Frieden ist unsere wahre Natur

Barbara Simonsohn über Reiki für Frieden


Angesichts der aktuellen Weltlage fällt es vielen schwer, innere Harmonie und Frieden zu finden. Barbara Simonsohn, Reiki-Meisterin und Buchautorin, reflektiert unseren Umgang mit Konfliktsituationen und »hilfloser Wut« und gibt praktische Übungen zur Hand, die helfen können, inneren wie äußeren Frieden zu erlangen.

Friedenstaube

In Harmonie gelangen

Mit Reiki haben wir die Möglichkeit, einen Beitrag zu leisten, Frieden auf der Erde möglich zu machen. Denn Frieden ist eine Qualität transzendentaler, universaler Energie, die vermehrt in diese Welt gebracht und hier verankert werden kann! Mit Reiki können wir uns jederzeit Zugang zu ganzheitlicher, universaler Energie verschaffen und Kontakt mit dem Punkt von Frieden in uns aufnehmen.

Um authentisch Frieden ausstrahlen zu können, müssen unsere äußeren Ebenen des Körpers, der Gefühle und des Verstandes in Harmonie und Einklang mit unseren inneren Ebenen sein. Mit Reiki haben wir ein einfaches und präzises Mittel, unser äußeres Selbst in Harmonie mit unserem Höheren Selbst zu bringen. Sobald wir merken, dass Teile unseres Körpers, unserer Gefühle oder Gedanken nicht mehr harmonisch mit unserer inneren Ebene von Harmonie zusammen schwingen, sollten wir sofort meditieren oder Reiki einsetzen.

Nur wenn wir selbst mehr Frieden, Friedfertigkeit und Harmlosigkeit ausstrahlen, können wir eine friedliche Atmosphäre um uns herum schaffen und negative Schwingungen verwandeln. Ein indisches Sprichwort besagt: »Ist Frieden in der Familie, ist Frieden im Dorf. Ist Frieden im Dorf, ist Frieden im Land. Ist Frieden im Land, ist Frieden in der Welt.« Höhere, feinere Schwingungen überlagern gröbere, negative, sind also in der Lage, sie zu transformieren. Wenn wir nicht in der Lage sind, in der Familie oder am Arbeitsplatz harmonische Beziehungen aufzubauen, können wir nicht erwarten, dass Frieden auf der Welt herrscht.

Wenn wir uns über jemanden aufregen, projizieren wir meistens negative Gefühle auf diese Person. Man regt sich nie nur über das auf, worüber man denkt, dass man sich aufregt. Der andere repräsentiert eine (negative) Einstellung, die man an sich selbst noch nicht wahrgenommen und akzeptiert hat. Die Inder laden uns zu einer spirituellen Übung ein, wenn wir einander begegnen, nämlich zu denken: »Tat twam asi«, was heißt: »Auch das bist du«. Erst wenn wir mit unseren Projektionen aufhören, ist Frieden in unserer unmittelbaren Umgebung und damit auch auf der Erde möglich. Jeden Augenblick unseres Lebens wählen wir zwischen »lieben« oder »Recht haben«, oder zwischen dem Programm »Liebe« oder »Angst«. Wenn wir lieben, leben wir unsere Göttlichkeit, wenn wir aus der Position der Angst heraus handeln, dominiert unser Ego. Wenn wir uns dessen bewusst sind, können wir eine bewusste Entscheidung treffen und sind nicht mehr länger Spielball unserer Emotionen.

Wir leisten einen Beitrag für mehr Frieden auf der Welt, indem wir uns mit der Energie von Frieden in uns verbinden und dadurch diese Schwingung in uns und um uns herum verstärken. Mit Reiki verbessern wir nicht nur unsere Ausstrahlung, sondern bringen tatsächlich mehr Licht und Frieden in die Welt!

Vertrauen in uns selbst

Ich war gerade im Fitnesscenter, als ich im Radio die Nachricht vom Terror-Angriff auf das World Trade Center erfuhr. Zuerst war ich wie gelähmt, ich konnte mich nur noch im Zeitlupentempo bewegen. Wut, Angst und Trauer drohten mich zu überwältigen. Wut darüber, dass Konflikte immer noch mit Gewalt ausgetragen werden, Angst vor der Eskalation der Gewalt und Trauer für die Betroffenen, ihre Familien und Freunde. Ich fühlte mich nicht mehr zu körperlichen Aktivitäten in der Lage, sondern ging in die Sauna. In der Ruhephase richtete ich Energie auf die Erde aus, speziell auf die USA. Dabei hatte ich die Hände auf der Herzposition. Ich fühlte das Leiden, den Schmerz der Betroffenen wie eine offene Wunde. Gleichzeitig nahm ich wahr, wie die Energie von Frieden und Heilung von meinen Händen und meinem Herzzentrum ausstrahlte.

Ich stimmte die Erde in Licht ein und fühlte und »sah«, wie ich dadurch mehr Licht auf die Erde brachte. Mit dem zweiten Grad wird man buchstäblich zu einem Mit-Schöpfer von Licht. Gleichzeitig konnte ich mich tief entspannen und wusste: »Alles wird gut.« Aus Hilflosigkeit war das Bewusstsein geworden, dass jeder etwas für den Weltfrieden tun kann, und die anfangs empfundene Wut hatte einem Gefühl der tiefen Verbundenheit mit allem Lebendigen Platz gemacht.

