„Reiki ist göttliches Licht!“ - Inspirierende Worte von Mary McFadyen

Mehr als fünf Jahre nach dem rätselhaften Verschwinden Mary McFadyens veröffentlichen wir eine Zusammenstellung essenzieller Aussagen aus ihren spirituellen Lehren zu Reiki.

Mary McFadyen ist eine der 22 MeisterInnen, die von Hawayo Takata eingeweiht wurden. Ihre Meistereinweihung erfuhr sie wenige Monate vor Takatas Tod, im Spätsommer 1980.

Nach mehr als 30 Jahren Leben und Wirken als Reiki-Meisterin verschwand sie im Frühjahr 2011 spurlos (das Reiki Magazin berichtete in Ausgabe 1/12). Bis heute ist unklar, ob sie noch am Leben ist oder ihren Übergang in die geistige Sphäre vollzogen hat. Im Gedenken an ihr Lebenswerk veröffentlicht das Reiki Magazin hier Fotos sowie prägnante Zitate von ihr rund um Reiki.

Was ist Reiki?

„Das Besondere an Reiki ist, dass es in jeder Situation verfügbar ist, sei sie ernsthaft oder nicht, kurz oder lang, und dass keine spezielle Planung oder Vorbereitung für seine Anwendung vonnöten ist.“



„In Reiki verkörpert Gott sich auf eine konkrete Weise. Reiki ist Gott in Aktion, wirkend durch einen willigen Partner, den Reiki-Praktizierenden. Reiki ist göttliches Licht, bedingungslose Liebe, und da Liebe die mächtigste Kraft im Universum ist, verwandelt und heilt sie, was immer sie berührt.“

Reiki „ist jenseits von Polarität, und es birgt alle Dinge in sich. Der Versuch, es zu lenken, zu kontrollieren, zu beeinflussen oder Prinzipien, die zu anderen Methoden gehören, darauf anzuwenden, wird einfach eine Beschränkung des Reiki zum Ergebnis haben. Ich schlage meinen Schülern daher vor, dass sie Reiki zu allem hinzufügen, aber nichts zu Reiki hinzufügen.“

Einweihung

„Die Einweihung ist der Fels, auf den Reiki gebaut ist. Sie ist das grundlegende Prinzip, ohne das Reiki, so wie wir es anwenden, nicht existieren würde. Es gibt viele verschiedene Arten von Heilenergie und mehrere Wege, Zugang zu ihnen zu finden. Die Energie des Reiki jedoch und die Methode, sie zugänglich zu machen, basieren auf Initiation.“

„Wenn ein Schüler korrekt durch einen Meister eingeweiht wird, der die Energie in reiner Form durch eine ununterbrochene geradlinige Abstammung in sich trägt, dann ist der Eingeweihte für immer mit dem unerschöpflichen Reiki-Reservoir verbunden.“



„Die Einweihung eines anderen Meisters sollte mit dem größten Ernst und größter Vorbereitung unternommen werden, niemals leichtfertig, gedankenlos oder zu früh.“

Reiki-Symbole

„Die Symbole selbst sind Codes für bestimmte Frequenzen, die einen bestimmten Zweck und eine bestimmte Wirkung haben. Ohne die heilige Zeremonie der unverfälschten Einweihung sind die Symbole selbst von geringem Wert.“

„Das Kraft-Symbol ist die Verkörperung von Reiki; wann immer wir es benutzen, übermittelt es etwas Reiki.“

„Die Mental-Behandlung ist ein äußerst effektives Instrument, um den Körper, den Geist, die Emotionen und die Seele zu heilen. Während wir dieses Symbol benutzen, verbindet und harmonisiert es alle Ebenen des Geistes.“

Zur Fernbehandlung: „Es gibt Universelle Gesetze, was die Heilung einer Person durch eine andere betrifft. Das wichtigste unter ihnen ist, dass der freie Wille einer Person nicht verletzt werden darf. Das bedeutet, dass von der Person, die das Reiki empfangen soll, die Erlaubnis eingeholt werden muss,  bevor ihr Reiki gegeben wird.“

„Wir haben drei Symbole im Zweiten Grad: Das erste verbindet uns mit der Kraft des Universums. Das zweite Symbol verbindet uns mit dem göttlichen Geist. Und das dritte Symbol transzendiert Zeit und Raum! Was gibt es sonst noch Wichtiges?“

