Kinderseite - "Igel" - Teil 2

Hallo liebes Reiki-Kind,

im letzten Reiki Magazin habe ich dir von Antoinette und ihrer Igelstation erzählt. Heute lernst du die kleine Anna kennen, die ein hilfloses Igelbaby gefunden hat. Welch ein Glück, dass Annas Mama Antoinettes Igelstation kannte. So konnte das Igelkind gerettet werden. Aber beginnen wir von Anfang an ...

Die 7-jährige Anna geht an den Wochenenden oft mit ihren Eltern spazieren. Da sie ein sehr neugieriges Mädchen ist, achtet sie auf alles, was sie auf dem Weg entdecken kann. An einem Sonntag Ende Oktober fand sie eine kleine, seltsame Kugel am Straßenrand. „Mama, Papa, schaut mal! Was ist denn das? Der Ball zittert. Ist das ein Tier?", rief sie erstaunt. So gingen alle drei in die Hocke und begutachteten Annas Fund. „Hmmm, ich glaube, es ist ein Igelbaby", antwortete der Papa. „Und wo ist seine Mama?" Suchend sahen sich alle um. Von der Igelmama fehlte jede Spur. „Vielleicht ist ihr etwas zugestoßen. Möglicherweise wurde sie von einem Auto überfahren. Die Straße ist ja nicht weit", meinte die Mama. „Wir müssen ihm helfen! Können wir es mit nach Hause nehmen?", bettelte Anna. Der Papa schüttelte den Kopf: „Wir haben keine Möglichkeit, es richtig zu versorgen. Tut mir leid, Kleine!" Da hatte die Mama die rettende Idee: „Wir haben doch eine Igelstation im Ort. Da können wir es bestimmt abgeben." Ganz vorsichtig nahm der Papa die kleine Kugel mit einem Papiertaschentuch auf. Das Igelchen bibberte zuerst in der der großen Hand. Durch die Wärme wurde es aber schnell ruhiger.

Im Telefonbuch fanden sie schnell die Nummer von Antoinette. Sogleich machten sie sich auf den Weg zur Igelstation.

„Wen haben wir denn da?", fragte Antoinette und nahm das Tierchen liebevoll in ihre Hände. Sofort floss Reiki in den Igelkörper. „Du hast das Igelbaby gerade noch rechtzeitig gefunden, Anna. Ein paar Stunden später wäre es verhungert und erfroren", lobte Antoinette.

Staunend beobachteten Anna und ihre Eltern, wie Antoinette das kleine Stacheltier vorsichtig untersuchte und es mit einer Pipette fütterte. Das Füttern ist nicht so einfach, weil Igel sich sofort zusammenrollen, wenn sie Gefahr wittern ... „Der ist ja süß", rief Anna begeistert, als sie das kleine Gesichtchen genauer ansehen konnte. „Ja, so kleine Igel sind total niedlich", bestätigte Antoinette lächelnd. „Jeder Igel bekommt von mir eine Markierung auf die Stacheln. Dazu nehme ich Nagellack. So kann ich die Tiere von einander unterscheiden." Weil Anna ihn gefunden hatte, bekam das Baby ein „A" auf sein noch weiches Stachelkleid gemalt.

Nun erzählt Antoinette der Familie ein paar spannende Dinge über Igel: „Wenn Igel zur Welt kommen, sind ihre Stacheln noch unter der Haut. Nach wenigen Wochen kommen sie dann auf dem kleinen Körper zum Vorschein. Sie sind anfangs noch ganz weich. Die Stacheln sind die Haare der Igel. Bis zu 8.000 Stacheln kann ein Igel haben. Sie können sechs bis sieben Jahre alt werden. Ein ausgewachsener Igel kann 1.800 Gramm schwer sein. Igel gehören übrigens zu den ältesten Säugetieren der Erde. Leider sind sie sehr anfällig für Parasiten. Flöhe und Zecken fühlen sich bei den stacheligen Gesellen sehr wohl. Deshalb untersuche ich die Tiere immer gründlich. Zecken sind besonders ungemütlich. Sie suchen sich andere Lebewesen, um ihnen Blut auszusaugen. Die Zecken entferne ich mit einer Zeckenzange. Gegen die Flöhe habe ich leider nur Flohpulver. Das ist zwar giftig, aber immer noch besser, als nichts dagegen zu tun. Wenn ein Igel hustet, hat er wahrscheinlich Lungenwürmer. Das ist sehr gefährlich für die Tiere. Sie können leicht daran sterben.

