Die Geistige Aufrichtung

Interview mit Pjotr Elkunoviz und Alexander Toskar

Pjotr Elkunoviz ist Begründer der Heilweise der Geistigen Aufrichtung®, die im letzten Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feierte. Im Jahr 1989 hatte Pjotr ein initiales Erlebnis, das in den Folgejahren zur Heilweise der Geistigen Aufrichtung führte. Bis heute entschlüsselt und decodiert er weiterhin die Informationen, die er bei diesem „spirituellen Download" empfangen hat. Seit nunmehr zehn Jahren wendet auch sein Sohn, Alexander Toskar, diese Heilweise an – und lehrt sie auch seit einiger Zeit, auf europäischer und internationaler Ebene. Oliver Klatt traf in Berlin mit Vater und Sohn zusammen und führte ein Interview mit beiden.

Oliver: Pjotr, Alexander, ihr habt kürzlich das 25-jährige Jubiläum der „Geistigen Aufrichtung" gefeiert. Ihr und die von euch ausgebildeten Heilerinnen und Heiler haben bislang bereits mehreren hunderttausend Menschen in aller Welt helfen können. Pjotr, du bist der Begründer dieser Heilweise – wie kam sie zu dir? War es ein langer Weg der Suche? Oder ist sie dir eher spontan zugefallen?

Heiliger Ort

Pjotr: Ich war nicht auf der Suche, es hat sich so ergeben. Ich war früher Handwerker, ein Werkzeugmacher, und dabei musste ich oft schwere Teile hochheben, regelrecht hochreißen. Das habe ich dann deutlich im Rücken gespürt. Ich machte auch viel Sport. Dann bekam ich Rückenschmerzen. Ich habe verschiedene Methoden ausprobiert, damit es mir wieder besser ging, aber die waren oft mit Schmerzen verbunden. So habe ich nach anderen Möglichkeiten Ausschau gehalten. Eines Tages reiste ich nach Israel. Die Geschichten um Jesus hatten mich dazu angeregt, Israel mit neuen Augen zu entdecken. Zuvor hatte ich schon einmal einige Jahre dort gelebt. Ich wollte mir also unbedingt Jerusalem anschauen, dabei ging es mir nicht um die Suche nach Heilung. Dann stand ich eines Tages an der Westmauer*, es ist ein heiliger Ort. Spontan sagte ich innerlich die Worte: „Ich wünsche mir Gesundheit für alle Menschen dieser Welt, die in Not sind. Ich wünsche mir Frieden für die ganze Welt." Da habe ich plötzlich und unerwartet eine tiefe Offenbarung erlebt, eine Einweihung.

Oliver: Was ist da über dich gekommen, in diesem Moment? Hast du Worte, um das zu beschreiben?

Pjotr: Ich könnte jetzt sagen: Wow ...! (lächelt) ... um mein inneres Erleben davon zu beschreiben ...

Oliver: (lächelt) ... manche sagen: Gott ist Wucht ... !

Pjotr: ... aber das wäre vielleicht ein wenig dürftig, um es in seiner Gesamtheit zu würdigen ...

Oliver: Ich verstehe ...

Pjotr: Ich erlebte es so: Es war still um mich herum ... meine Wahrnehmung, der Blick war wie vernebelt ... ich ging in einen Tunnel hinein, wo ich nur diese Mauer vor mir sah ... unter mir war Sonne ... und plötzlich hat es sich so ergeben, dass ich Worte vernahm ... das Sprechen war kein Menschliches ... es ging ziemlich schnell .. es war auch kein Dialog ...

Alexander: Waren es Worte, Sprache?

