„Reiki ist für mich ein Weg zum Frieden.“ - Ein Pilot-Projekt an einer Schule

Reiki an einer Schule – gibt es das in Deutschland? Am Johann-Rist-Gymnasium in Wedel, bei Hamburg, stellte Reiki-Meisterin Gabriele Nicolaudius im Rahmen einer Projektwoche den Schülerinnen und Schülern eine Reihe von Entspannungstechniken vor – darunter auch Reiki.

Im September vergangenen Jahres hatte ich die Gelegenheit, eine Projektwoche am Johann-Rist-Gymnasium in Wedel mitzugestalten. Diese Chance wollte ich nutzen, den jungen Menschen verschiedene Entspannungstechniken vorzustellen, mit denen ich mich im Rahmen meiner täglichen Arbeit beschäftige. Daraus entstand ein bislang einzigartiges Pilot-Projekt. Zehn Schülerinnen und Schüler lernten fünf Tage lang die Reiki-Methode, Meditation, Mantren-Singen und den Zen-Buddhismus durch Gespräche und praktische Übungen kennen.

„Was kann ich für mich tun?"

An dem Projekt nahmen Schülerinnen und Schüler des 12. und 13. Jahrgangs im Alter von 17 und 18 Jahren teil. Die Zielsetzung dieses Projektes lautete: „Was kann ich für mich in meinem Schulalltag tun, um mich jederzeit und überall in ein seelisches und körperliches Gleichgewicht zu bringen, das mir erlaubt, jederzeit und überall authentisch präsent zu sein?"

Die Schülerinnen und Schüler sollten Möglichkeiten zur Tiefenentspannung, Stressbewältigung und den Abbau von Energie-Blockaden kennenlernen und eine für sie passende Methode zur Stärkung der Selbstheilungskräfte finden. Dazu brauchten sie lediglich Interesse an spiritueller Arbeit und Meditation mitzubringen.

Ursprung, Geschichte und Anwendungsbereiche von Reiki waren ein Thema des Projektes. Zu Beginn der Woche wurden alle Schülerinnen und Schüler in das System eingestimmt, damit sie sich in dieser Zeit gegenseitig im Rahmen einer Gruppenbehandlung in der Schule und auch selbstständig zu Hause behandeln konnten.

Warme Hände & Entspannung

„Ich habe sonst immer kalte Hände, aber seit der Einstimmung in die Reiki-Methode sind sie warm", konnte Claudia Pontow bei sich feststellen. Ein anderer Schüler verspürte trotz eines intensiven Sporttrainings ein Gefühl andauernder Entspannung. Vorausgegangen war eine Reiki-Gruppenbehandlung am Vormittag. Eine durch eine Glühbirne verursachte Verbrennung am Arm konnte ein Schüler durch sofortiges Handauflegen lindern.

Ein Angehöriger einer Schülerin litt schon länger an Tinnitus. Eine Reiki-Ganzkörper-Behandlung verschaffte ihm Erleichterung und neue Energie. Eine weitere Schülerin erzählte nach der Einstimmung in die Reiki-Methode eine Episode mit ihrem Hund. Dieser erlaubte ihr nun, seinen Bauch zu streicheln, den sie zuvor nie hatte berühren dürfen. Die Beispiele ließen sich fortführen. Die Erfahrungen mit Reiki in dieser Woche waren durchweg positiver Natur.

Zazen Sitzmeditation

Eine weitere Methode zur Entspannung und Persönlichkeitsentwicklung bietet das Zazen. Diese Sitzmeditation aus dem Zen-Buddhismus fand ebenso großen Anklang bei den Schülerinnen und Schülern. Manche waren „ganz bei sich" während der Sitzung in Stille. An einem anderen Tag sangen wir gemeinsam Mantren, heilige Laute und Ausdrücke, nach alter Tradition. Dazu Marina Buhr: „Gut hat mir auch das Mantren-Singen gefallen, da man sich dabei als Teil des Großen Ganzen gefühlt hat."

Täglich begleitet wurden die unterschiedlichen Methoden durch verschiedene Übungen, etwa dem Shanti-Gruß, einer Begrüßung in Respekt und Frieden. Eingängige Meditationstexte dienten der Vertiefung der einzelnen Themenbereiche. Gedichte und Schriften herausragender Philosophen, Dichter und Denker aus verschiedenen Jahrhunderten setzten weitere Akzente, um die spirituellen Inhalte zu verdeutlichen.

