Reiki im Big-Brother-Haus

Oliver Klatt und Jürgen Kindler sprachen mit Harry

 

106 Tage hat Harry im Big-Brother-Haus verbracht. Am Ende verließ er das Haus als zweiter Sieger. Mittlerweile hat er seine erste CD aufgenommen. Während der Big-Brother-Sendungen im Fernsehen sah man Harry des öfteren die Hände auflegen. Dann kam heraus: Harry macht Reiki. Oliver Klatt und Jürgen Kindler trafen sich mit Harry und machten ein Interview mit ihm.

Harry

MTV Berlin, Freitag, 26. Januar 2001, 16:30 Uhr: Wir sitzen auf einer Couch vor den Aufnahmestudios im Keller und warten auf Harry. Kurz zuvor hatte der Star aus dem Big-Brother-Haus einen Auftritt in der Nachmittags-Sendung auf MTV, dem bekannten Musik-Fernsehsender, gehabt. Nun steht unser Interviewtermin auf dem Programm. Da kommt Harry die Treppe herunter. In seiner Begleitung Kathi Stiebing von der Agentur Fridman. Wir begrüßen uns gegenseitig. Harry wirkt ruhig und gelassen. Wir haben ein paar frühere Ausgaben des Reiki Magazins mitgebracht, die wir ihm schenken. Er kennt das Reiki Magazin noch nicht, ist aber interessiert und freut sich über das Interview.

Oliver: Harry, wie war das eigentlich mit Reiki im Big-Brother-Haus? Hast du dir und den anderen Bewohnern Reiki gegeben?

Harry: Im Grunde hab` ich sie alle einmal behandelt.

Oliver: Tatsächlich? Und wie kam es dazu?

Harry: Also angefangen hat das mit Daniela. Sie hatte Bauchschmerzen und konnte nicht schlafen. Dann habe ich ihr abends zwei Stunden Reiki auf den Bauch gegeben. Das brubbelte auch ordentlich, das kennt ihr ja. Dann waren die Bauchschmerzen weg, und von da an hat sie gut geschlafen, wie sie sagte, und keine Schlafstörungen mehr gehabt. Die zweite war Hanka: Hanka hatte ein Armleiden. Ihr schlief immer der Arm ein, der wurde irgendwie gefühllos. Dann haben wir Reiki gemacht, und die Wirkung hat ungefähr vierzehn Tage angehalten. Zwischendurch habe ich ihr auch öfter Reiki gegeben. Steffi hatte mal Rückenschmerzen und hat Reiki gekriegt. Und dann hat Marion Migräne gehabt und von mir Reiki bekommen. Karim, glaube ich, habe ich kein Reiki gegeben, der hatte eigentlich auch nichts.

Oliver: Und wem hast du noch Reiki gegeben?

Harry: Frank hat einmal wegen Rückenschmerzen Reiki bekommen, das brachte auch ein bisschen Linderung, hat aber nicht so sehr eingeschlagen. Alexander, der in den letzten Wochen mit im Haus war, hatte sich mal verbrannt, der hatte alles mögliche, Ohrenschmerzen, der hat fast jeden Abend Reiki gekriegt. Ebru hatte mal ganz starke Ohrenschmerzen, und es hat funktioniert. Alida hatte mit der Hüfte Probleme, sie hat auch Reiki gekriegt, das hat auch gewirkt. Ja, das waren dann schon fast alle.

Oliver: Dem Piwi hast du kein Reiki gegeben, als er sich mit der Axt verletzt hatte?

Harry: Nee, der wollte das irgendwie nicht. Der wusste nicht, wie gehe ich damit um und so, und ich hatte auch nicht immer die Zeit und Lust, alles zu erklären. Aber er hatte das auch in sich, das merkte man, der brauchte das gar nicht. Der hat so viel Power, der Mann, der hat genug Energie in sich selber gehabt, das ging dann auch ratzfatz vorbei.

Oliver: Und hast du dir selbst regelmäßig Reiki gegeben im Big-Brother-Haus?

Harry: Nee... Ich bin selber so faul, ich mach das nur, wenn ich es wirklich brauche, also wenn irgendwas weh tut oder was klemmt. Nur nach Bedarf.

Oliver: Kommst du denn jetzt, in dem ganzen Trubel um deine Person, auch noch mal zur Ruhe zwischendurch?

Harry: Ich versuche schon, im Einklang mit dem zu leben, was mit mir passiert. Das ist natürlich nicht immer ganz einfach. Jetzt im Moment denk` ich auch nicht so sehr darüber nach, aber wenn ich zu Hause bin, bei der Familie, dann finde ich schon meine Ruhe. Bloß Reiki-Abende sind im Moment nicht drin.

Oliver: Sonst macht ihr regelmäßig Reiki-Abende?

Harry: Nicht regelmäßig, aber ab und zu mal, mit ein paar Bekannten. Ich hab` Reiki ja damals aus Spaß gemacht, weil ein Kumpel das auch machte. Damals hab` ich gesagt: »Ich glaub` nicht an so`n Voodoo-Zeug.« Bis mein Hund mal die Pfote kaputt hatte, da hat mein Kumpel gesagt: »Wir probieren es mal an dem Hund aus, der kann ja nicht lügen.« Und da ging das dann, und schließlich habe ich den Kurs auch belegt. Und dann habe ich alle damit angesteckt: Mein Bruder hat`s, der Basser aus der Band hat`s, und meine Frau hat`s dann gemacht, und die Tochter, ihr kennt das ja selber, diese Verbreitung. Ein Bekannter hat`s dann auch noch gemacht, und dann haben wir uns ab und zu mal getroffen, zusammen einen Tee getrunken. Ich habe so einen Tisch, bei dem kann man die Platte runter nehmen, dann ist das ein Behandlungstisch, und dann haben wir das einfach nur so gemacht, zur Entspannung, aus Spaß. Das war schon ganz lustig.