Pjotr: Ja, es waren Worte ... und auch Bilder ... wie soll ich es beschreiben? Farbliche Phänomene ... wechselnde Farben ... sie gingen auf, gingen zu, gingen wieder auf ... es war sehr, sehr leuchtend! Und das begleitete mich, die ganze Einweihung über ... ich sage jetzt Einweihung dazu, obwohl mir dieser Begriff damals noch fremd war ... weil ich mich weder mit Reiki noch mit anderen Dingen dieser Art zuvor beschäftigt hatte. Auch wenn ich in meiner Kindheit schon Träume gehabt hatte, die mir erste Fingerzeige gaben.

Als Kind war meine Wahrnehmung, rückblickend gesehen, recht gut entwickelt gewesen. Manchmal, beim Zuhören, wenn die Älteren etwas erzählten, bemerkte ich, dass die Menschen ziemlich hart im Reden sind ... und dann nicht sehr offen sind. Ich habe mich gewundert und gefragt: Warum ist das so? Ich spürte damals schon den Wunsch in mir, für die Menschen etwas Gutes zu tun. Einmal hatte ich eine Vision ... und dabei ein tiefes, warmes Gefühl für die gesamte Menschheit. Diese Vision habe ich sehr lange in mir getragen, wie eine Wolke. Ich konnte aber den genauen Zusammenhang erst nicht erkennen. Nach dem Besuch an der Mauer, in Jerusalem, da wusste ich: Jetzt ist etwas Großes entstanden!

Alexander Toskar, Oliver Klatt, Pjotr Elkunoviz direkt nach dem Interview (von li. nach re.)

Oliver: War das eine Gotteserfahrung für dich?

Pjotr: Ja, ich habe das so erlebt. Ich habe die Stimme Gottes gehört, die göttliche Wahrheit empfangen. Da wusste ich, dass ich ein Heiler sein sollte. Ich habe damals noch keinen Namen für diese Energie gehabt ... das ist erst hinterher entstanden. Und ich musste auch noch einiges klären, mit mir selbst, bevor ich damit auf die Menschen zuging.

Alexander: (zu Pjotr) Zwei Jahre nach deiner Erfahrung in Jerusalem hast du an einem Reiki-Kurs teilgenommen und warst sehr positiv angetan. Du hast damals zu meiner Mutter und mir gesagt: Ihr müsst da unbedingt hingehen, das ist etwas so Besonderes! Und zwei Wochen später waren wir auch dabei.

Oliver: Alexander, wann hast du gemerkt, dass du an dem, was dein Vater da entdeckt hat, aktiv teilnehmen möchtest, dass du auch Heiler werden möchtest? Wie war dein Zugang?

Energieübertragung

Alexander: Ich war einer der ersten, die von meinem Vater behandelt wurden. Er hat mir damals von der Energieübertragung erzählt. Ich erinnere mich daran, wie ich auf der Liege lag, er wollte mir irgendetwas zeigen ... und dann war ich weg. Ich habe keine Erinnerung mehr daran. Irgendwann sagte er dann zu mir: Alex, aufwachen, wir sind jetzt fertig! Ich kann natürlich nicht sagen, wie mein Leben weiter verlaufen wäre, wenn es nicht dazu gekommen wäre.

Oliver: Wann war das?

Alexander: Das muss vor etwa 25 Jahren gewesen sein – da war ich noch keine 20 Jahre alt. Und dann, nach und nach ... Mein Vater hatte damals noch bis in den frühen Nachmittag hinein zu arbeiten. Und der spätere Nachmittag, bis zum frühen Abend hin, war dann für die Menschen reserviert, die zur Behandlung kamen.

Oliver: (zu Pjotr) Du hast zu dieser Zeit noch als Werkzeugmacher gearbeitet, und nach der Arbeit Leute behandelt, die zu dir kamen?

Pjotr: Ja, es begann langsam. Ich bot es an, aber anfangs waren viele Menschen skeptisch, auch etwas ängstlich, bezüglich des geistigen Heilens.

