Edgar Cayce - „Durch Dunkelheit zum Licht“

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts machte in den USA ein Fotograf von sich reden, der in Trance Kontakt mit einer unbekannten Quelle hatte, aus der er umfassendes Wissen schöpfte. Edgar Cayce gelangte als der „schlafende Prophet" zu weltweiter Berühmtheit – und viele Menschen suchten seinen Rat sowie Hilfe bei Krankheiten und seelischen Nöten.

Seine Autorität war so anerkannt, dass 1928 sogar ein Krankenhaus gegründet wurde, sowie drei Jahre später eine Lebensberatungsgesellschaft, die heute noch existierende Gesellschaft für Forschung und Erleuchtung (Association for Research and Enlightenment / A.R.E.). Doch nicht allein das: in den Durchsagen, die der „Schlafende Prophet" während seiner Trancen machte, ging es auch um die Vergangenheit und die Zukunft der Menschheit. Themen wie Atlantis und das Leben Jesu waren genauso relevant wie die Zukunft in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Letztere sollte Edgar Cayce jedoch nicht mehr selbst erleben: er starb 77jährig im Jahr 1945, erschöpft durch das Übermaß an Arbeit, das er sich selbst auferlegt hatte, weil er die Not der Ratsuchenden lindern wollte.

Used by permission–Edgar Cayce Foundation–Virginia Beach, VA; EdgarCayce.org

Gabe des Sehens

Die Gabe des Sehens scheint Edgar Cayce vererbt worden zu sein: sein von ihm geliebter Großvater verfügte über Eigenschaften, wie etwa das Hellsehen. Doch er fürchtete diese Kräfte und warnte den Enkel davor, mit ihnen zu spielen. Der kleine Edgar wurde als Vierjähriger Zeuge, wie sein Großvater bei einem Unfall ertrank. Zweifellos hat ihn dies traumatisiert, und er fragte sich später oft, welche Einflüsse die starke seelische Verbindung zu seinem Großvater auf ihn selbst und seine Fähigkeiten hatten.

Geboren und aufgewachsen ist Edgar Cayce Ende des 19. Jahrhunderts im ländlichen Amerika, in Kentucky. Seine Mutter war tiefreligiös, deren Frömmigkeit, gespeist aus dem täglichen Lesen der Bibel, bildete ein festes Element in seiner Welt. Als Dreizehnjähriger hatte Edgar Cayce eine nächtliche Vision, nachdem er gelobt hatte, den Rest seines Lebens jährlich die Bibel zu lesen: „Ein herrliches Licht wie das der aufgehenden Sonne schien den ganzen Raum zu erfüllen, und eine Gestalt erschien am Fußende meines Bettes," erinnert er sich, „ein Engel oder was auch immer ... sagte freundlich, geduldig: ‚Deine Gebete wurden erhört. Dein Wunsch wird dir erfüllt. Bleibe gläubig. Bleibe dir treu. Hilf den Kranken, den Leidenden.' "

Von nun an verfügte Edgar Cayce, der bis dahin ein schlechter Schüler gewesen war, über ein fotografisches Gedächtnis. Stets nach einem kurzen Nickerchen war er in der Lage, Inhalte seiner Lehrbücher auswendig zu kennen. Parallel dazu entwickelten sich weitere, bleibende Fähigkeiten, die sich zum ersten Mal zeigten, als er fünfzehnjährig einen Unfall erlitt, von dessen Folgen er sich selbst heilen konnte: beim Einschlafen gab er das Rezept dazu. Seine Eltern befolgten dies genau, und am nächsten Tag war er wieder gesund.

Mit Anfang Zwanzig verdiente Edgar Cayce seinen Lebensunterhalt und den seiner Familie als Handlungsreisender. Er war zudem verlobt und wollte bald heiraten. Auf einer seiner Reisen erkrankte er an einer Kehlkopfentzündung, so schwer, dass er kaum sprechen konnte. Das heisere Flüstern blieb trotz aller Behandlungen bestehen, Edgar Cayce musste seine Anstellung als Vertreter aufgeben. Doch er fand neue Arbeit: als Assistent eines Fotografen. Er richtete sich darauf ein, seinen Traum aufzugeben, Arzt oder Prediger zu werden.

Eines Tages stelle sich heraus, dass Hypnose half, die schwere Kehlkopfentzündung zu heilen: es zeigte sich, dass Edgar Cayce in der hypnotischen Trance durchsagen konnte, was Ursache und Heilmittel für seine Krankheit seien. Einige Zeit später versuchte Edgar Cayce sich daran, in der hypnotischen Trance für andere Menschen Hilfe zu finden. So begann seine Arbeit als Heiler. Er fand bald heraus, dass er keinen Hypnotiseur brauchte, sondern sich selbst in den tranceartigen Schlaf versetzen konnte. Edgar Cayce wusste aber auch, dass er in diesem Zustand verletzlich, sein Unterbewusstsein weit offen war. Daher musste immer eine andere Person dabei sein, ein Familienmitglied, um ihn zu begleiten und die Gabe vor Missbrauch durch andere zu schützen.