Prioritäten setzen

Den Schülerinnen und Schülern ist in der Projektwoche klar geworden, dass einzelne Elemente, die sie in dieser Woche erfahren haben, in ihren Alltag integrierbar sind. So etwa das Prinzip nach dem „Einmachglas der Prioritäten"*: Das Wichtigste des Tages als erstes zu erledigen, um sich nicht mit Kleinigkeiten aufzuhalten, die sowohl zeit- als auch energieraubend sind. Sie erkannten, wie wichtig es ist, mithilfe verschiedener Meditationsmethoden zu entspannen und neue Energie aufzunehmen. Dazu stellte die Schülerin Rowena Hohensee nach der Einstimmung in das Reiki-System fest, sie habe während des Projektes über mehr Energie als sonst verfügt. Das tägliche Verlangen, sich nach der Schule auszuruhen, war in dieser Woche nicht spürbar gewesen.

Vielfältiges Angebot

Als weitere besondere Aspekte in dieser Zeit empfanden die Schülerinnen und Schüler die Vielfalt der Angebote: die Reiki-Methode, das Sitzen nach dem Zen-Buddhismus, das Mantren-Singen und die Text-Meditationen haben dauerhaft positive Eindrücke hinterlassen.

Die Projektwoche brachte sowohl für mich als auch für die Schülerinnen und Schüler nur positive Erfahrungen. Sie fassten ihre Erkenntnisse folgendermaßen zusammen:

Interessante Einblicke

„... bietet Reiki eine wunderbare Zeit des Körperbewusstseins, der Ruhe, Entspannung und Meditation. Eine völlig neue Erfahrung!"

„Reiki ist eine Form der Entspannung. Die Gruppenbehandlungen, das Singen von Mantren und die Meditation waren sehr wohltuend ..."

„In dieser Projektwoche habe ich einen interessanten Einblick in spirituelle Denkweisen bekommen. Wir haben viele Meditations- und Entspannungspraktiken angewandt und gelernt, die Ruhe zu schätzen zu wissen ..."

Innere Ruhe finden

„Reiki hilft dir, deine innere Ruhe zu finden. Meditationen und das Singen von Mantren lösen dich komplett von der Außenwelt. Dadurch erlangst du tiefe Entspannung."

„Reiki hat mir gezeigt, wie ich meine Energie richtig einsetzen kann. Außerdem habe ich eine Vielfalt an Entspannungsmethoden kennengelernt."

„Reiki ist für mich ein Weg zum Frieden."

Teil des Großen Ganzen

„Reiki war eine sehr schöne Erfahrung. Ich habe sehr viel gelernt. Man findet innere Ruhe, insbesondere bei der Meditation, und lernt, sich besser auf etwas einzulassen. Gut hat mir auch das Mantren-Singen gefallen, da man sich dabei Teil als des Großen Ganzen gefühlt hat."

„Ich habe gemerkt, dass Reiki nicht nur Handauflegen bedeutet, sondern auch, achtsam mit sich selbst und allem Leben auf diesem Planeten umzugehen, bewusster zu leben und sein Potential voll auszuschöpfen."

„ ... habe ich die Möglichkeit bekommen, mit Reiki zu mir selbst zu finden und mit mehr Gelassenheit Aufgaben zu bewältigen, die mir Sorgen bereiten oder vor denen ich mich vielleicht fürchte. Ich habe mich in der Gruppe sehr wohl und verbunden gefühlt und nehme sehr viel Positives aus diesem Projekt mit."

„Reiki hat mir den Weg meiner inneren Ruhe gezeigt. Es hat mir sehr viel Lebenskraft geschenkt."

 

 

Dr. phil. Gabriele Nicolaudius ist Reiki-Meisterin und lebt in Wedel bei Hamburg. Als Reiki-Lehrerin gibt sie Seminare in den verschiedenen Graden, Meditationskurse und Einzel- und Gruppenbehandlungen. Auf Basis langjähriger Erfahrung im Bereich Ernährung und Bewegungs-erziehung an Hamburger Schulen entwickelte sie das Projekt „Meditative Entspannungsübungen zur Stressbewältigung im Schulalltag". Seit 30 Jahren beschäftigt sie sich mit Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Stressbewältigung und verschiedenen Meditationstechniken.

Bei Interesse an diesem Schulprojekt melden Sie sich gern bei
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Weitere Infos:
www.reikiwedel.com

 

* Quellenangabe: Brahm, A.: „Die Kuh, die weinte", Lotos-Verlag, 2013, 12. Aufl.

 

 

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