Alexander: Ich kann mich erinnern, dass jeden Abend Menschen kamen. Das hat sich durch Mund-zu-Mund-Propaganda weiter verbreitet. Es gab damals noch kein Internet. Ich habe schließlich den ersten Flyer erstellt, weil ich die fachlichen Fähigkeiten dazu besaß, durch mein Design-Studium. Der war dann die Basis für alles, was wir heute noch verwenden, um zu erklären: Wie kommt es zu den energetischen Blockierungen in der Wirbelsäule, im Becken? Und was passiert nach der Energieübertragung? Ich habe den Flyer zusammen mit meinem Vater erstellt.

Oliver: Und wann kam der Punkt, dass du sagtest: Ich möchte aktiv diese Heilweise ausüben und lehren?

Alexander: Das war in den ersten Jahren überhaupt kein Thema. Ich lebte im Umkreis meines Vaters, nahm die Energie einfach so mit auf ... Ich habe mich in dieser Zeit hauptsächlich um mein Design-Studium gekümmert und habe Reiki nur für mich angewandt. Ich war dann einige Jahre beruflich in der Werbewelt unterwegs – und beobachtete aus der Ferne, was mein Vater so machte. Dann kam das große Ereignis auf den Basler Psi-Tagen, wo mein Vater dabei war, ich habe das auch im Fernsehen mit verfolgt. Das hat mich so interessiert, dass ich gesagt habe: Ich möchte mir das jetzt aus nächster Nähe anschauen. Es war ungefähr acht Jahre nach meiner Einweihung in Reiki. Ich gab mir wieder mehr Reiki, um mich auf diese Weise dafür vorzubereiten, meinem Vater meine Assistenz anbieten zu können.

„Pass auf, setz dich hin!"

Ich kam in sein Heilzentrum, und er sagte: „Pass auf, setz dich hierhin, hör zu, schau zu!". Und nach einigen Stunden habe ich ihm dann die Hände aufgelegt, und so hat sich alles weiterentwickelt. Damals gab es noch gar keinen Wunsch in mir, in Richtung „Ich will jetzt lehren", was die Geistige Aufrichtung anging. Ich war beschäftigt mit den Behandlungen, die jeden Tag stattfanden, und habe mit meinem Vater gemeinsam auch die Fernbehandlungen durchgeführt. Wir hatten immer einen interessanten Austausch dazu, in der Art: „Was spürst du jetzt bei dieser Person ...?" Die Basis für die Fernbehandlungen mit der Geistigen Aufrichtung war damals schon Reiki – und das ist sie heute noch.

Es waren oft sehr intensive Erfahrungen, die ich zuvor nicht gekannt hatte, auch wenn wir anschließend mit den Menschen telefonierten. Das waren ja eigentlich mir fremde Menschen – und ich rief sie nach der Fernbehandlung an und erkundigte mich: „Was hast du gespürt?" und so weiter. So etwas stärkt ja sehr das Bewusstsein, wenn man darüber spricht, wie es funktioniert hat!

Oliver: Das kenne ich auch. Ich finde es eine gute Sache, wenn man nach einer Fernbehandlung noch miteinander telefoniert, je nach Bedarf, und so ein direktes Feedback erhält, als Behandler ... gerade in den ersten Jahren stärkt das das Bewusstsein unglaublich! Wieviele Menschen gibt es eigentlich zur Zeit, weltweit, die die Geistige Aufrichtung lehren können?

Alexander: Das sind wir beide (schaut Pjotr an) ... Wir haben vor vier Jahren ein Netzwerk gegründet, in dem die Heilerinnen und Heiler, die von meinem Vater ausgebildet wurden, sich untereinander austauschen können. Wir treffen uns regelmäßig. In dem Netzwerk sind jetzt rd. 130 Mitglieder. Gerade hatten wir die Feier zum 25-jährigen Jubiläum, da gab es 75 Teilnehmer.

Oliver: Und diese 130 Personen können die Geistige Aufrichtung als Heilimpuls durchführen – jedoch lehren, wie das geht, also diese Heilweise in ihrer Gesamtheit weitergeben, könnt nur ihr beide?