Heilung

„Zwei unentbehrliche Zutaten für wahre Heilung sind Liebe und Vergebung. Man kann den Körper heilen, aber es kann sehr viel länger dauern, bis man aufrichtig sagen kann, dass man jemanden liebt, der einem möglicherweise Schaden zugefügt hat, und ihm wirklich zu vergeben.“

„Keine wirkliche Heilung von Körper, Geist oder Seele kann stattfinden, ohne eine gewisse spirituelle Anstrengung seitens des Leidenden.“

Frage: „Hat auch mal etwas mit Reiki nicht geklappt?“ Mary: „Ja. Wenn der Leidende nicht wirklich will, dass es ihm gut geht. Ansonsten können praktisch alle Probleme mit Reiki geheilt werden.“

Vision

Frage: „Was ist deine Vision mit und für Reiki?“ Mary: „Ich denke nicht, dass Reiki von uns eine Vision für sich benötigt. Wir müssen einfach mit Reiki zusammenarbeiten und erlauben, es sich durch uns ausdrücken zu lassen, im höchsten Maße, zu dem wir fähig sind.“

Meditation

„Ich bin nicht gerade groß im Meditieren ... In den ersten Jahren mit Reiki habe ich herausgefunden, dass ich, obwohl ich in einer spirituellen Gemeinschaft lebte, nicht gerade gut darin war, morgens um vier Uhr aufzustehen, um zu meditieren oder andere spirituelle Methoden auszuüben. Ich war immer aufrichtig bei der Sache und hatte viel Hingabe, aber ich war nie groß im Meditieren – nicht, dass ich darüber erfreut bin, es ist einfach so.

Aber ich habe herausgefunden, dass, wenn man Reiki intensiv anwendet – was ich getan habe, d. h. vor allem anderen Menschen Behandlungen zu geben –, dass einen dies an denselben inneren Ort bringt. Reiki ist ein spiritueller Weg, und für mich ist es eine der Stärken von Reiki, dass es ein spiritueller Weg ist. Die Energie selbst ist „Gott-in-Aktion“, sie ist bedingungslose Liebe und göttliches Licht. Und wenn man ständig mit dieser Energie arbeitet, dann kann man nicht umhin, daran zu wachsen, man kann nicht umhin, dabei in die richtige Richtung gelenkt zu werden. Dafür muss man sie natürlich häufig anwenden. Ich denke aber immer noch, dass Meditation nötig ist. Es gibt nichts, was sie wirklich ersetzen kann, insgesamt betrachtet.“

Tod

„Es hat dann noch einige Monate gedauert, bis ich im Dezember bei John Gray in Reiki eingeweiht wurde. Dann ging ich nach Ananda zurück, begierig es anzuwenden, und stellte fest, dass niemand an Reiki interessiert war. Das ging mehrere Monate so, bis ich eine große Vertrauenskrise bezüglich Reiki hatte. Auf meinem gesamten Weg mit Reiki habe ich vor jeder Reiki-Stufe eine große Krise, eine Herausforderung erlebt. Zu jener Zeit aber hatte ich eine echte Krise, ich wusste, dass dies mein Weg war, aber keiner wollte es haben. Was sollte ich machen?

Ich erinnere mich, dass es ein langweiliger, nasser, windiger Märztag war und ich den ganzen Tag nur herumgesessen und hierüber nachgedacht hatte. Am Abend war ich mir schließlich sicher. Ich war an einem Punkt, an dem ich sagte: „Es ist mir gleich wie es aussieht, ich weiß, dass dies mein Weg ist. Ich werde nicht aufgeben, ich werde es machen.“

Die nächste Nacht war richtig stürmisch, mit strömendem Regen, als jemand an die Tür klopfte. Wir wohnten in einem kleinen Trailer in einem Wäldchen. Wir wohnten ziemlich abgeschieden, und für gewöhnlich klopften an dunklen Abenden keine Leute an der Tür. Jemand von der Gemeinschaft war an der Tür, und ich erfuhr, dass eines der älteren Mitglieder der Gemeinschaft Krebs hatte und dass sie gerade vom Arzt zurückgekommen waren, der gesagt hatte, dass es nicht mehr viel gab, was er tun könne.

