Buchrezension: „Ein Leben mit Reiki“ von Sabine Hochmuth (Hrsg.)

„Ein Leben mit Reiki – Erlebnisberichte von Reiki-AnwenderInnen“ ist eine sehr gelungene Sammlung von Lebens-Geschichten mit Reiki. Das optisch sehr ansprechende Hardcover ist im Januar 2021 im tredition-Verlag erschienen. Andrea Leitold, eine Reiki-Kollegin, hat den Einband gestaltet.

Nach dem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis folgt eine kurze Widmung und ein ausführliches Vorwort, das die Struktur des Buches vorstellt. Weiter geht es mit ein paar Anmerkungen, die für Menschen nützlich sein mögen, die noch nie mit der spirituellen Welt in Berührung gekommen sind. Der Leser wird hier abgeholt, an die Hand genommen und in verschiedene Welten geführt, in denen die persönlichen Geschichten der AutorInnen ebenso bodenständig wie spirituell sind.

Bevor es allerdings um die sehr persönlichen Geschichten und Schicksale der einzelnen Reiki-AnwenderInnen geht, definiert die Herausgeberin den Begriff ‚Reiki’ in kurzen, verständlichen Worten. Auf die Definition und Erläuterungen zum Ursprung des Begriffs folgen die Anwendungsmöglichkeiten der Methode und Informationen über die Ausbildung zum Reiki-Praktizierenden, Meister und Lehrer.

Im darauf folgenden Kapitel geht Sabine Hochmuth auf die von ihr entwickelte Methode des Intuitiven Reiki ein. Hier beschreibt sie ihr Verständnis vom Entstehen von Symptomen durch Störungen im Energiefluss einer Person. Mit der klaren Definition ihrer Ziele für den Klienten und einfachen, aus dem Leben gegriffenen Beispielen, bringt sie dem Leser ihren Reiki-Stil näher. Auf diesem Verständnis bauen natürlich die Ausbildungsinhalte auf, die die Autorin im Weiteren näher beschreibt. In dem Kapitel geht es auch um die Wichtigkeit der Persönlichkeitsentwicklung und der eigenen spirituellen Praxis, nicht zuletzt mit Hilfe der Reiki-Lebensregeln.

Auf diese „Festlegung der Rahmenbedingungen“ folgen zehn Geschichten verschiedener Reiki-AnwenderInnen, die ihren Weg zu und mit Reiki beschreiben. Eingerahmt werden diese Erlebnisberichte von zwei Texten der Herausgeberin oder „Sammlerin“, wie sie sich selbst nennt. In ihrem ersten Bericht erzählt Sabine Hochmuth von ihrem Werdegang als eine der wenigen hauptberuflich Reiki-Praktizierenden in Deutschland. Im Vordergrund steht dabei, wie in ihrem Reiki-Stil, die aktive und freie Entscheidung.



Die zehn Erlebnisberichte (genau genommen sind es elf) der Reiki-AnwenderInnen beschreiben den Weg eines jeden einzelnen zu Reiki. Die Suche nach Hilfe ist dabei das zentrale Motiv. Krankheit, Schicksalsschlag und Burnout kommen häufig vor – so wie dies auch bei vielen anderen Reiki-Anwendern der Fall ist. Oft höre ich von Betroffenen, sie haben schon so viele Heilmethoden und Medikamente ausprobiert und in Reiki schließlich eine Methode gefunden, die helfe. Die Sammlung der Erlebnisberichte ist somit auch ein Spiegel der Reiki-Szene. Manchmal spielt in den geschilderten Erlebnissen auch der „Zufall“ eine Rolle. Aus scheinbar unerheblichen Gründen wurde eine der AutorInnen auf einen im Internet angebotenen Reiki-Kurs aufmerksam. So unterschiedlich die Wege zu Reiki sein mögen, so ähnlich sind sich die Reiki-AnwenderInnen in ihren Aussagen zu ihrer aktuellen Situation, ihrem Leben mit Reiki. Es fallen Begriffe wie: entspannter, bewusster, klarer, Vertrauen, das Göttliche, Veränderung, Verbesserung. Gemeinsam haben alle Geschichten die Moral: Reiki verändert das Leben. Es macht den Praktizierenden selbstbestimmter, dankbarer und glücklicher. Eine bessere Werbung für Reiki könnte es nicht geben!

Sabine Hochmuth hat, wie sie im Vorfeld schreibt, die Erlebnisberichte nicht verändert, sodass die Diversität der Menschen und ihrer Geschichten erhalten bleibt und der Leser auch Abwechslung im Stil erfährt. Was die Herausgeberin lediglich ergänzt hat, sind die Erläuterungen zu Fachbegriffen, sofern sie in den Berichten verwendet werden. Diese sind sehr kurz formuliert und einfach zu verstehen, sodass der spirituell erfahrene Leser sie mit Vergnügen mitliest und der Reiki-Laie eine kurze und verständliche Erklärung findet. Einige Texte enden mit einem Appell an den Leser; andere inspirieren implizit dazu, Mut zu sammeln und sich mit der Methode zu beschäftigen, um sein Leben zu verbessern.

JedeR der AutorInnen entscheidet, wie viel von seiner persönlichen Geschichte er preisgibt, jedeR von ihnen hat Spannendes zu berichten. Spannend für die, die Reiki schon kennen und praktizieren – aber auch besonders für jene, die sich für diese spirituelle Methode interessieren und einen Einblick in authentisch erzählte Erfahrungen mit Reiki erhalten möchten.

Das Buch endet mit Sabine Hochmuths Darstellung ihrer eigenen Nahtodeserfahrung. Das Kapitel „Der Tod gehört zum Leben – Mein Weg zu Reiki“ ist erstmals in Ausgabe 1/2014 des Reiki Magazins als Artikel erschienen. Die umfangreiche und berührende Beschreibung ihrer Nahtodeserfahrung und deren Folgen ist so gehaltvoll und nachvollziehbar geschrieben wie alle Texte der Herausgeberin in diesem Buch. Der Leser wird mit kurzen und dichten Texten informiert, unterhalten und inspiriert.

Alles in allem ist das Buch ein großer Erfahrungsschatz, der dem Leser Hoffnung gibt und vielleicht die Motivation, wieder „GestalterIn des eigenen Lebens“ zu werden.

Rezensentin: Melina Tobisch

Einschätzung der Redaktion: Ein gelungenes, gemeinschaftliches Reiki-Erfahrungs-Buch!

 

 

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