Alexander: Ja. Ich habe von meinem Vater diese Fähigkeit übermittelt bekommen. Ich hatte nicht danach gefragt. Zwei Jahre lang hatte ich regelmäßig in den Einweihungsseminaren assistiert. Und dann kam einfach der Zeitpunkt, wo er sagte: „Das nächste Seminar weihst du auch mit ein!". Ich bin mir meiner jetzigen Verantwortung bewusst – und bin dankbar für das Vertrauen, das mein Vater mir entgegen gebracht hat ... und freue mich auf die nächsten Jahre.

Oliver: Alexander, du hast mit deiner Frau Carolin gemeinsam eine Stiftung gegründet. Besteht ein Zusammenhang zur Heilweise der Geistigen Aufrichtung? Kannst du etwas dazu sagen?

Stiftung für Spirituelle Gesundheit

Alexander: Es war unsere persönliche Intention, dies zu tun. Zunächst einmal gibt es die Heilerinnen und Heiler der Geistigen Aufrichtung, die im Lichtnetzwerk miteinander verbunden sind. Sie stammen mittlerweile aus zehn Ländern. Eine Stiftung zu gründen, das war die persönliche Intention von Carolin und mir. Im Rahmen der Stiftungstätigkeit reisen wir unter anderem in verschiedene Länder, nach England, in die USA, auch oft nach Thailand, wo wir viele Vorträge geben und Heilarbeit leisten, auch in Krankenhäusern.

Oliver: Eure Heilarbeit in Thailand findet in Zusammenarbeit mit der dortigen Regierungsebene statt, ist das richtig?

Alexander: Es gibt in Thailand im Gesundheitssystem eine Sparte, die sich Alternativmedizin nennt. Diese ist darauf ausgerichtet, alternative Heilweisen zu fördern. Bei unserer Arbeit dort haben wir die Möglichkeiten im Visier, die die thailändische Kultur besitzt, diese sind teilweise im Buddhismus verankert. Das versuchen wir den Menschen dort in Erinnerung zu bringen. Und ebenso, dass es möglich ist, Veränderungen zu bewirken, dass es sogar Spontanheilungen gibt. Das zeigen wir dort, vorort, mit unserer Heilweise. Unsere Veranstaltungen werden auch aufgezeichnet – und dann weiter dort vorgeführt.

Wenn wir an Krankenhäusern sind, ist immer jemand vom thailändischen Gesundheitsministerium dabei, und es wird festgehalten: Wie reagieren die Menschen nach den Behandlungen mit der Geistigen Aufrichtung? Im Februar 2014 wurden auch Aufnahmen davon gemacht, was im Gehirn dabei geschieht. Man kann zum Beispiel sehen, wie neurologische Funktionen sich verändern.

Oliver: Pjotr, du definierst die Geistige Aufrichtung als „Heilweise". Was würdest du sagen ist Heilung?

Pjotr: Wenn man eine Tasse, ein Gefäß fallen lässt, dann fällt es auf den Boden, und es gibt Scherben. Für die Menschen ist ihr Körper ihr Leben. In diesem Bild ist die Tasse der Körper. Der Körper liegt sozusagen in Scherben. In der Geistigen Aufrichtung fügen wir die zerbrochenen Teile zusammen, damit daraus wieder ein Gefäß entsteht, das wieder mehr Lebensenergie aufnehmen kann. Damit die Menschen ihr Leben so führen können, wie sie es sich nach ihren Wünschen vorstellen. Für mich ist es Heilung, wenn Harmonie hergestellt wird. Auf allen Ebenen, auf allen bewussten Ebenen, aber auch auf Ebenen, von denen die Menschen nicht wissen, dass es sie gibt, die aber dennoch existieren.

Alexander und Carolin Toskar, Oliver Klatt, Charlene und Pjotr Elkunoviz (von li. nach re.)

Oliver: Und was ist Krankheit?