Ablauf eines Readings

Der Ablauf eines solchen Readings, wie Edgar Cayces Trancesitzungen genannt wurden, verlief nach einem festen Schema: dazu gehörte, dass Edgar Cayce ein Gebet mit allen Anwesenden sprach. Dann legte er sich auf eine Liege, schloss die Augen und legte beide Hände auf die Stirn. Nun begann der Leiter der Sitzung, auf das jeweilige Thema abgestimmte Suggestionen vorzulesen, der Liegende lauschte und schien zu schlafen. Nach einer Weile legte Cayce seine Hände auf den Solarplexus und antwortete. Dieses Prozedere konnte zwischen einigen Minuten und einer Stunde dauern, je nachdem, wie umfassend Frage und Antwort waren. Am Ende eines Readings holte der Leiter den Schlafenden aus dessen Trance zurück.

Da Edgar Cayce sich nicht erinnern konnte, was er gesagt hatte, wurden alle Durchsagen stenografiert. In den über 14.000 Readings, wie seine in Trance durchgegebenen Informationen auch genannt werden, behandelte Edgar Cayce eine Fülle an Themen. Wie sich bei Katalogisierung und Indexierung der Readings, die erst 1971 beendet wurde, herausstellte, sind es ca. 10.000 Themen. Die meisten Readings sind noch nicht ins Deutsche übersetzt.

Woher kamen die Informationen, die Edgar Cayce erhielt? Wie war es möglich, dass er etwa während der Readings zu Gesundheitsfragen ein umfassendes Wissen von der menschlichen Anatomie und deren komplexen Funktionen offenbarte, wovon er im Wachbewusstsein keine Ahnung haben konnte? In den ersten Jahren beobachtete ein Arzt namens Ketchum den „Schlafenden Propheten", der zunächst prüfen wollte, ob der medial begabte Fotograf tatsächlich in der Lage war, medizinisch korrekte Diagnosen zu stellen sowie passende Behandlungen durchzugeben. Er war dann so beeindruckt von den Fähigkeiten Edgar Cayces, dass er 1910 in einem Bericht der American Society of Clinical Research gegenüber den schlafenden Propheten als „medizinisches Wunder" bezeichnete. Dies wiederum führte kurz darauf zu einem Artikel in der New York Times. Nun strömten von allen Seiten die Anfragen und Bitten um Hilfe auf Edgar Cayce ein – er konnte nicht anders, er musste seine Arbeit als Fotograf ruhen lassen und den Menschen helfen.

Cayces medizinisches, während der Trance geäußertes Wissen war derart groß und fundiert, dass Ärzte mit ihm zusammenarbeiteten. Konkret zeigte sich dies, als 1928 das Cayce- Krankenhaus in Virginia Beach gegründet wurde, um die medizinischen Informationen der Readings anzuwenden. Doch musste das Krankenhaus zwei Jahre später wieder schließen, auf dem Höhepunkt der seit 1929 herrschenden Weltwirtschaftskrise. Das Gebäude allerdings steht bis heute und ist derzeit das Hauptquartier der Association for Research and Enlightenment.

Akasha-Chronik?

Es wurden hinsichtlich der Quelle seines Wissens Vermutungen geäußert, dass Edgar Cayce ein „Channel" für Wesenheiten war, doch er widersprach dem entschieden. Keine Wesenheit, keine Seele, kein Engel spräche durch ihn, sondern er bekomme sein Wissen aus der Quelle selbst. Heute würde man vielleicht sagen, Edgar Cayce habe ein Informations-Feld angezapft, das sogenannte Nullpunktfeld vielleicht oder die „Akasha-Chronik", wobei diese Begriffe doch nur etwas umschreiben können, das sich nicht eindeutig benennen lässt. Vermutlich hatte Edgar Cayce Zugang zu einer Art Überbewusstsein, aus dem alles Bewusstsein aller Zeiten und Orte stammt und in dem es gespeichert ist.

