Kinderseite - "Pauls Erlebnisse"

Hallo liebes Reiki-Kind,

Barbara, eine Reiki-Freundin, erzählte mir eine schöne Geschichte von ihrem Enkelkind Paul. Als Paul noch in den Kindergarten ging, verbrachte er viel Zeit bei seiner Oma. Seine Eltern waren tagsüber bei der Arbeit, und Oma Barbara freute sich, dass Paul vor und nach dem Kindergarten bei ihr war.

„Paul ist ein ganz lieber Junge. Wie alle Kinder spielt er für sein Leben gerne", berichtete Barbara, „und jeden Tag, nachdem ich ihn vom Kindergarten abgeholt hatte, unternahm er in seinem Zimmer einen ‚Abenteuerausflug' zu seinen Freunden. Ich durfte bei diesen Ausflügen immer in der Nähe sein. Dabei konnte ich die vielen Freunde von Paul nicht wahrnehmen. Sie haben sich nur ihm gezeigt und mit ihm gesprochen, wie er mir hinterher berichtete. Dennoch war es immer spannend dabei zu sein, und ich bin dankbar für diese Erlebnisse."

Paul holte sich, so Barbara, für seine ‚Abenteuerausflüge' immer zwei große Kochlöffel aus der Küche. Damit rannte er dann in sein Zimmer, wo er sich in die Mitte des Teppichs setzte. Dieser Teppich war für ihn der See, und er saß in einem für Barbara unsichtbaren Boot.

„Tschüss Oma, bis später", rief Paul dann gerne, und winkte seiner Oma freudig zu. „Viel Spaß, Paul", verabschiedete sich diese. Nun begann Paul, mit den Kochlöffeln kräftig zu rudern. Schließlich kam er am Seeufer an. Er sprang aus seinem Boot und ging ein Stück am See entlang. Paul freute sich sehr, seine Freunde, die Tiere, zu besuchen. Er strahlte über das ganze Gesicht und summte eine lustige Melodie vor sich hin, so groß war seine Vorfreude. Schließlich kam er beim Schrank an, der nicht direkt an der Wand stand. So konnte Paul hinter dem Schrank verschwinden. Dieser Ort war für ihn der Wald, indem er sich total wohl fühlte und wo er seine Tier-Freunde traf, um sich mit ihnen zu unterhalten. Später berichtete Paul seiner Oma dann immer von diesen Treffen.

So erzählte er ihr, dass ihm einmal ein schneeweißes Kaninchen namens Oskar begegnet sei und sie miteinander gesprochen hätten. „Hallo Oskar", habe er zu dem Kaninchen gesagt, „schön dich zu sehen. Ich muss dich etwas fragen: Oma sagt, dass alle Menschen gleich wertvoll sind. Jeder Mensch ist wichtig auf dieser Welt. Ist das bei euch Tieren auch so?" Oskar sei zur Begrüßung dann erst einmal um Paul herumgehüpft und habe schließlich geantwortet: „Ja, natürlich, das ist bei den Tieren ebenso! Alle Tiere sind gleich viel wert. Jedes hat den für ihn richtigen Platz, egal ob groß oder klein, jung oder alt, dick oder dünn. Ist es nicht toll, dass es so viele unterschiedliche Menschen und Tiere gibt?" Paul nickte zustimmend.

Und plötzlich, so Paul, sei ein freudiges Gekreische zu hören gewesen. Das war Bilbo, der Affe, der von einem Baum zu ihnen herabschaute. Er hielt sich mit nur einer Hand und seinem Schwanz an einem Ast fest. „Hey Bilbo", freute sich Paul, „hast du den langen Schwanz, damit du dich besser an den Bäumen festhalten kannst?" Bilbo lachte: „Ja, er hilft mir, um mich einfacher von Baum zu Baum zu hangeln." „Und wozu brauchen andere Tiere ihre Schwänze?", fragte Paul. „Ich zeige dir durch Schwanzwedeln, dass ich mich freue, dich zu sehen", erklärte der Hund Bruno, der gerade vorbeikam. „Ich freue mich auch, dich zu sehen", strahlte Paul. Nun meldete sich Oskar wieder zu Wort: „Wir Tiere nutzen den Schwanz unterschiedlich. Biber brauchen ihn im Wasser als Ruder. Pferde und Kühe verscheuchen damit die kitzelnden Fliegen. Manche Tiere haben einen ganz kuscheligen Schwanz, um sich damit zu wärmen."