Pjotr: Krankheit gibt es für mich nicht. Dieses Wort ist einfach irgendwann einmal entstanden, es kommt aus dem Medizinischen. Ich spreche lieber von Störungen. Als ehemaliger Handwerker sage ich: Störungen, die es gibt, können beseitigt werden. Störungen entstehen am ehesten durch Zeit. Sozusagen „im Laufe der Zeit ..." Gestörte Felder entstehen unter anderem durch Sorge, wenn Menschen sorgenvoll sind. Vielmehr gilt es jedoch, verlorene Kräfte wieder zurückzubringen, die Menschen zu ermutigen, so zu leben, wie sie eigentlich leben möchten ... mit Selbstvertrauen und im Vertrauen auf die geistige Führung.

Oliver: Wie siehst du das, Alexander?

Verständnis herstellen

Alexander: Unsere Stiftung trägt den Namen „Stiftung für spirituelle Gesundheit". Wir definieren daher eher „spirituelle Gesundheit". Diese basiert auf dem Prinzip der Dreiheit: Es gibt Gedanken, also die mentale Ebene, es gibt Gefühle, das ist die emotionale Ebene, und es gibt Handlungen, auf der Ebene des physischen Körpers. Und es gibt einen Austausch von Energien und Informationen. Auf jeder dieser drei Ebenen können sich Störungen manifestieren und viel Raum einnehmen, so dass sie diese Ebenen beeinflussen. Dadurch kann es zu Krankheit kommen. Es gibt ja auch Vorstufen von Krankheit, zum Beispiel Unwohlsein. So gesehen ist die Einteilung in Krankheit und Gesundheit gar nicht so relevant ... das kann sehr endgültig klingen.

Uns geht es vor allem darum, Verständnis herzustellen, damit die Menschen nach Möglichkeit nicht erst dann etwas tun, wenn sie krank geworden sind, wenn sie also Symptome haben – denn dann ist man möglicherweise schon handlungsunfähig oder ist auf Hilfe von anderen angewiesen. Vielmehr geht es darum, Verständnis zu schaffen. Ein wesentlicher Aspekt von Heilung ist, dass sie ein fortlaufender Prozess ist ... dass sie Verständnis umfasst ... Verständnis für Prinzipien, Verständnis für die Entscheidungen, die ich treffe, für die Gefühle, die ich in mir trage, für die Gedanken, die ich in mir habe, für die Gedanken von anderen, bei denen ich zulasse, dass sie auf mich übergehen.

Oliver: Und was bietet ihr konkret an, auf der Praxisebene? Ich mache zum Beispiel täglich eine Reiki-Selbstbehandlung. Andere meditieren viel. Gibt es in der Geistigen Aufrichtung ein Element der täglichen Praxis?

Kurze Übung

Alexander: Von zentraler Bedeutung ist eine kurze Übung. Es sind drei Handpositionen, es führt eigentlich kein Weg daran vorbei, wenn man die Geistige Aufrichtung leben möchte. Ich sage manchmal: Man kann kopflos das Haus verlassen, aber seine Hände hat man immer dabei ... Ganz gleich wie die Situation ist, wieviel Zeit ich gerade habe: Ich kann mir die Hände auf die Augen legen, meine Aufmerksamkeit dabei auf die mentale Ebene lenken, hin zu „Licht im Geiste, Klarheit in den Gedanken" – dann geht es weiter zum Herzen, da stelle ich mich auf meine Emotionen ein, mit „Liebe im Herzen, Harmonie in den Gefühlen" – und dann geht es weiter zum Bauch, zu meinem Inneren Selbst, mit „Vitalität im Körper, Tatkraft im Willen". Durch diese drei Positionen richte ich mich auf meinen Alltag aus, auf Situationen, die auf mich zukommen. Ich stärke meine Willenskraft, meine allgemeine Wahrnehmung, ich richte mich auf mein Handeln aus, zu dem es im Laufe dieses Tages kommen wird.

