Reiki reist mit ...

Horst Günther berichtet, wie es zu einer Reise nach Kanada kam, bei der Reiki eine wichtige Rolle spielte.

Reiki hat uns schon in viele Länder der Erde gebracht – ja, manchmal sogar regelrecht „geschickt". Denn wir wurden eingeladen zu kommen. Nie hätten wir daran gedacht, einmal wegen Reiki nach Kanada zu reisen. In den USA und Kanada ist Reiki ja seit vielen Jahren weit verbreitet. Aber bekanntlich heißt es, man soll nie „nie" sagen! So kam es zu der folgenden Begebenheit:

In einem Reiki-Seminar des Ersten Grades in Deutschland erhielt Wolfgang Ebock 1988 die Einweihungen und Anleitungen zur praktischen Anwendung dieser natürlichen Heilungsmethode. Da er sehr ernsthaft interessiert war, erlernte er bereits nach einem Jahr den Zweiten Grad. Danach entschloss er sich, seine Ausbildung zum Reiki-Meister zu beginnen, die er zu einem späteren Zeitpunkt auch erfolgreich abschloss. Seine Lebenspartnerin Heidi Boldt erhielt, ebenfalls in Deutschland, 1989 den Ersten Grad, und ein Jahr später, 1990, den Zweiten Grad.

Meine Frau Edith und ich hatten zu den beiden nur selten Kontakt, bis wir zunächst gar nichts mehr von ihnen hörten und uns auch nicht mehr auf Reiki-Treffen sahen. Es vergingen Jahre, in denen wir voneinander nichts hörten. Bis eines Tages ein Anruf aus Kanada kam: Wir wurden eingeladen. Zu einer Reise nach Kanada konnten wir uns zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht entschließen. 2006 hatten wir dann einen regen Telefon-Kontakt, der mit einer erneuten Einladung endete. Noch immer zögerten wir, denn, so war unsere Überlegung, wenn wir dorthin reisen sollten, würden wir auch gerne etwas von Land und Leuten sehen – was wiederum mit erheblichen Kosten verbunden sein würde.

Reise nach Kanada

Als uns schließlich 2007 zum dritten Mal eine Einladung ausgesprochen wurde, konnten wir nur noch ja sagen! Denn wenn sich die gleichen Dinge drei Mal wiederholen, so unsere Erfahrung, muss es offensichtlich einen tieferen, vielleicht sogar spirituellen Grund dafür geben. (Diese Erfahrung hatten wir bereits viele Jahre zuvor mit unseren Russland-Reisen gemacht.) Also sagten wir zu – und flogen 2008 zum ersten Mal nach Kanada. Da unsere Reiki-Freunde ihr Domizil irgendwo zwischen Vancouver und Banff haben, mussten wir uns einen Mietwagen nehmen und mit einem Navigationsgerät den Weg suchen. Dabei stellten wir fest, wie groß allein der Staat British Columbia ist – ganz zu schweigen von ganz Kanada! Einfach groß-artig!

Natürlich hatten wir uns nach so vielen Jahren viel zu erzählen, praktizierten Reiki und meditierten oft gemeinsam. Dank der Empfehlung unserer Gastgeber machten wir interessante Ausflüge in der näheren und weiteren Umgebung (wobei wir oft weite Entfernungen zurücklegten, da das Land, im Vergleich zu Deutschland, riesig ist). Es kam, wie es kommen musste: Unser Interesse an Land und Leuten war geweckt, um mehr zu erfahren. Daher beschlossen wir, 2009 erneut nach Kanada zu reisen, um unsere Freunde „in the middle of nowhere" zu besuchen.

Überraschende Frage

Zur Planung der neuerlichen Reise kam noch die Idee, ein Erste-Grad-Seminar in Kanada zu geben, das Heidi würde organisieren können. Sie war einverstanden – und so kam es, dass wir 2009 bereits wieder im Flieger nach Kanada saßen. Diesmal jedoch mit unserer kompletten Reiki-Seminar-Ausstattung, inklusive einer Behandlungsliege. Dank der guten Organisation fand das Seminar statt, und da die Teilnehmer sehr interessiert daran waren, noch mehr über Reiki zu erfahren, fügten wir am Ende unseres „Reiki-Urlaubs" noch ein erstes Reiki-Treffen an.

Zwischenzeitlich geschah noch etwas völlig Unvorhergesehenes: Eines Nachmittages saß ich im Garten unserer Freunde und las ein Buch. Ohne dass ich es bemerkte, beobachtete mich Heidi dabei (was ich erst im Nachhinein erfuhr). Einige Tage später sprach sie mich dann an, ob wir bereit wären, sie zur Reiki-Meisterin auszubilden. Sie habe diesen Wunsch ganz intensiv in sich gespürt, als sie mich draußen im Garten habe sitzen sehen. Edith und ich waren völlig überrascht, denn damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. Eine Wiederholung unserer Kanada-Reisen hatten wir zu diesem Zeitpunkt nicht vorgesehen.

Wie gesagt: Man sollte nie „nie" sagen! Heidis Reiki-Erfahrungen seit dem Zweiten Grad 1990 waren mittlerweile wirklich reichlich. Außerdem hatte sie inzwischen viele andere spirituelle Erfahrungen machen dürfen. So waren die Voraussetzungen für eine Ausbildung sehr gut. Edith und ich stimmten also zu, Heidi nach bestem Wissen und Gewissen zu trainieren, auszubilden und in den Meister-Grad einzuweihen.

Meisterausbildung

Nun überschlugen sich die Ideen bezüglich der Durchführung der Meisterausbildung, denn unsere Meister-Schülerin war in Kanada und wir in Deutschland! Das Ergebnis unserer Überlegungen war schließlich: Wir bilden Heidi in Kanada und Deutschland aus! Daraus folgte, dass wir noch während dieses Aufenthaltes mit dem Training begannen. Eine wunderbare und intensive Reiki-Meistereinweihung in einem äußerst spirituellen Rahmen konnten wir noch vor unserer Abreise in Kanada für Heidi zelebrieren.

Wir hatten beschlossen, 2010 zu einem weiteren Training nach Kanada zu kommen, und 2011 das Abschluss-Training in Deutschland durchzuführen. Wir freuen uns, dass Heidi in Kanada – wie andere von uns ausgebildete Reiki-Meister in anderen Ländern – unsere Arbeit fortführt und nun dort Reiki-Seminare und -Treffen veranstaltet.

Im Nachhinein können wir feststellen, dass Reiki wieder einmal nicht nur grenz- und meerüberschreitend, sondern auch zeitüberschreitend arbeitet. Denn nach vielen kontaktlosen Jahren stehen wir nun – trotz großer räumlicher Distanz – in engerem Kontakt zueinander als je zuvor.

 

Horst Günther
Taunusstr. 112

61381 Friedrichsdorf
Tel.: (06172) 71887
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