Es gab vereinzelt Situationen, während der 1930er Jahre, in denen plötzlich eine fremde Stimme aus Edgar Cayce sprach. Er bekam auch ein Angebot, sich als Channel-Medium zur Verfügung zu stellen, doch er lehnte dies entschieden ab. Hierin zeigt sich nicht nur ein Charakterzug, sondern auch eine Maxime, die Edgar Cayce den Menschen mit auf den Weg gab: Man solle lernen, für sich selbst einzustehen und für sich zu sorgen. Dazu gehöre die Fähigkeit, Grenzen zu setzen. Wenn erforderlich, mit einem deutlichen „Nein!". Es sei ein Zeichen geistiger Gesundheit, sich abgrenzen zu können, und dies sei laut Edgar Cayce unabdingbar für wirkliche Intimität mit anderen. Es sei auch wichtig, ärgerlich werden zu können, was auch ein Ausdruck der Fähigkeit sein könne, für sich selbst zu sorgen: „Sei ärgerlich, aber sündige nicht. Denn wer niemals ärgerlich ist, ist kaum würdig." Würde und Selbstachtung gehören eng zusammen.

Mitgefühl leben

Mitgefühl mit anderen war ein weiterer Pfeiler der Philosophie Edgar Cayces und etwas, das er in den Readings lehrte. Sein Mitgefühl war derart, dass er sich nicht an seinen Rat hielt, den er anderen gab, sich abzugrenzen. Während des Zweiten Weltkriegs kamen säckeweise Briefe mit Hilfebitten zu Edgar Cayce. Trotz der Hinweise in den Readings, nie mehr als zwei Readings täglich zu geben, ging Edgar Cayce bis zu achtmal täglich in Trance, um den Ansturm zu bewältigen und den Menschen zu helfen. Seit dem Frühling 1944 wurde der „Schlafende Prophet" jedoch zunehmend schwächer, bis er im Herbst zusammenbrach. Er fragte in einem Reading für sich selbst um Rat – es sollte das letzte Reading sein, das er gab. Das erste Reading seines Lebens war für ihn gewesen, und das letzte betraf auch ihn. Edgar Cayce starb an den Folgen eines Schlaganfalls im Januar 1945.

Eins der umfassendsten Themen der in Trance gegebenen Durchsagen war die Gesundheit des Menschen, sowohl in ihren körperlichen als auch seelischen Aspekten. Mit ihnen beschäftigen sich zwei Drittel aller Readings. Sie sind durchdrungen von Edgar Cayces Lebensphilosophie, die sich aus seiner tiefen Frömmigkeit speiste. Zeitlebens las Edgar Cayce die Bibel, das gesamte Alte und Neue Testament, jährlich, um nach Beendigung der Lektüre wieder von vorn zu beginnen. Die Bibel war eine große Quelle seiner Spiritualität. Auch aus ihr leitet er wesentliche Aspekte eines erfüllten, gelingenden Lebens ab: dazu gehört der „Dienst in Demut". Er bedeutet, das tägliche Leben achtsam zu leben, eins nach dem anderen tun, was einem zu tun gegeben ist und sich nicht mit anderen vergleichen. Das zeichne wahre Größe aus. Das Wachstum der Seele werde hieraus gespeist, wobei eine wichtige Quelle des Wachsens das ist, was Edgar Cayce „Ideal" nennt. Meditation und Träume betrachtete er als Wege, sich der Seele zu nähern, sie kennenzulernen und in Kontakt mit dem Göttlichen kommen zu können.

Edgar Cayce soll gesagt haben, das, was er tue – sich mit der „Quelle" verbinden und aus ihr Erkenntnis schöpfen – sei jedem Menschen möglich.

Reinkarnation und frühere Leben

Wiedergeburt war für Cayce eine Realität. Er musste sie allerdings erst akzeptieren lernen und mit in der Bibel enthaltenen Aussagen vergleichen, ehe er sie als Realität und Tatsache anerkannte. Dabei interessierte er sich mehr für künftige als für vergangene Inkarnationen und wandte diesen Maßstab auch auf jeden an, der ihn danach fragte. Das hing mit seinem Verständnis von Karma und Gnade zusammen. Reinkarnation und frühere Leben, so man denn Kenntnis über diese erlangt, sollen helfen, das Leben jetzt zu verstehen und sich weiterzuentwickeln, nicht aber in der Vergangenheit zu verharren und sich womöglich auf vergangene Leben und was man darin gewesen sein möge, zu fixieren. Das „Jetzt" ist der Zeitpunkt, an dem ein Mensch die Weichen stellen könne für seine Zukunft, das aktuelle Leben biete eine Chance, so gelebt zu werden, dass die Seele wachsen könne und es zu bestmöglichen Ergebnissen in künftigen Leben führen könne.

