Reiki in der Öffentlichkeit - Teil 1

Die Reiki-Praktizierenden Sylvia Goebel und Heike Obermüller berichten von ihrem Umgang mit Reiki in der Öffentlichkeit:



Sylvia Goebel:

„Mir die Hände aufzulegen, irgendwo unterwegs, fällt mir nicht schwer. Oft hab´ ich sie auch ganz bewusst da, wo es nötig ist. Schwieriger ist es für mich die Frage: „Wem erzähle ich von Reiki?“ Ich war vor kurzem dabei, als ein Junge bei einer Familienfreizeit in eine Flasche fiel. Er hatte eine große, tiefe Schnittwunde in der Wange. Ein anwesender Arzt wurde sofort herbeigerufen, und nach kurzer Beratung rief ich einen Krankenwagen. Als das Kind – inzwischen wieder bei uns – in der Nacht vor Schmerzen schrie, stand ich zögernd da. Ich war sehr betroffen und hätte gern meine Hände angeboten. Irgend etwas – vielleicht die Gefahr, mich mit etwas „Exotischem“ aufzudrängen – hat mich daran gehindert. Ich habe der Mutter später Reiki zur Wundheilung empfohlen, habe aber nicht erzählt, dass ich das mache.

Mir hat diese Situation klargemacht, dass bestimmte energetische Schwingungen stimmen müssen, um „keine Perlen von die Säue zu werfen“. Situationen, in denen Reiki bzw. einfach Information darüber gefragt sind, gibt es immer wieder. Ich denke, alles findet seinen Weg – auch Reiki.“


Heike Obermüller:

„Am 9. 9. 1993 wurde ich in den 1. Grad eingeweiht. Ich war überwältigt von der Kraft, die durch mich hindurchfloss. Einen Tag später verletzte sich eine Mitarbeiterin an einem Skalpell (ich bin OP-Schwester). Ich bin sofort zu ihr hin und sagte etwas verlegen: „Komm gib mir deinen Finger, ich mache heile, heile Gänschen.“

Reiki floss sofort. Tove (sie ist Dänin) bekam große Augen und sagte: „Du hast ja heilende Hände!“ Das war mir noch unangenehmer, da ich ja wusste, ich bin kein Heiler, sondern nur Kanal. Weiter meinte sie. „Das braucht dir nicht peinlich zu sein, bei uns hat fast jede Schwester Reiki.“

Heute wissen die meisten Kollegen, dass ich mittlerweile Reiki-Meisterin bin. Ich habe schon bei Migräne, Rückenschmerzen, dicken Knien und schmerzenden Zehen Reiki „gegeben“. Die ersten Kollegen und Ehepartner sind jetzt selbst Reiki-Kanal.

Ich gebe mir oft selbst Reiki, z. B. gibt es während der Arbeit immer eine Gelegenheit. Einmal, während des Unterrichts (Ausbildung zur Heilpraktikerin), als ich gerade auf der Herzposition war, wurde ich gefragt, ob mir nicht gut sei. Nicht immer lege ich mir die Hände auf, ich arbeite auch mit Fern-Reiki. Es kommt auf die Situation an und ob ich Lust auf ein Gespräch habe.

Je länger ich Reiki praktiziere, desto freier bin ich auch im Umgang mit Reiki.“

 

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