Der Mann hatte schreckliche Schmerzen, aber er wollte keine Medikamente nehmen, weil er bewusst sterben wollte, mit seinem Geist auf seinen Guru konzentriert. Also sagte ich: „Geht in den Heilungsraum, ich komme gleich hinüber.“ Ich begann ihn zu behandeln, und ich behandelte ihn sechs Wochen lang jeden Tag etwa zwei Stunden, bis ein paar Tage vor seinem Tod. Reiki hielt den Schmerz unter Kontrolle. Er ging nicht ganz weg, aber Reiki hat ihn so weit gelindert, dass er damit leben konnte. Er konnte mit seinem Bewusstsein auf seinen Guru konzentriert sterben, was ein großes Geschenk war.“

Reiki als spiritueller Weg

„Ich habe keinen Zweifel daran, dass Reiki ein spiritueller Weg ist. Und dessen Stärke ist in jedem Fall, dass man keiner Gruppierung angehören muss, dass man an niemanden glauben muss, dass man kein Anhänger von jemandem oder irgendetwas sein muss, dass man sich keinem Glaubens- oder Regelsystem verschreiben muss – und so ist dieser Weg zugänglich für alle, überall auf der Welt, egal, welcher Religion man angehört, welches Glaubenssystem man hat.“

Anfänge von Reiki und die Situation heute

„Reiki ist heute weit über die frühen Stadien hinausgegangen, und die Bedeutung, die die ersten Meister* hatten, ist mittlerweile mehr oder weniger verdunstet. Es ist wahr: Wir waren alle Pioniere, und es war wunderbar, aber heutzutage ist Reiki so enorm verbreitet und so unterschiedlich (und in vielen Fällen auch verdorben), und so viele Menschen nutzen es voller Hingabe und verbreiten es in aller Welt, dass unsere Bedeutung sich radikal verringert hat.

Die Geschichte von Reiki ist interessant, aber auch nicht mehr. Das einzig Wichtige ist, dass Reiki der Welt (wieder)gegeben wurde, und die Wahrheit ist: wie, warum und durch wen ist nicht wirklich von Bedeutung. Meister kommen und gehen, Organisationen werden kommen und gehen, und jede/r wird im jeweiligen Moment seine Bedeutung haben – aber die Gesamtschau ist, dass Reiki ein Eigenleben führt und tun wird, was immer es tun wird.“


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Anmerkung:
* Mary meint hier vor allem die 22 von Takata eingeweihten Meister/innen (zu denen sie gehörte), über die sich Reiki ab den frühen 1980er Jahren weltweit verbreitete.



Quellenangaben:

Alle Zitate zu den Themen „Was ist Reiki?“, „Einweihung“ und die ersten vier Zitate zum Thema „Reiki-Symbole“ aus: „Die Heilkraft des Reiki“, Mary McFadyen, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2003. Die Seitenangaben dazu (in der Reihenfolge der Zitate): S. 30, S. 23, S. 27, S. 164, S. 165, S. 169, S. 150, S. 153, S. 155, S. 160

Das letzte Zitat zum Thema „Reiki-Symbole“, die beiden ersten Zitate zum Thema „Heilung“, das Zitat zum Thema „Meditation“ und das Zitat zum Thema „Reiki als spiritueller Weg“ aus dem Interview mit Mary McFayden von Oliver Klatt, Reiki Magazin, in den Ausgaben 4/06 und 1/07.

Das Zitat zum Thema „Vision“ und das letzte Zitat zum Thema „Heilung“ aus dem Kurz-Interview mit Mary McFayden von Oliver Klatt, Reiki Magazin, Ausgabe 1/09.

Das Zitat zum Thema „Tod“ aus dem Interview mit Mary McFayden von Jürgen Kindler, Reiki Magazin, Ausgabe 2/00.

Das Zitat zum Thema „Anfänge von Reiki und die Situation heute“ aus dem englischsprachigen Buch „Reiki: Transmissions of Light, Vol. 1. The History and System of Usui Shiki Reiki Ryoho“ von Robert N. Fueston, Januar 2016, S. viii

Copyright Fotos Christine Kutter















 





 

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