Reiki-Geschichten: "Reiki kennenlernen"

Hallo ihr Lieben,

ich finde es immer recht spannend zu erfahren, wie Menschen zu Reiki gefunden haben. Vielleicht geht es euch ja auch so?! Deshalb habe ich mir gedacht, ich teile diesmal mit euch meine Reiki-Geschichte.

Ein Reiki-Seminar ...?

Im Mai 1995 rief mich der Bruder meines damaligen, langjährigen Freundes an. Er erzählte mir von Reiki – und, dass er gerade Reiki-Lehrer geworden sei. Reiki war mir bis dahin so gut wie nicht bekannt.

Als frisch gebackener Reiki-Lehrer wollte er nun – er war hauptberuflich Versicherungskaufmann – sein erstes Reiki-Seminar veranstalten ... und hatte dabei an mich als Teilnehmerin gedacht. Also berichtete er mir am Telefon von Reiki. Dabei erklärte er, dass ich nach dem Reiki-Seminar mit meinen Händen würde heilen können.

Gesunde Skepsis

Da ich ein eher skeptischer Mensch bin, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass wirklich jeder Mensch, der einen Reiki-Kurs belegt, in der Lage sein soll, mit den Händen Heilenergie zu übertragen. Ich dachte: ‚Bei manchen ist dies vielleicht möglich, aber sicher nicht bei allen, und ganz bestimmt nicht ausgerechnet bei mir!’

Im Laufe des Gesprächs wurde ich aber doch ein bisschen neugierig. Dazu kam noch, dass ich ihm damals (zum Glück) einfach nicht sagen mochte, dass ich das Seminar nicht mitmachen wollte, weil es mir einfach zu unglaublich erschien, was er da erzählte. Aber ihr kennt das ja vielleicht auch: Versicherungskaufleute haben gelernt, wie sie ihre Produkte an den Mann bzw. die Frau bringen. Also redete er so lange auf mich ein, bis ich schließlich zusagte. Na ja, immerhin war er ja auch mein „Fast-Schwager“ ;-)

Energieausgleich?!

„Und, was kostet das Seminar?“, war dann meine Frage an ihn. Daraufhin erhielt ich die für mich geradezu schockierende Antwort: „Ich mache dir einen absoluten Freundschaftspreis: 250,- DM.“ Dieser absolute Freundschaftspreis war für mich damals eine Riesensumme, und ich dachte: ‚Boah, so viel Geld für so einen Mist!’. Da ich aber zu diesem Zeitpunkt bereits zugesagt hatte, bat ich ihn nur eindringlich: „Bitte sag’ niemals meinen Eltern, was ich dafür gezahlt habe!“ Das versprach er mir gerne!

Meine Zweifel waren aber nun keinesfalls beseitigt. Ich ging mit keinen besonderen Erwartungen zu diesem Seminar.

Gelungene Atmosphäre

Reiki erlernte ich in einer schönen, angenehmen Atmosphäre. Wir waren rd. zehn Teilnehmer, von denen ich einige kannte. Trotz entsprechender Ankündigung waren die vier Reiki-Einweihungen für mich mit keinem besonderen Aha-Erlebnis verbunden, was mir anfangs meine Skepsis bestätigte.

Beim Erlernen der Handpositionen am Partner erlebte ich dann aber doch zum ersten Mal Reiki. Bei einer Unterleibsposition spürte ich plötzlich ein seltsames Kribbeln und Wärme in meinen Händen. Ich wunderte mich über diese Empfindung und fragte meinen Reiki-Lehrer, ob dies in Ordnung sei. Er freute sich und meinte: „Ja, das ist Reiki!“

Bei keiner weiteren Position fühlte ich dieses Kribbeln und die intensive Wärme in den Händen. Zu meiner großen Überraschung schilderte mir anschließend meine Reiki-Partnerin, dass sie schon seit Jahren Stuhlgang-Probleme habe. Ich konnte es kaum glauben! Reiki floss genau an der Position, an der meine Übungs-Partnerin eine körperliche Störung hatte. Reiki wusste also, wo Energie im Körper gebraucht wird! Dies war für mich ein Schlüsselerlebnis, wodurch meine Zweifel zu schwinden begannen.

„Deine Hände sind warm!“

Wie erwartet, waren meine Eltern sehr skeptisch. „Ja, deine Hände sind warm. Meine sind aber auch warm. Das ist unsere ganz normale Körperwärme. Mit Heilenergie hat das doch wohl eher nichts zu tun“, meinte mein Papa augenzwinkernd. Ich konnte ihn leider (noch) nicht vom Gegenteil überzeugen.

Doch nicht lange nach meiner Reiki-Einweihung waren meine Tante und mein Onkel bei meinen Eltern zu Besuch. Da ich zu dieser Zeit Probleme mit meinem Handgelenk hatte, gab ich mir nebenbei Reiki, unauffällig, wie ich dachte. Meine Tante Bärbel schaute interessiert herüber und fragte plötzlich: „Was machst du da?“.