Einen neuen Standpunkt im Leben einzunehmen hieße, seiner Seele ein „Ideal" zu geben, an dem sie sich ausrichten könne. So ein Standpunkt könne in dem Wissen oder schlicht dem Anerkennen dessen liegen, dass, wie Cayce wusste, alles mit allem verbunden sei. Wenn ein Mensch sich dessen bewusst geworden sei – Zugänge dahin gebe es einige –, so ergebe sich der Ansicht Cayces nach von selbst der Wunsch, „zu dienen". Dabei ist „Dienen" nicht dahingehend zu verstehen, dass man sich aufgibt, sich von anderen Menschen ausnutzen oder benutzen lässt, wie die negativen Implikationen des Begriffs nahelegen. „Dienen" bedeutet für Edgar Cayce auch, sich seiner Begabungen und Talente bewusst zu werden und sie zu nutzen: für sich und davon ausgehend für die Welt.

Das Leben sei sinnvoll, das solle man sich bewusst machen. Jeder Mensch habe bestimmte Begabungen und Fähigkeiten mitbekommen, für seinen einzigartigen Lebensweg und seine einzigartige Weise zu sein. Diese seien sozusagen die Ausstattung für seine Mission in dieser Welt. Sie zu finden, zu erkennen und zu nutzen, mache das Leben zu einem Abenteuer.

Osteopathie & Chiropraktik

Für Edgar Cayce gab es keine scharfe Trennung zwischen körperlicher und seelischer bzw. mentaler Gesundheit. Das geht aus seinen Readings immer wieder hervor. Ausgangspunkt für die Genesung des Körpers ist nicht nur eine den Körper selbst betreffende Methode, wie etwa die Osteopathie oder Chiropraktik, die Cayce für Erstbehandlungen schätzte. Häufig sprach er in den Readings davon, wie bestimmte Bereiche und Organe des Körpers durch Blockaden unterschiedlicher Zonen der Wirbelsäule betroffen und eingeschränkt waren. Doch hatte Edgar Cayce stets den Fokus auf einem seelisch-geistigen Aspekt. Nur wenn dieser mit einbezogen werde, könne umfassende Heilung geschehen. Der Körper sei nämlich durch die Gedanken und Einstellungen geprägt, die ein Mensch habe. Wesentlich für das Gelingen sei die Änderung der mentalen Ausrichtung, einen neuen Standpunkt einzunehmen, eine veränderte Sicht seiner selbst und der Welt. Das bedeutet unter Umständen, die Persönlichkeit zu wandeln.

Individualität hielt Edgar Cayce für wichtig, doch sie ist für ihn nicht gleichbedeutend damit, sich seiner Besonderheit zu rühmen oder dessen, wie spirituell man doch sei. Umwandlung könne nicht gemacht werden, auch nicht durch einen Entschluss, man könne offen für sie sein, doch in letzter Instanz werde sie durch Gnade geschenkt. Für jeden Menschen ist diese Verwandlung etwas anderes, immer aber gehört das Suchen nach Erleuchtung dazu, das Geschenk der Gnade, das sich in den vom Betreffenden selbst geschaffenen karmischen Umständen ereignen und diese als heilende Kräfte der Liebe umwandeln kann. Gnade ist ein Geschenk, das man durch Offenheit für sie erlangen könne. Wie Edgar Cayce es nannte: „Umwandlung ist ein Licht für jene, die danach suchen."

Dorthin finde man aber nur, wenn man sich seiner Schatten bewusst werde. Wer eine Verbindung zum Göttlichen herstellen wolle, komme nicht umhin, seinem „Schatten" zu begegnen. Allen negativen oder ungeliebten Aspekten seiner selbst, die in der eigenen Psyche schlummern, alle Ängste und Wünsche, die man sich nicht eingestehen mag. Vielleicht könnte man diesbezüglich auch vom „Hüter der Schwelle" sprechen, dem man begegnen und sich stellen muss, ehe man zum Licht gelangen kann. Mitgefühl für sich selbst und alle anderen ist eine gute Methode, um seinen Weg und damit den zu Gott zu finden.

 

 



Franziska Rudnick ist Redakteurin des Reiki Magazins und Autorin des Buchs „Heilende Begegnung". Als Heilpraktikerin wendet sie in ihrer Praxis Klassische Homöopathie, Reiki und andere energiemedizinische Methoden an. www.akatombo.de


Quellen:
Stefanie Piel: Edgar Cayce – Lebensbild und Philosophie, Darmstadt, 2014
Mark Thurston: Die Lehre des Edgar Cayce, Darmstadt, 2006

Das Portraitfoto von Edgar Cayce wurde uns freundlicherweise vom Edgar-Cayce-Freundeskreis für diesen Artikel überlassen.


Weitere Infos:

Edgar-Cayce-Freundeskreis
www.cayce.de

Edgar Cayce's A.R.E.
(Association for Research and Enlightenment)
www.edgarcayce.org

 

 

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