Reiki mit Tieren

Reiki-Lehrerin Isolde Betsch hat langjährige Erfahrungen in der Behandlung von Tieren mit Reiki. Hier berichtet sie praxisnah über ihren Hund Tommi und einige Pferde, denen sie mit Reiki gut helfen konnte.

Tiere begleiten mich schon von klein auf. Jedes meiner Tiere faszinierte mich auf seine eigene Art und Weise. Es begann mit einem Kanarienvogel – dann folgten Hasen, Hunde, ein Papagei und Pferde.

Vor zehn Jahren kam ich mit Reiki in Kontakt. Damals fühlte ich mich körperlich ausgelaugt. Reiki-Sitzungen füllten meine Energie wieder auf. Von da an wusste ich: Das möchte ich auch gern erlernen – und so auch Tieren die Möglichkeit geben, Reiki zu genießen.

Ich musste mich jedoch noch einige Zeit gedulden, bis ich meinen Reiki-Lehrer, Martin Kranz, kennenlernte. Das geschah bei einem Tai-Chi-Seminar in Dortmund. Ich hatte starke Rückenbeschwerden ... und wurde kurzerhand von ihm mit Reiki versorgt. Danach konnte ich ohne Schmerzen weiter machen. Ich war einfach nur begeistert! Kurz darauf machte ich bei ihm die Reiki-Ausbildung, bis zur Lehrerin. Bis heute tauschen wir uns miteinander aus.

Mein Hund Tommi

Nach meiner Einweihung in den 1. Grad sagte mein Reiki-Lehrer mir, dass es passieren könne, dass mein Hund Tommi mich jetzt nach der Einweihung etwas anders wahrnehmen würde. Das war dann auch prompt so! Er ließ mich einfach links liegen und beobachtete mich nur von weitem. Streicheleinheiten, wie sonst, wollte er nicht von mir. Eher lief er vor mir weg.

Als er sich kurze Zeit später wieder an mich gewöhnt hatte, wollte ich ihm natürlich sofort Reiki geben. Und – er lief wieder weg. ‚Okay’, dachte ich, ‚dann probiere ich es doch einfach nochmal!’ Und wieder lief er weg. ‚Gut’, dachte ich, ‚dann sende ich dir eben Reiki auf Abstand.’ Das fand er dann toll! Und genoss es richtig.

Von diesem Tag an kam er fast täglich zu mir und holte sich sein Reiki ab – mal kürzer, mal länger. Und er drehte sich immer so, dass ich sehen konnte, wohin er die Energie haben wollte. Im Alter von siebzehneinhalb Jahren verstarb er schließlich in unseren Armen. Mein Mann und ich hielten ihn, es war während einer Reiki-Sitzung.

Seine letzten 48 Stunden hatte ich ihn Tag und Nacht mit Reiki begleitet. Ich spürte sofort, dass er sich auf seine letzten Stunden vorbereitete. Schmerzen hatte er wohl keine. Er schlief viel. In seiner letzten Sekunde drehte er sich zu uns und schloss einfach die Augen, mit einem letzten Atemzug. Dann hörte auch Reiki auf zu fließen.

Reiki mit Pferden

Und dann sind da noch die Pferde, diese sehr sensiblen Tiere. Was ich mit ihnen erlebte, war wirklich berührend. Mein eigenes Pferd, der Wallach Djamal Noir, wollte mich, als er zum ersten Mal Reiki bekam, beißen, mit stark nach hinten angelegten Ohren ‚Na toll’, dachte ich. Also ging ich erstmal auf Distanz, wie schon zuvor bei meinem Hund Tommi.

Aber auch bei dieser Art Reiki zeigte er mir damals sehr schnell, dass er es nicht wollte. ‚Okay’, dachte ich, ‚dann heute eben nicht.’ Nach dem dritten Versuch fand er es aber schließlich doch so angenehm, dass ich sogar seine Stirn berühren durfte. Danke, mein kleiner Schatz, für dein Vertrauen!

Im letzten Jahr hat er sehr stark an seiner Schweifrübe geschubbert (das ist eine Stelle oberhalb des Schweifes), so dass wir diese behandeln mussten. Aber nach zahlreichen Reiki-Sitzungen ist er nun an dieser Stelle beschwerdefrei.