Diese Frage hat mich erst einmal erschreckt. Ich überlegte, ob ich Reiki erwähnen solle. Bislang hatte ich fast niemandem davon berichtet. Reiki war damals in meinem Bekanntenkreis so gut wie unbekannt, und ich wollte nicht als spinnige Eso-Tante abgestempelt werden ;-)

Als ich ihr dann aber doch wahrheitsgemäß antwortete, dass ich mir Reiki gebe, war sie total begeistert und erklärte, dass mein Onkel Helmut und sie schon seit ca. einem Jahr den ersten Grad hätten. Da waren meine Eltern total platt. Damit hatten sie nicht gerechnet! Ausgerechnet meine Tante Bärbel, die sehr mit Gott verbunden und religiös war, glaubte an so etwas. Dieser Umstand trug sehr dazu bei, dass meine Eltern nun doch begannen, sich für Reiki zu interessieren, zumindest es zu akzeptieren ...

Mit dem ersten Grad habe ich mich hauptsächlich selbst behandelt. Ich war zunächst auch davon überzeugt, dass mir der erste Grad reichen würde.

Der 2. Grad naht

Ungefähr vier Monate später erhielt ich wieder einen Anruf von meinem Reiki-Lehrer. „Du, ich gebe ein 2. Grad-Seminar. Möchtest du da mitmachen?“, fragte er. Nun kam ich ins Grübeln. Eigentlich wollte ich es nicht! Die Reiki-Fernheilungsmethode erschien mir noch viel unwahrscheinlicher als die direkte Energieübertragung. Allein die Vorstellung, jemanden auf die Entfernung mit Reiki zu versorgen, war einfach total abwegig. Das konnte doch nicht möglich sein!

Ich überlegte hin und her. Einerseits war ich neugierig, andererseits kam mir die Möglichkeit, dass das funktionierten könnte, total verrückt vor. Schließlich siegte meine Neugierde, zumal ich dachte, dass es mit dem ersten Grad ja auch geklappt hatte. Und es würde überhaupt keinen Sinn ergeben, wenn der zweite Grad nun nicht auch funktionieren würde, so unglaublich es sich auch anhörte.

Fernbehandlungen funktionieren!

Im Oktober 1995 entschied ich mich also, den zweiten Grad zu machen. Wir waren vier Teilnehmer. Das Seminar war okay, aber es war mir nicht informativ und ausführlich genug. Ich habe anschließend gleich angefangen, an meine Familienmitglieder (die damit einverstanden waren) Reiki zu versenden. Es hat funktioniert! Dennoch hatte ich das Gefühl, mir fehlt etwas.

Einen Monat zuvor hatte ich eine Frau kennengelernt, die Rückführungen durchführte. Dieses Thema hat mich damals schon sehr fasziniert. So habe ich meine spätere Reiki-Lehrerin kennen gelernt. Ich habe mit Margit einen Termin für eine Rückführung vereinbart. Das fand ich spannend! Ich wollte wissen, wer ich früher einmal war. Dabei hatte ich keine Ahnung, dass es sich eigentlich um eine Therapieform handelt. Das ist aber ein ganz anderes Thema, deshalb zurück zu Reiki ...

Heilen mit den Händen in der Bibel

Margit erzählte mir, dass sie auch Reiki-Lehrerin ist. Sie berichtete unter anderem, wie viel Lehrmaterial sie ihren Schülern zu den einzelnen Kursen mitgibt. Besonders imponiert hat mir die Tatsache, dass sie die gesamte Bibel durchgelesen hat, um Stellen zu finden, wo Jesus mit den Händen geheilt hat bzw. wo vom Heilen mit den Händen die Rede ist. Ich selbst hatte zum ersten  Grad nur einen Buchtipp mitbekommen und beim zweiten Grad drei kopierte Blätter.

Nun überlegte ich, ob ich Margit vielleicht ihr Unterrichtsmaterial abkaufen könne, da ich die Kurse ja schon besucht hatte. Ich rief sie an und fragte nach. Wir telefonierten eine Zeit lang. Und schließlich kam ich zu dem Entschluss, den zweiten Grad bei Margit zu wiederholen. Ich hatte das Gefühl, bei ihr gut aufgehoben zu sein. Es war eine gute Entscheidung!

Wundervolle Dinge sind möglich!

Seitdem bin ich ein Fern-Reiki-Fan J  Da nur die Menschen Reiki von mir erhalten, die damit einverstanden sind oder die mich darum bitten, bekamen erst einmal hauptsächlich Familienmitglieder, Verwandte und enge Freunde Fern-Reiki von mir.

Den zweiten Reiki-Grad empfinde ich als sehr spektakulär, weil man damit viele wundervolle Dinge, unabhängig von Zeit und Raum, machen kann. Inzwischen kann ich auf viele tolle Reiki-Erlebnisse und -Erfahrungen zurückblicken, von denen ich euch im Reiki Magazin weiter berichten werde.

Im nächsten Heft lest ihr, wie mein Reikiweg nach dem zweiten Reiki-Grad weiterging. Bis dahin wünsche ich euch einen wundervollen Sommer, mit vielen schönen Reikistunden,

 

Eure Michaela

 

 

Michaela Weidner ist seit 1995 in Reiki eingeweiht. Nebenberuflich führt sie eine Energetische Heilpraxis und gibt Seminare in Reiki und Energetische Aufrichtung. Neben den seit 2001 erscheinenden Reiki-Geschichten im Reiki Magazin sind mehrere Bücher, u.a. „Das Reiki-Buch für Kinder", im Buchhandel oder bei der Autorin erhältlich.

Kontakt:
Michaela Weidner
Lerchenweg 2, 72514 Inzigkofen-Vilsingen
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.reiki-fit.de

 

 

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