Das Projekt „Reiki Home"

Seit einigen Jahren teilen viele Reiki-Meister/innen des Usui Shiki Ryoho Reiki eine gemeinsame Vision. Astrid Milvi Bagwitz berichtet über das „Reiki Home".

Mein Engagement für das „Reiki Home" begann 2010, während meiner Zeit als Meisterkandidatin. Meine Meisterin Krishna Kloers fragte, ob ich mit ihr den amerikanischen Kontinent bereisen wolle, um meine Reiki-Älteren kennenzulernen – und ich sagte begeistert zu. Zunächst besuchten wir Wanja Twan in Kanada und fuhren dann nach Idaho zu einem Retreat, auf dem sich viele Pioniere der Geschichte von Reiki befanden; so auch drei weitere Takata Meister: Rick Bockner, Paul David Mitchell und Phyllis Lei Furumoto. (Phyllis und Paul bilden gemeinsam das Großmeisterbüro des Usui Shiki Ryoho Reiki, Paul ist „Head of Disciplin" und Phyllis Linienträgerin dieses Systems, das auch ich praktiziere und lehre.)

Gemeinsamer Traum

Es waren Reiki-Praktizierende aus der ganzen Welt dort versammelt. Wir haben viel gemeinsam gearbeitet, die Energie war unglaublich. Gegen Ende sagte Phyllis, es habe sich ein Stück Land präsentiert, in Arizona, die Kenyon Ranch, und es scheint, als könnten wir dort den gemeinsamen Traum, den Ruf, der schon seit Jahren von vielen aus der Gemeinschaft empfangen wird – und den wir „Reiki Home" genannt haben – endlich realisieren. Zudem bot sich die Reiki Foundation International (RFI), eine in den 1990er Jahren gegründete, auf Basis von Spenden arbeitende, gemeinnützige Organisation mit Sitz in den USA, an, das Gefäß, das Fahrzeug zu werden, um diese Vision umzusetzen. Doch was ist unter „Reiki Home" zu verstehen?

Das Wort „Home" lässt sich u.a. als Heim, Heimat, zu Hause, angekommen/ angenommen worden sein, übersetzen. Jeder hat individuell verschiedene Assoziationen dazu. Was „Reiki Home" bedeuten kann – darüber ist nun schon viel diskutiert, meditiert, Reiki gegeben und ehrenamtlich gearbeitet worden. Es hörte sich zunächst einfach an: ein Stück Land kaufen, ein Zentrum errichten mit Archiv, Schule, Quell der Erholung, ein Ort, an dem regenerative Praxis und Gemeinschaft täglich gelebt und erlebt werden kann, mit offenen Türen, die jeden willkommen heißen und und und ... doch wie sich schließlich herausstellte, war es nicht das allein, was sich aus unserer Sicht manifestieren sollte.

2011, die damals elf Mitglieder des Vorstands der RFI hatten emsig und ehrenamtlich an der Materialisierung des „Reiki Home" gearbeitet, bildete sich erneut ein Kreis neugieriger Enthusiasten und Kritiker. Auch ich folgte diesem inneren Ruf und wollte hören, wie sich alles entwickelt. Diesmal trafen wir uns auf dem prädestinierten Land in Arizona, der Kenyon Ranch. Wir kamen aus aller Herren Länder, um uns diesen Flecken Erde anzuschauen, der nur so vor Energie strotzt, trotz oder gerade wegen der Wüste, in der er sich befindet – und der sogar einen hauseigenen Schamanen, Schwitzhütte, Labyrinth und Medizinrad hat. Wir wurden eingeweiht in den Stand der Entwicklung, haben uns von der Regenesis Group, einer Organisation, die sich, aufbauend auf der Integration von Ökologie und Mensch, auf die Regeneration unseres Planeten spezialisiert hat, die Möglichkeiten zeigen lassen, dieses durch Überweidung und Misswirtschaft verwüstete Land zu heilen, Flüsse wieder fließen zu lassen, Flora und Fauna wieder zum Leben zu erwecken. Viele von uns waren berauscht von der Aura dieses Ortes und den Möglichkeiten, die sich uns hier bieten würden – zumal Kenyon Ranch, als ehemalige Dude Ranch (das ist eine Touristenranch, also ein Ort, an dem sich in den 1930er Jahren Rancher und ihre Familien getroffen haben, um Urlaub zu machen), die seit Jahren als Heilkundezentrum genutzt wird, bereits über sämtliche Strukturen verfügt, die wir benötigen würden: Übernachtungsmöglichkeiten, Seminarräume, ein Pool, der zum Verweilen einlädt und vieles mehr. Andere hatten Bedenken, es kamen viele Fragen und Zweifel auf: Warum hier? Warum in der Wüste? Warum in Amerika, so weit entfernt? Brauchen wir überhaupt ein physisches „Reiki Home"? Lohnt sich der Aufwand?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, bildete sich erneut ein Kreis, der sich damit befasste und der die Energie des „Reiki Home" für die RFI hält, dazu gehöre auch ich. Uns wurde klar, dass „Reiki Home" viele Aspekte hat und dass es Teil unserer Vision ist, ein konzentriertes Reiki-Energie-Feld zu schaffen, einen Ort, an dem wir unsere Dankbarkeit für die Geschenke und Talente, die wir durch Reiki erhalten haben, zum Ausdruck bringen können, das Verhältnis untereinander, mit allen Lebewesen, mit unserem Planeten zu heilen und in vitaler Verbundenheit zu leben. Im Kleinen, jeder für sich, und im Großen, in Gemeinschaft, als Gruppe von Menschen im Dienst an allem Lebendigen.