Ein weiteres Beispiel: Unsere Stute Top Celine hatte Schnupfen. Die Reitlehrerin meinte, wir sollten vielleicht den Tierarzt mal einen Blick darauf werfen lassen. Ich gab mir zwei Tage für die kleine Triefnase. Täglich bekam sie Reiki von mir, auch über Nacht sendete ich ihr Fernreiki. Und was glaubt ihr passierte? Richtig, die kleine Triefnase triefte nicht mehr :-)

„Es tut gut!“

Und dann gab es da noch das Pferd Ron. Als er zum ersten Mal Reiki bekam, war er sehr schläfrig und kaum noch aus der Reithalle zu bewegen. Das war wirklich süß! Er gähnt jedes Mal, wenn er Reiki bekommt, und ist danach richtig tiefenentspannt. Nach der Reiki-Anwendung muss er immer Pipi – wie es bei Menschen auch oft vorkommt.

Ron hatte mal eine Tränenkanalentzündung. Nun sollte dieser Kanal durchstoßen werden. Seine Besitzerin fragte mich, ob ich ihm nicht noch mal Reiki geben könne. Also erhielt er zuerst Kontaktreiki – und dann, über Nacht, Fernreiki. Zwei Tage zogen wir das durch. Dann kam der Tierarzt. Er war sehr überrascht, denn der Tränenkanal musste nun nicht mehr durchstoßen werden. Er sagte: „Egal, was sie gemacht haben, es tat ihm gut. Machen sie so weiter!“

Intensiver Energiefluss

Vor zwei Wochen hatte einmal eine Stute eine Kolik. Das bedeutet, dass das Pferd Bauchschmerzen hat. Es kann eine einfache Blähung sein oder auch eine lebensbedrohliche Darmverschlingung. Deshalb sollte in einem solchen Fall immer ein Tierarzt geholt werden. Denn manchmal ist die Kolik schon in einem Stadium, wo es besser ist, wenn das Pferd in eine Pferdeklinik eingeliefert wird.

 


Der Besitzer versuchte vergeblich, einen Tierarzt zu erreichen. Also legte ich Hand an, mit Reiki – und streichelte ihr sanft über ihren angeschwollenen Bauch. Das machte ich zwei Stunden lang, mit kurzen Unterbrechungen, wenn die Stute sich zwischendurch bewegen wollte und dann je eine Runde im Paddock (Auslauf) lief. Danach kam sie dann immer wieder zu mir zurück, und ich gab ihr weiter Reiki. Sie wollte es die ganze Zeit über nur am Bauch, also legte ich ihr dort die Hände auf.

Irgendwann waren dann wieder Bauchgeräusche zu hören. Zuvor waren die alle weg gewesen, was kein gutes Zeichen gewesen war. Über das Gluckern freuten wir uns riesig. Dann wollte sie raus auf die Weide – also hoffte ich, dass wir es hinbekommen hatten.

Zwei Stunden später stellten wir sie wieder in ihren Stall. Sie bekam etwas Heu, damit ihr Magen-Darm-Trakt zu arbeiten hatte. Weiteres Futter gab es jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Dann fuhr ich kurz weg, denn ich hatte noch etwas einzukaufen. Hinterher schaute ich nochmal nach ihr und freute mich riesig über die Pferdeäpfel in ihrer Box. Das ist meist das Zeichen, dass es überstanden ist. Am Abend schaute der Besitzer nochmal nach ihr. Es war immer noch alles gut.

Über Nacht sendete ich ihr Fernreiki, und morgens berichtete mir der Besitzer, dass alles überstanden sei und sie wieder auf die Weide konnte. Da hatten wir alle Glück gehabt! Und dennoch gilt grundsätzlich: Bei einer Kolik immer vorsichtig sein – und in jedem Fall einen Tierarzt hinzuziehen! Ich weiß, wovon ich rede: Vor drei Jahren haben wir leider durch eine Kolik ein wunderbares Pferd im Alter von neun Jahren in der Klinik verloren. Ich konnte es mit Reiki lediglich etwas beruhigen. Aber retten konnte man es nicht mehr, da schon zu viel Darm abgestorben war. Somit stimmten wir damals zu, es einzuschläfern.

„Alles ist gut!“

Auch bei Verhaltensstörungen von Pferden wie beispielsweise Beißen, Aggressionen oder Problemen beim Verladen auf einen Hänger können Reiki-Anwendungen gut helfen. Da fällt mir ein, dass ich Reiki mal auf einem Turnier nutzte, gewissermaßen heimlich ... Nun ja, es war nicht ganz heimlich, denn ich nahm vorher mit dem Pferd gedanklich Kontakt auf und fragte es innerlich, ob ich Reiki senden dürfe. Ich verspürte ein JA.

