Reiki-Festival in Gersfeld

Gemeinschaft in Reiki erleben

In diesem Jahr findet das Reiki-Festival in Gersfeld zum 21. Mal statt. Hier halten Feodora von der Chevallerie und Hilde Rentz Rückschau auf das Festival vom vergangenen Jahr – und das Festivalteam gibt einen Ausblick auf das diesjährige Festival, das am 1. November beginnt.

Heute konnte ich endlich zum ersten Mal wieder in den Garten. Was für eine Freude, die ersten Blüten zu entdecken und dem Klang der Vogelstimmen zu lauschen. Und während ich dort tätig war, spürte ich, wie mich die Erde mit Energie versorgte, wie ich mich gekräftigt und vermehrt zum Handeln in der Lage fühlte. Über den Winter hat die Erde die Kraft gesammelt, all die himmlischen Samen zu nähren und zum Blühen zu bringen. Und so ist es für mich auch mit dem Reiki-Festival. Es ist der Raum, in dem neue Samen gesät werden, die himmlische Kraft der Inspiration wirken darf. Und darüber hinaus gibt uns Reiki und die wundervolle Gemeinschaft die Kraft, Neues wachsen zu lassen.

Himmel und Erde

Das Reiki-Festival 2012 war ein wunderbares Fest, welches mir unter anderem die Begegnung mit verschiedenen möglichen Bedeutungsebenen von Himmel und Erde geschenkt hat. Dies begann schon einige Wochen vor dem Festival mit einem Erlebnis an einem Strand in Griechenland. Während des Festivals entfaltete sich dann ein weiter Reigen an Deutungsmöglichkeiten des Festival-Mottos „Den Himmel auf Erden holen", und auch nach dem Festival ließ mich das Thema nicht los. So staune ich noch immer, in wie vielen Zusammenhängen mir in den letzten Wochen und Monaten Himmel und Erde begegnet sind und immer wieder begegnen.

Berührende Erfahrungen

Während des Meistertages und des Festivals durfte ich himmlische „Energie-Übertragungen" erleben. Dabei wurde ich „nebenbei" daran erinnert, dass Himmel und Erde auch im Körper einen Platz haben. Weiteres Wohlgefühl vermittelte der „Garten Eden" – eine berührende Erfahrung der gegenseitigen Zuwendung und Achtung. Alle Festival-Teilnehmer bildeten zwei Kreise, einen inneren und einen äußeren. Wer sich im inneren Ring wiederfand, besuchte gerade den Garten Eden und durfte sich vom äußeren Ring verwöhnen lassen. Die Angehörigen der äußeren Runde bewegten sich um die innen Stehenden herum und versuchten, achtsam zu erspüren, zu wem es sie hinzog und dieser Seele zu geben, was sie gerade benötigte. Dies konnte ein einfaches Halten sein, ein Hände-auflegen, eine sanfte Klopf-Massage oder ... einfach himmlisch!

Lebendiges Wechselspiel

Wie ein roter Faden zieht sich immer wieder das „Miteinander Teilen" durch Festival und Meistertag: Erfahrungen, Klang, Erlebnisse, Gespräche, Emotionen, Bewegung, Umarmungen, Gemeinschaft, Ideen und vieles mehr. Fokke Brink teilte mit uns die Entstehung einer Kalligraphie des Reiki-Symbols. Berührend! In den Kleingruppen teilten die Workshop-Leiter und Teilnehmer ihr Wissen und ihre Erfahrung miteinander. Später präsentierte sich jede Gruppe in großer Runde, und so konnte man auch etwas davon erfahren, was den anderen begegnet ist. So präsentierte beispielsweise die Gruppe, die sich malend mit dem Thema „Himmel und Erde" auseinander gesetzt hatte, in einem bunten Reigen ihre Werke. Inspirierend! Der Workshop zum Thema „Co-Kreation" versuchte zu vermitteln, dass Schöpfung am leichtesten im lebendigen Wechselspiel und Tanz mit dem Universum gelingt. In diesen Tanz wurde die große Runde am nächsten Tag mit hineingenommen.