Paul hatte noch viel Spaß mit seinen tierischen Freunden. Dann war es Zeit zu gehen. „Ich gehe jetzt wieder! Macht's gut, bis morgen", verabschiedete sich Paul von seinen Freunden und verließ lächelnd den Wald.

Auf dem Rückweg zum Boot begegnete er noch seinem Schutzengel Jacob. Jacobs strahlendes Licht umhüllte Paul liebevoll, während sich beide begrüßten.

Paul kannte Jacob so lange er denken konnte. Immer wenn er Angst hatte und sich einsam fühlte, rief er nach ihm. Kurze Zeit später nahm er ein warmes, gleißendes Licht wahr, das ihn sanft umfing. Meist hörte er dann Jacobs liebevolle Stimme, die ihn tröstete und beruhigte. Auf seinen Schutzengel konnte er sich verlassen, das wusste Paul inzwischen genau. Er sah ihn nicht immer. Seine Nähe fühlte er aber häufig.

Wenn Paul seiner Oma von seinem Schutzengel erzählt, strahlt er immer übers ganze Gesicht.

Mit leuchtenden Augen sei er, Paul, dann wieder in sein Boot gehüpft und zurück ans heimatliche Ufer gerudert. Dort angekommen, habe er sich auf den Heimweg gemacht. Dabei traf er noch einen Polizisten. Paul wusste von seiner Oma, dass nicht nur Schutzengel, sondern auch Polizisten dafür da sind, uns zu beschützen. „Hallo Herr Polizist, hast du heute schon einen Einbrecher gefangen?" „Hallo Paul, nein, heute ist alles in Ordnung. Du kannst beruhigt nach Hause gehen. Ich habe aber noch eine Frage: Weißt du noch, was ich dir gestern geraten habe?", fragte der Polizist. Paul überlegte, dann fiel es ihm wieder ein: „Ja, du hast gesagt, dass ich nie über die Straße rennen darf, ohne zu schauen, ob ein Auto kommt. Ich soll immer erst nach links und rechts blicken. Mama hat es mir auch schon öfter gesagt. Ich passe auf und vergesse es nicht!", versprach Paul. „Das freut mich", lächelte der Polizist, „Dann geh jetzt heim zu deiner Oma. Sie wartet schon auf dich. Mach's gut Paul." „Tschüss, bis bald", rief Paul – und rannte seiner Oma entgegen.

Oma Barbara stand schon im Türrahmen und schloss ihr Enkelkind zur Begrüßung in ihre Arme. „Schön, dass du wieder zurück bist, mein Schatz", freute sie sich. Paul sah sie glücklich an und meinte: „Du Oma, so ein Ausflug macht ganz schön müde. Kannst du mir bitte ein bisschen Reiki geben?" „Natürlich, mein Schatz", bekam er zur Antwort. Paul liebte Omas Reiki und genoss die tägliche Energiebehandlung in vollen Zügen.

Ich hoffe, dir hat die Geschichte von Barbara über ihren Enkel Paul gefallen. Ich wünsche dir einen spannenden Sommer!

Deine Michaela

 

Hallo, ich heiße Michaela Weidner und erzähle dir hier was Kinder mit Reiki erleben können. Reiki habe ich 1995 kennen und lieben gelernt. Hauptberuflich arbeite ich in einem echten Schloss. Seit 1998 bin ich im Nebenberuf Reiki-Lehrerin. Es ist ein ganz tolles Gefühl Menschen, vor allem Kinder, in Reiki einzuweihen.

Veröffentlichungen:
Das Reiki-Buch für Kinder, Verlag Arche Noah, Peiting, 2. Aufl. 2008
Reiki-Kindergeschichten, edition-empirica, Köln 2010
Die magischen Hände, edition-empirica, Köln 2012

Kontakt:
Michaela Weidner
Lerchenweg 2
72514 Inzigkofen-Vilsingen
Tel./Fax: 07571/14922
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.reiki-fit.de

 

 

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