Oliver: Wie ist das eigentlich bei deinen Auftritten in der Öffentlichkeit? Ist da Reiki ein Thema?

Harry: Nein, da wird nicht nach gefragt. Und ich selber leb` ja nach dem, was mein Meister mir beigebracht hat, und deshalb propagiere ich das auch gar nicht so. Ich erwähn` das zwar schon mal, aber wenn das dann nicht angenommen wird, dann bin ich auch wieder ruhig. Ich versuche, keinen dazu zu überreden, Reiki zu machen. Wenn ich merke, dass da der geringste Widerstand ist, ziehe ich sofort zurück und lasse denjenigen zufrieden. Ich mache Reiki hauptsächlich für mich und meine Familie. Und wer gerne von sich aus Reiki kennenlernen möchte, dem helfe ich auch gerne.

Oliver: Du hast deinen Meister erwähnt. Magst du sagen, wer das ist?

Harry: Das ist ein Inder, er heißt Upen Chokshi. Ich habe ihn durch einen Bekannten kennengelernt. Ein sehr bescheidener Mann.

Oliver: Wie lange ist das her, dass du in Reiki eingeweiht wurdest?

Harry: Fünf, sechs Jahre... ich weiß das nicht. Ein paar Jahre sind das schon. 1995 glaub` ich war`s.

Oliver: Hast du den ersten und zweiten Grad gemacht?

Harry: Nur den ersten. Damit komme ich gut zurecht. Mein Bruder und die anderen haben alle schon den zweiten, aber ich nicht. Meine Frau will auch gerne den zweiten Grad machen, aber ich komme mit dem ersten Grad gut zurecht, das reicht mir.

Oliver: Es ist ja auch gerade die Einfachheit von Reiki, die im ersten Grad ihren Ausdruck findet, die es so reizvoll macht.

Harrys Tattoo

Harry: Genau. Ich weiß für mich selber nicht, ob ich mit dem zweiten Grad klar komme. Das ist mir schon teilweise ein bisschen zu abstrakt, was ich so höre. Ich hab` mich noch nicht reingefunden in die Sache, und so lange warte ich.

Mittlerweile macht Jürgen ein paar Fotos von Harry und Oliver. Dabei fotografiert er auch die große Tätowierung auf Harrys Oberarm.

Oliver: Jetzt sehe ich die Tätowierung zum ersten Mal aus der Nähe. Die kommt ja gut rüber. Das ist ja das Om-Zeichen...

Harry: Ich finde, das hat er ganz gut hingekriegt. Ist nämlich auch ein echter Künstler, der Tätowierer. Meine Frau hat genau dasselbe Tattoo.

Oliver: Das wurde im Fernsehen auch gesagt. Hat sie sich das machen lassen, während du im Big-Brother-Haus warst?

Harry: Das hatten wir schon lange mal besprochen gehabt, so als Ehering, das Ganze... Und als ich dann im Haus drin war, hat sie`s machen lassen. Fand` ich schon stark.

Jürgen macht weitere Fotos. Harry spricht mit Oliver über die Einfachheit von Reiki. Da sagt Kathi, die seit Beginn des Gesprächs dabei ist, dass sie Kopfschmerzen hat, und fragt Harry, ob er ihr nicht etwas Reiki geben könne. Harry stimmt zu, und Kathi kommt herüber und setzt sich vor Harry auf den Boden, mit dem Rücken zu ihm. Harry nimmt seine Ringe ab, legt Kathi die Hände auf den Kopf und gibt ihr Reiki. Nach einer kurzen Zeit der Stille fängt er an, über Reiki zu erzählen...

Harry: Wenn einer sagt, das ist Quatsch, was du da machst, das ist Spinnerei, dann sage ich: »Ja, ist gut!« Ich bin dann nicht beleidigt, ich war ja früher selber so, das ist schon in Ordnung. ... Manchmal zweifelt man natürlich auch an sich selber, denkt sich »Was machst du da für`n Scheiß?«. Aber im Endeffekt, wenn du`s wieder brauchst, ist es wieder da. Das ist `ne gute Sache, weil es auch immer weiter funktioniert. Du kannst es nicht einfach ablegen. Du musst keine Beiträge zahlen, du musst nicht beten, du musst nicht Handstand machen oder irgendwas... Es ist einfach da, und fertig. ... Manchmal kümmert man sich einige Monate nicht darum, und dann geht es trotzdem wieder.

Harrys Hände liegen weiterhin auf Kathis Kopf. Reiki fließt.

Harry (zu Kathi): Und wie geht`s dir?

Kathi: Ja ...

Harry: Schön warm?

Kathi: Ist echt warm ...
CD-Cover

Wir sitzen noch einige Momente in Stille, während Harry Kathi weiter Reiki gibt. Dann brechen wir auf, denn für Harry steht bald schon das nächste Interview an sowie ein weiterer Auftritt in einer MTV-Sendung.

Oliver: Es hat uns gefreut, dass es mit dem Interview geklappt hat. Nochmals vielen Dank! Und viel Erfolg mit deiner CD!

 

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