Igel können sehr zahm werden. Sie hören und riechen sehr gut. Deshalb erkennen sie ihren Pfleger am Geruch und an der Stimme. Wenn ich einen Igel über eine längere Zeit pflege, erkennt er mich, sobald ich ins Zimmer komme. Dann fängt er zur Begrüßung an zu pfeifen."

Das gefällt Anna! Deshalb meint sie: „Dann könnte ich das Igelchen doch als Haustier halten, sobald es etwas größer ist." „Das ist keine gute Idee", erklärte Antoinette, „Igel sind Wildtiere. Sie gehören unbedingt nach draußen. Du wirst auch nicht sehr lange Freude an ihnen haben, weil sie als Haustiere sehr viel Arbeit machen. Igel sind nämlich keine sauberen Tiere! Sie stinken und machen überall hin, wo sie gerade sind. Ich muss ihre Kisten jeden Tag gründlich reinigen und immer viel lüften. Die Igel sind nur so lange hier in der Igelstation, bis sie wieder fit für die Freiheit sind. Dort fühlen sie sich am wohlsten. Damit ich mich nicht zu sehr an sie gewöhne, bekommen sie von mir keinen Namen. So fällt es mir leichter, sie im Frühjahr wieder gehen zu lassen."

In diesem Winter kam Anna immer wieder bei Antoinette vorbei, um nach „ihrem" Igelkind und den weiteren stachligen Schützlingen zu sehen. Oft brachte sie auch Freunde mit, denen Antoinette spannende Geschichten über Igel erzählte.

Im Frühjahr, sobald der Boden nicht mehr gefroren war, bereiteten sich Anna und ihre Freunde auf die Freilassung der Igel vor. Um es den Igeln richtig schön zu machen, planten sie ein kleines Fest – ein Auswilderungsfest. Antoinette hatte einen schönen Platz gefunden, wo die Igel in die Freiheit entlassen werden sollten. Die Kinder sammelten Steine und bauten kleine Häuschen, als Unterschlupf für die Tiere. Auf kleine Zettel schrieben sie gute Wünsche und Gedanken, die sie ihnen mit auf ihren Weg geben wollten. Behutsam öffneten sie die Transportschachteln. Sehr vorsichtig trippelte ein Igel nach dem anderen nach draußen. Nun begannen die Kinder, den Tieren ihre Wünsche vorzulesen. Damit die guten Gedanken in der Nähe der Stacheltiere bleiben, legten sie die Zettel unter ein paar dürre Äste. Anna hatte sich für diesen feierlichen Anlass extra ein Igel-Lied überlegt. Alle klatschten begeistert, als sie es vorgetragen hatte. Die Kinder waren aber auch ein bisschen traurig, weil sie sich jetzt von den Kleinen verabschieden mussten. Antoinette blickte sie lächelnd an: „Danke für das schöne Auswilderungsfest! Die Igel haben sich bestimmt sehr darüber gefreut. Da die Kleinen ja alle eine Markierung haben, könnt ihr sie später immer wieder erkennen, falls sie euch bei euren Spaziergängen einmal über den Weg laufen."

Anna wird noch lange an das Igelbaby denken und sich darüber freuen, dass es den Winter durch ihre Mithilfe überlebt hat ...

Hab' einen ganz tollen Frühling!

 

Deine Michaela

 

Hallo, ich heiße Michaela Weidner und erzähle dir hier was Kinder mit Reiki erleben können. Reiki habe ich 1995 kennen und lieben gelernt. Hauptberuflich arbeite ich in einem echten Schloss. Seit 1998 bin ich im Nebenberuf Reiki-Lehrerin. Es ist ein ganz tolles Gefühl Menschen, vor allem Kinder, in Reiki einzuweihen.

Veröffentlichungen:
Das Reiki-Buch für Kinder, Verlag Arche Noah, Peiting, 2. Aufl. 2008
Reiki-Kindergeschichten, edition-empirica, Köln 2010
Die magischen Hände, edition-empirica, Köln 2012

Kontakt:
Michaela Weidner
Lerchenweg 2
72514 Inzigkofen-Vilsingen
Tel./Fax: 07571/14922
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.reiki-fit.de

 

 

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