Der Weg zur Heilung ist, dass ich mir über die Entscheidungen bewusst bin, die ich treffe. Was ich vorher entschieden habe, das kann ich nur abarbeiten – also nicht rückgängig machen. Ob nun Reiki oder die Geistige Aufrichtung, beides kann das Verständnis, das ich meinen früheren Entscheidungen entgegen bringe, harmonisieren ... klären ... damit ich nicht denke: Ich bin schuld, ich habe etwas falsch gemacht. Denn so würde ich mich tief in mir nur weigern, würde denken, ich sei handlungsunfähig und könne nichts mehr tun. Das wäre aber nicht richtig.

Oliver: Das sehe ich auch so. Sichtweisen, die eine ohnmachtsvolle Haltung hervorrufen, ändern gar nichts – und sind so auch nicht hilfreich in Sachen Heilung. Das ist aus meiner Sicht übrigens auch das Problem, wenn man sich zu sehr auf die vielseits grassierenden Verschwörungstheorien einlässt, die, wenn man sich ihnen innerlich „ausliefert", nur Ohnmacht hervorrufen. Pjotr, wie ist das bei dir? Hast du eine tägliche Praxis, eine tägliche Disziplin? Oder sagst du: Die Energie ist einfach da, ich brauche nichts zu tun?

Pjotr: Ich mache jeden Tag bestimmte Übungen. Reiki ist immer mit dabei, gute 40 Minuten am Tag, mit einer Harmonisierung der Chakras. Meine Frau und ich machen das gemeinsam, gleich nach dem Aufstehen. Wir tun das, ohne dass wir uns bemühen müssten. Das ist einfach in unserem Bewusstsein, es geht schon automatisch so.

Alexander: 15 bis 20 Minuten täglich sollten es mindestens sein. Wenn das nicht möglich ist, sage ich manchmal: Fünf Minuten hat man immer Zeit – das ist immer noch besser als gar nichts!

Oliver: Zum Abschluss noch eine sehr direkte Frage: Glaubt ihr an Gott? Es wird ja heutzutage in vielen Kreisen als irgendwie unpassend empfunden, direkt von Gott zu sprechen. Man spricht lieber vom „Universum", von einer „Energie" oder vom „Göttlichen" ... Ich sage ja gerne, dass ich an Gott glaube, und finde es sehr sympathisch, wenn andere, die an Gott glauben, dies auch ganz direkt sagen. Wie ist das bei euch?

Pjotr: Ich schließe mich dem Gedankengut der Menschheit an: Es gibt Gott, ich glaube an Gott. Ich empfehle allen Menschen, das weiterhin zu tun.

Alexander: Ich habe eine ganz persönliche Beziehung zu Gott, die immer wieder bestätigt und auch verstärkt wird in meinem Bewusstsein durch die Begegnung mit Menschen, die sich Religionen zugehörig fühlen, durch ihre Geburt, und darin ihren Glauben an Gott haben. Dazu kommt es vor allem, wenn wir in England sind. Dort ist es sehr multikulturell. Auch religiöse Menschen, die sich für unser Divine Straightening interessieren, ob Buddhisten, Moslems, Christen oder Hindus, sind dort in der Regel sehr „open-minded".

Oliver: Ich danke euch für das Interview.

 

 

 

Die Heilweise der Geistigen Aufrichtung® erfasst den Menschen „in seiner Dreieinheit aus Körper, Seele und Geist". Die übermittelten Heilimpulse sind geistiger Natur, sie haben eine ganzheitliche Heilwerdung zum Ziel, die mentale und emotionale Themen ebenso betrifft wie das körperliche Befinden. Selbstheilungsprozesse werden auf allen Ebenen angeregt. Auch Reiki ist Teil der Ausbildung.

 

Anmerkung
* Gemeint ist die sogenannte „Klagemauer", hebr.: ha-kotel, in der Altstadt von Jerusalem.

 

Fotos Copyright Archiv Toskar

 

 

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