Um mehr in Kontakt mit unserem inneren Frieden zu kommen, wird eine tägliche Ganzbehandlung empfohlen. Zusätzlich kann man als Meditation die Hände auf die erste Kopfposition (Augen) oder die erste Vorderposition (Herz) legen. Bei der ersten Kopfposition empfehle ich, wenn es möglich ist, sich entspannt in der Embryohaltung, also zusammengerollt, auf die Seite zu legen und den Kopf in den Händen zu vergraben. Wir können dabei wunderbar abschalten und in einen meditativen Zustand kommen.

Mit der Herzposition lernen wir, Gegebenheiten in unserem Leben zu akzeptieren, ohne zu resignieren. Wir lernen Vertrauen in uns, in andere und in das Leben überhaupt: dass das Leben es gut mit uns meint. Diese Position vermittelt uns tiefe Geborgenheit und Trost. Wir fühlen uns geliebt und liebens-wert, eins mit allen und allem.

Man kann auch damit experimentieren, eine Hand quer auf die Augen zu legen, und die andere auf die Herzposition, und so diese beiden Positionen miteinander zu verbinden. Bei einer Gruppenbehandlung kann man die Beteiligten bitten, für einige Zeit alle Hände übereinander auf der Herzposition zu halten. Hierbei erleben viele intensive Gefühle von Glück und Frieden.

Praktische Übungen

1. Wir können uns an der »Friedensmeditation für den Weltfrieden« beteiligen, zu der sich täglich um 12 Uhr mittags und 21 Uhr abends Tausende von Menschen auf der ganzen Welt auf den inneren Ebenen treffen, um etwas für den Frieden auf der Welt zu tun. Schließen wir für mindestens zehn Minuten die Augen, mit den Händen auf der Herzposition. Wir machen uns dabei den Gruppeneffekt zunutze, wonach bei Arbeit mit transzendentaler Energie diese Energie ins Quadrat geht, und bei 200 Beteiligten ein Effekt von 40 000 erzielt wird. Bekannt wurde dieser Effekt als »Maharishi-Effekt«, weil Maharishi Mahesh Yogi ihn das erste Mal für die Transzendentale Meditation entdeckte.
2. Wir können uns beobachten, wie wir uns bei Konflikten und Streitigkeiten verhalten. Gießen wir »Wasser auf die Mühlen«, indem wir uns erregen lassen und laut werden, oder bleiben wir in der Energie von Friedfertigkeit, und lassen wir unser streitlustiges Gegenüber damit ins Leere laufen? Stell dir vor, es liegt Streit in der Luft, und du machst einfach nicht mit! Zum Streiten gehören immer zwei, für Harmonie und Frieden brauchst nur du einzulenken und nachzugeben.
3. Friedensmeditation: Wir setzen uns entspannt und gerade hin und beobachten unseren Atem für einige Minuten. Dann stellen wir uns weißes Licht vor, dass durch unser Kronenzentrum in uns hineinströmt und uns ganz erfüllt. Auf Höhe unseres Herzchakras lassen wir es ausstrahlen. Wir sehen die Erde unter uns. Die Teile, die dunkel erscheinen, beschicken wir mit einem Strahl aus Licht. Wir nehmen wahr, dass viele, viele andere Menschen sich an dieser Lichtarbeit beteiligen, und sehen, dass die Erde allmählich von einem Lichtmantel umhüllt wird, der alle Negativität verwandelt. Unsere Erde ist wieder ein wunderschöner, strahlender Stern im Weltraum.
4. In Alltagssituationen oder während wir einzelne Positionen oder eine Ganzbehandlung machen, können wir mit Friedens-Affirmationen arbeiten, zum Beispiel: »Tiefer Frieden erfüllt mich jetzt«, oder, »Ich bin Frieden. Frieden ist meine wahre Natur.«


Autorin:
Barbara Simonsohn, geb. 1954 in Hamburg, studierte Sozialwissenschaften und erwarb ein Diplom in Politologie. 1983 erwarb sie den 1. Reiki-Grad bei Brigitte Müller und Gary Samer. Ihre Ausbildung zur Reiki-Lehrerin erhielt sie 1985 von Dr. Barbara Ray, Vorsitzende der T.R.T.A.I. (The Radiance Technique® Association International), in der Schweiz und den USA. Seitdem gibt sie Vorträge und Seminare im authentischen Reiki im In- und Ausland. Ende 2000 trennten sich die Wege der T.R.T.A.I. und Barbara Simonsohns. Im Sommer 2001 schloss sie ihre Ausbildung in allen sieben Graden des authentischen Reiki bei Dr. Willy Fraefel, Schweiz, und Gary Samer, Australien, ab. 1995 erschien Barbara Simonsohns erstes Buch über Die Fünf »Tibeter«, 1996 folgte ihr erstes Reiki-Buch »Das authentische Reiki«, das mittlerweile vergriffen ist.

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