3/97). Das auf drei Jahre angelegte Ausbildungsprogramm beginnt mit der Teilnahme an einem vorbereitenden sechsmonatigen Programm zur individuellen Erkundung, ob der angestrebte Weg der persönlich geeignete ist. Wie so ein Programm abläuft und welche Erfahrungen damit verbunden sein können, schilderte Hans-Jürgen Colombara, Reiki-Meister aus Gengenbach/Schwarzwald, dem Reiki Magazin. Das Gespräch führte Dagmar Schneider-Damm.

Australien. Dorthin führte im Februar 1996 die Reise Hans-Jürgen Colombaras (Jahrgang 1941). Der »Columbus« genannte Reiki-Meister folgte einer Einladung Phyllis Furumotos zur Teilnahme am dortigen Reiki Practitioner Program. Für den seit 30 Jahren als Apotheker arbeitenden und seit zwölf Jahren mit Reiki verbundenen Columbus eröffnete sich eine neue Welt: »Australien und das Practitioner Program bedeuteten eine ganz tiefe Erfahrung. Ich begegnete Reiki auf der Herzensebene. Vieles ist jetzt viel klarer, viel einfacher und dadurch tiefer.«

Mit in Richtung Australien starteten Ehefrau Doris Champak, ebenfalls Reiki-Meisterin, und der fünfjährige Sohn. Ein Wohnmobil diente der Familie während des zweimonatigen Australienaufenthaltes als Zuhause auf Zeit. Für die neun TeilnehmerInnen des Reiki Practitioner Programs, Reiki-Praktizierende aus Deutschland, England, Südafrika, Hongkong und Australien, begann der Workshop in der Nähe Melbournes, an einem idyllischen Fleckchen Erde inmitten der Natur, fernab der Zivilisation.

Alle Facetten von Reiki stehen auf dem Plan

Neben Phyllis Furumoto und Marion Todd wirkten noch drei weitere Referentinnen mit. Auf dem umfangreichen Unterrichtsplan stand Reiki ganz klar im Mittelpunkt: die Elemente des Usui-Systems, die Form der Behandlung, das Sammeln von Erfahrungen als Reiki-Geber und als -Empfänger, Erstellen von Protokollen über die Erfahrungen, Umgang mit Wahrnehmungen, das Beachten aller Ebenen (körperlich, geistig, emotional und spirituell). »Dieses intensive Sein mit Reiki und die Beschäftigung mit der Form und den Elementen des Usui-Systems gaben mir ein tieferes Verständnis von Reiki«, resümiert Columbus. Und: »Es gab viel Raum in uns und mit Reiki, um in die Tiefe zu gehen, auf den Grund, zu den Wurzeln von Reiki, die schon immer da waren, die man aber zuvor nicht so klar gesehen hat.«

Im Practitioner Program befaßten sich die TeilnehmerInnen auch mit den Reiki-Symbolen, mit den Lebensregeln, mit der Geschichte und der Übertragungslinie von Reiki, mit der Ethik in der Praxis und der Praxis der Ethik. Auch Reiki und Heilungsprozesse und Reiki als Sterbebegleitung standen auf dem Plan. Darüber hinaus erfolgte die Behandlung der Themen Organisation, Praxisführung, geschäftliche Strukturen, Finanzen. Wichtige Seminarbausteine bildeten auch eine Einführung in die Anatomie und Physiologie des Menschen, Wissensvermittlung über den feinstofflichen Körper, Gesprächsführung sowie Kommunikationstraining.

Aikido ergänzte den Tagesablauf

Die Kampfkunst Aikido ergänzte den Tagesablauf. »Das half mir, noch besser in Kontakt mit meinem Körper und seiner Energie und damit in die eigene Mitte zu kommen«, so Hans-Jürgen Colombara. Nach dem ersten zehntägigen Ausbildungsblock erhielten die TeilnehmerInnen Hausaufgaben für die folgenden drei Monate Praxiszeit bis zum zweiten Trainingsblock: Selbstbehandlungen, Fernbehandlungen und persönliche Behandlungen fremder Personen mit Protokollierung der Erfahrungen. »Eine Herausforderung«, nur zu gut erinnert sich Hans-Jürgen Colombara an die gestellte Aufgabe, die ihm zunächst enormes Kopfzerbrechen bereitete. Denn nach dem Workshop tourte er mit Frau und Sohn im Wohnmobil durch Australien. Und wie sollte er in der dann noch verbleibenden Zeit bis zum zweiten Ausbildungsblock im Juni ?96 die vorgeschriebene Anzahl an Behandlungen absolvieren? »Auf wundersame Weise wirkte da Reiki«, erzählt Columbus von dem Ansturm, der sofort nach der Rückkehr in Deutschland einsetzte. »Nach 30 Stunden Flug standen bereits zwei Leute an der Tür, die dringend um Reiki baten.« Mühelos gelang es, die Hausaufgaben zu erfüllen.

»Die Teilnahme am Programm und das, was dort und im nachhinein geschah, stärkten mein Vertrauen in Reiki. Vor allem habe ich sehr viel über Hingabe gelernt.« Ganz automatisch erfolgte auch eine Verlagerung des eigenen Reiki-Schwerpunkts weg von der hauptsächlichen Beschäftigung mit dem Lehren von Reiki hin zu vermehrter Praxis: »Heute halten sich Lehre und Reiki-Behandlungen die Waage.« »Reiki-Seminare und Reiki-Behandlungen gewannen sehr durch die Teilnahme am Practitioner Program.« Eine weitere Entscheidung in Richtung Professionalisierung fällte Columbus durch die nun begonnene Ausbildung zum Heilpraktiker, mit der der rechtliche Aspekt Beachtung erfährt.

Gerne steht Hans-Jürgen Colombara für persönliche Auskünfte über das Reiki Practitioner Program zur Verfügung.
Kontaktadresse:
Hans-Jürgen Colombara
Hauptstraße 21
D-77723 Gengenbach
Telefon: 07803/ 72 26, Fax: 07803/ 77 66

 

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