2012 war ich Zeugin der jährlichen Hauptversammlung der RFI, wieder auf der Kenyon Ranch, die nun zu unserem gefühlten Zentrum geworden ist. Es war eine sehr intensive Zeit, in der den Teilnehmern bewusst wurde, dass wir unseren Geist noch weiter öffnen müssten und gleichzeitig konkrete Maßnahmen beginnen sollten. In der Folge haben sich verschiedene Teams gebildet, die sich mit der Organisationsentwicklung befassen. Wir verstanden, dass wir unabhängig von dem Erwerb der Ranch, schon anfangen konnten, „Reiki Home" zu leben. Erste Schritte gehen, in dem wir Seminare, Events und Ähnliches anbieten, unsere Organisation aufbauen, eine Website erstellen und einen Geschäftsführer einstellen. Im September 2013 wurde ich Mitglied des Vorstands der RFI, und einige ehemalige Vorstandsmitglieder sowie Phyllis haben sich angeboten, der RFI beiseite zu stehen.

„Reiki For a Better World"

Wie jeder Same, der zu einem Keim geworden ist, muss er genährt werden um nicht gleich im Keime zu ersticken, so auch das Projekt „Reiki Home". Und dies ist uns gelungen. Mittlerweile haben weltweit schon viele für dieses Projekt gespendet und damit der RFI die Weiterarbeit möglich gemacht. Die Vorstandsmitglieder arbeiten ehrenamtlich, und Karen Jones ist unsere erste Angestellte und Geschäftsführerin. Phyllis hat gemeinsam mit Jessica Palin und Ben Haggard bereits 2013 mit den Events „Reiki For a Better World" den Ruf, den wir in uns verspüren, vielen nahe gebracht und nachempfinden lassen. Auf der Ranch finden Seminare und Workshops rund um Reiki statt, immer mehr Reiki Meister entdecken den Ort für ihre Veranstaltungen, auch zu angrenzenden Feldern wie beispielsweise Schamanismus, alternative Heilverfahren, Spiritualität und Kalligraphie. Die Website ist online, und ein Übersetzungsteam arbeitet daran, sie in verschiedene Sprachen zu übersetzen.

Im April 2014 startet die Reiki Roadshow mit Rick Bockner, Krishna Kloers, Melanie Hoffstead und Gerhardt Herzog hier in Deutschland. Unter dem Motto „Celebrate Reiki" kann bei Tanz, Musik, Theater, gemeinsamem Austausch und ganz vielen Überraschungselementen das „Reiki Home" erlebt werden. Des weiteren sind wir dabei, ein Haus auf der Kenyon Ranch fest anzumieten, in dem ein Archiv entstehen soll, mit Ausstellungen aus der Reiki-Historie; Ende des Jahres gibt es Gelegenheit auf der Kenyon Ranch, die Wintersonnenwende und die Feiertage „auf Reiki-Art" zu feiern. Im Laufe des Jahres wird sich unser Programm noch füllen, wir stehen noch am Anfang, und wir freuen uns über jeden, der unsere Einladung annimmt, an diesem Projekt mitzumachen, an den Events teilzunehmen – und überhaupt sich einzubringen, sich fortzubilden oder sich einfach über die Website auf den neuesten Stand zu bringen.

 

 

Astrid Milvi Bagwitz: „Als Diplom-Volkswirtin (Uni) und Reiki-Meisterin ist es mir ein Anliegen, mich global für die Praxis von Reiki einzusetzen, Reiki zu leben, es zu lehren und anderen Menschen, die Natur und unseren Planeten dabei zu unterstützen, ähnlich tiefgreifende und heilsame Erfahrungen zu machen, wie ich sie machen durfte." Kontakt: www.milvi-reiki.de

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Websites/Links:

Reiki Home:
www.reikihome.org

Kenyon Ranch:
www.kenyonranch.com

 

 

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