Dieses Pferd hatte Panik davor, nach einem Turnier wieder auf den Anhänger zu gehen, für den Rücktransport. Ich beobachtete es zehn Minuten lang. Es war voller Panik, lief weg, stieg und begann vor Angst zu schwitzen. Ich fragte die Besitzer, ob ich helfen könne, aber das wollten sie dann doch nicht. Schließlich gab mir das Pferd zu verstehen, ich solle ihm helfen – also tat ich es.

Ich stellte mich etwas abseits und sendete Reiki. Dabei die Szene zu beobachten war einfach nur toll. Zuerst weigerte sich das Pferd noch energischer. Es schien nach dem zu suchen, was es gerade bekam, nämlich die Energie. Ich schaute zu dem Pferd hinüber und sagte innerlich immer wieder: „Ruhig, es ist alles gut, Kleiner!“ Nach geschätzten drei Minuten entspannte es sich. Zum Glück gaben die Besitzer dem Pferd auch etwas Zeit sich zu sammeln – nicht immer gehen die Menschen sanft mit einer solchen Situation um.

Das Pferd wurde gestreichelt, und man sah, dass es sich beruhigte. Also versuchten sie es erneut. Ich sagte dem Pferd innerlich: „Nun geh schon drauf, es passiert dir nichts, alles ist gut, hab’ Vertrauen!“ Und zack ... es ging ganz friedlich auf den Hänger. Mir schossen vor Freude Tränen in die Augen, und ich bedankte mich bei dem Pferd. Eine Reiterfreundin meiner Tochter schaute zu mir, sie hatte alles beobachtet und sagte nun grinsend: „Na klar, jetzt verstehe ich. Du hast wieder mit Reiki gezaubert.“

Schwerer Fall

Selbst einer verhaltensgestörten Stute, die keine Männer an sich heranließ und immer sofort, mit weit nach hinten gerichteten Ohren, auf jeden Mann los ging, der sich ihr näherte, konnte geholfen werden. Das war wirklich heftig, so dass auch ich etwas auf Abstand ging. So was von kopfscheu und panisch, ganz schlimm! Einen Pferdebiss wollte ich auch nicht abbekommen.

Sie erhielt dann drei Monate lang Reiki von mir. In welchem Rhythmus, weiß ich nicht mehr so genau, denn es ist schon rd. zwei Jahre her. Heute ist es nun so, dass sie zwar ab und zu noch etwas ängstlich ist, aber sie beißt nicht mehr – und Männer dürfen sie auch streicheln, sogar am Kopf.

Auch sie hatte mit dem „bösen“ Hänger zu kämpfen, wenn Turnierzeit war und die Transporte anstanden. Wobei sie eigentlich gerne zum Turnier fuhr. Nur mochte sie halt den Hänger überhaupt nicht. Insgesamt ist sie nun aber viel entspannter, und auch das Verladen klappt jetzt besser. Jedenfalls muss man dabei nicht mehr stundenlang auf sie einreden. Und jetzt hat sie es auch einmal positiv, ohne Stress, erlebt – und weiß dadurch, dass vom Hänger keine Gefahr droht.

Guter Rat

Wenn ihr nun Lust bekommen habt, auch Pferde mit Reiki zu behandeln, dann kann ich euch einen guten Rat geben: Passt stets auf! Lasst die Pferde dabei nie aus den Augen, denn ihr kennt sie nicht! Nicht alle Pferde wollen euch an ihren Kopf lassen. Wenn sie das nicht wollen, dann lasst es einfach. Pferde müssen sich meist auch erst einmal an diese Energie gewöhnen.

Wenn ich Pferde behandle, die nicht mir gehören, habe ich deren Besitzer immer an meiner Seite. Erstens fühle ich mich dann sicherer, da sie ihre Pferde besser kennen und mich warnen können, sollte ich mal unvorsichtig sein oder zu sehr in Reiki vertieft. Und auch das Pferd fühlt sich sicherer, wenn der Besitzer dabei steht. Probiert es aus – und genießt die Dankbarkeit der Pferde! Sie werden es lieben. Und, wenn ihr sie öfter behandelt, euch auch wiedererkennen.

 

 


Über die Autorin: Reiki-Lehrerin Isolde Betsch wohnt mit ihrem Mann, zwei erwachsenen Kindern und dem kleinen Hund Thavi im Ruhrgebiet, in Gladbeck. Kontakt unter: www.reiki2you.net

 

 

 

 

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