Kraftvolles Feld

Das Festival 2012 war das 20. Reiki-Festival! Da gehörte es natürlich auch dazu, miteinander Erlebnisse aus 20 Jahren Festival-Geschichte zu teilen. In diesem Zusammenhang ist es mir auch ein Anliegen, all die Menschen zu ehren, die im Laufe der Zeit Teil des Festivals waren – oder es in Zukunft sein werden. Ganz egal, ob sie nun Pioniere der ersten Stunde, Organisatoren, Workshop-Leiter, stille helfende Engel oder Teilnehmer waren oder sein werden: Sie alle sind Teil dieses kraftvollen Feldes „Reiki-Festival". Dank ihnen gibt es diese tragende, verbindende Energie ... und die Möglichkeit, Reiki in einer tollen Gemeinschaft zu erleben. Danke!

Feodora von der Chevallerie

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Der Meistertag auf dem Reiki-Festival

Im letzten Jahr hatten wir etwas zu feiern: das 20-jährige Jubiläum des Reiki-Festivals, auch dafür stand das Motto „den Himmel auf Erden holen".

In meiner Reiki-Umgebung werde ich oft scherzhaft „die Bodenstation" genannt (was mit meinem intensiven Erdkontakt und einem ausgeprägten Beobachterstatus zu tun hat). Aus dieser Perspektive heraus entstanden die folgenden Zeilen

Energie tanken

Bei meinen Vorüberlegungen zum „Meistertag" am 1. November 2012 hatte ich das Bild eines Bades vor mir. Man/frau trifft Vorbereitungen, gestaltet den Raum mit großer Sorgfalt – Kerzen, Kakao, Kekse, ein duftendes Schaumbad –, dann das erste Ein- und Untertauchen ... Wonne pur, bevor schließlich das entspannte Plätschern, Reinigen, Relaxen, Erneuern, Energie tanken erfolgt.

Seit vielen Jahren komme ich nun jeden Herbst nach Gersfeld und helfe schon seit einer ganzen Weile bei der Dekoration mit, den Vorbereitungen, dem Gestalten der Räume, und erlebe dabei immer wieder intensiv die Vorfreude auf das Festival. Und als allererstes kommt immer der Meistertag – er ist wie das erste Ein- und Untertauchen in eine wundervolle Energie.

„Den Himmel auf Erden holen"

Auch in diesem Jahr kam im Bürgersaal wieder ein großer Kreis von Meisterinnen und Meistern (rd. 40 Personen aus verschiedenen Reiki-Richtungen) zusammen – manche waren nur für diesen einen Tag gekommen. Krishna, Peter und Elfi ermöglichten durch ihre Vorbereitungen und ihre Hingabe den Aufbau und das Halten einer ganz besonderen Energie über den gesamten Tag, an dem wir uns gemeinsam „den Himmel auf Erden holten".

Es fand ein reger Austausch zu diesem Festival-Motto statt, und es war spannend zu hören und zu spüren, welch unterschiedliche und vielfältige Bedeutungen das Motto für jeden Einzelnen aus der Gruppe hatte. Wir erlebten Heilenergie durch gemeinsames Tun, arbeiteten mit den Symbolen, die Reiki für uns hält, spürten durch Ki-Übungen die Verbundenheit untereinander.

Gemeinsamer Austausch

Dabei erstaunte mich immer wieder, mit welch großer Ehrlichkeit und Offenheit der Austausch über oft doch sehr persönliche Themen in dieser recht kurzen Zeit des Beisammenseins stattfand. Die Bereitschaft zu Hingabe, zum Lebendig-sein, sich selbst und andere Menschen wahrnehmen und spüren – ich staune so gerne! Der Tag war so angefüllt, dass er mir eher im Bauch als im Kopf in Erinnerung ist. Geblieben sind mir jedoch auch sehr schöne und klare Rückmeldungen, die ich im Austausch bekommen habe, und ich hoffe, dass jede und jeder etwas für sich mitnehmen konnte.

Kurz die Luft anhalten – innehalten – eintauchen – auftauchen – ausatmen, genießen und staunen – das ist eigentlich jedes Jahr meine Erwartung an den Meistertag, und bei diesem Treffen ist mein Wunsch ganz besonders intensiv in Erfüllung gegangen. Um es mit den Worten von Franz von Assisi zu sagen: „Ich werfe meine Freude wie Vögel an den Himmel ..."

Hilde Rentz

 

 

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