RVD-Workshop online

Der Reiki-Verband-Deutschland veranstaltet jedes Jahr einen Frühjahrsworkshop. Im April 2021 fand dieser Workshop erstmals online statt. Michaela Weidner, Pressesprecherin des RVD, berichtet von der Planung bis zur erfolgreichen Durchführung.

Im Frühjahr 2020 mussten wir, das Präsidium des RVD, den bereits als Präsenzveranstaltung in Gersfeld geplanten Workshop aufgrund der veränderten Lage kurzfristig absagen. Da somit auch die Mitgliederversammlung nicht stattfinden konnte, entschieden wir uns, diese einige Monate später online per Zoom zu veranstalten. Das war eine gute Übung für unser großes Event im April 2021. Damals war uns das aber noch nicht bewusst. Wir waren nämlich noch der festen Überzeugung, dass wir uns auf jeden Fall in Gersfeld sehen werden.

Verbandsarbeit online

Mit Zoom konnten wir uns schon seit dem Frühjahr 2020 vertraut machen, da sich das Präsidium mindestens einmal monatlich vor dem Bildschirm trifft, um die Verbandsarbeit zu besprechen und gemeinsam zu arbeiten. Bei diesen Sitzungen sind wir höchstens zu sechst. Bei dem Workshop aber sollten nun viel mehr Teilnehmer dabei sein. Die Mitgliederversammlung im August 2020 klappte prima. Vorab hatten wir viel Unterstützung von Patrick Lankau erhalten, der sich u.a. in Verbindung mit seiner Arbeit bei ProReiki gut in das Tool eingearbeitet hat.

Ich selbst nahm im vergangenen Jahr an der ReikiCon teil, die leider auch nur online stattfinden konnte. Dennoch war es eine wundervolle, gelungene Veranstaltung. So konnten wir uns immerhin am Bildschirm sehen, uns austauschen und bereichernde Vorträge erleben. Daher wusste ich, dass auch über den Bildschirm auf jeden Fall ein wunderbares, intensives Reiki-Feld aufgebaut werden kann.

Das Jahr 2020 ging zu Ende, doch es deutete sich keine grundlegende Veränderung der Lage an. Anfang 2021 hofften wir noch immer, dass wir den Workshop in Gersfeld würden veranstalten können. Es war alles vorbereitet: Der Bürgersaal in der Stadthalle, der Caterer, und die Zimmer waren gebucht. Wir hatten die Zusagen von hervorragenden Referenten mit spannenden Vorträgen. Es fehlten uns nur noch ausreichend Anmeldungen und die Sicherheit, dass die Veranstaltung vor Ort stattfinden darf. Doch irgendwie wollte das mit den Anmeldungen nicht so recht klappen. Wir spürten die große Verunsicherung, die in dieser herausfordernden Zeit bei vielen besteht. So entschlossen wir uns im Januar dazu, kein Risiko einzugehen, sondern gleich auf online umzustellen. Das war für alle Beteiligten einfacher, als weiterhin zweigleisig zu planen. Unser großes Glück dabei war, dass fast alle Referenten bereits gute Erfahrungen mit Online-Vorträgen gemacht hatten.

Herausforderung

Die Organisation eines Workshop-Wochenendes samt Mitgliederversammlung bringt immer viel Arbeit mit sich. Die Veranstaltung online stattfinden zu lassen ist dabei eine weitere große Herausforderung. Zur Vorbereitung haben wir uns Mitte März an einem Wochenende in einer Klausurtagung in Gersfeld getroffen. Vorab wurde die Erlaubnis bei den Behörden eingeholt. Sogar die Polizei wurde über unser Kommen informiert. Dies war unser erstes Treffen in Person, in der neuen Präsidiumskonstellation. Aufgrund der Hygieneregeln durften wir uns leider nicht umarmen, mussten Maske tragen und Abstand halten. Das war zwar sehr schade, aber nicht zu ändern. So konnten wir aber dennoch vieles einfacher besprechen und erarbeiten.

Je näher der April kam, umso klarer wurde, dass wir genau richtig entschieden hatten. Die Durchführung einer Veranstaltung vor Ort wäre nicht möglich gewesen. Nach und nach trudelten dann die Anmeldungen ein. Unsere Präsidentin, Margarete Schenn, veranstaltete im Vorfeld noch zwei Übungstermine. So konnten Interessenten, die keine Erfahrung mit Online-Veranstaltungen hatten, sich vorher noch etwas ausprobieren.

Wir waren etwas aufgeregt, ob alles wohl so funktionieren würde, wie wir es uns vorgestellt hatten. Es war alles gut organisiert. Die Präsidiumsmitglieder und die Referenten (während ihres jeweiligen Vortrags) wurden zu Co-Hosts ernannt, sodass jeder bei Bedarf reagieren konnte. Für Einwahlschwierigkeiten hatten wir eine Notfall-Handy-Nummer angegeben. Während der Vorträge konnten die Teilnehmer Fragen in den Chat schreiben oder ihre virtuelle Hand heben. So konnte ein wunderbarer Austausch stattfinden, und jeder wurde gehört.

Verbundenheit

Fast 40 Teilnehmer waren von Freitagvormittag bis Sonntagnachmittag dabei. Unser Dank geht an jeden Einzelnen. Alle zusammen haben dazu beigetragen, dass alles wunderbar verlaufen ist. Wir durften gemeinsam dieses kraftvolle, intensive Reiki-Feld spüren. Wie bei unseren persönlichen Treffen, fühlten wir auch am Bildschirm eine tiefe Verbundenheit und Vertrautheit, und wir haben diese wundervolle Atmosphäre sehr genossen. Die Referentinnen, Elke Porzucek, Sabine Hochmuth, Regina Zipfl sowie Andrea Leitold, und der Referent, Frans Stiene, waren allesamt sehr gut vorbereitet. Wir konnten viel lernen und neue Erkenntnisse gewinnen. Unsere Präsidentin, Margret Schenn, begrüßte uns jeden Tag mit dem Entzünden einer Reiki-Kerze, die am Ende des Workshop-Tages wieder gelöscht wurde.

Am Freitagvormittag begann der Frühjahrsworkshop mit der „Meisterzeit“. Dieses Jahr hatten wir uns für ein wichtiges Thema entschieden: Elke Porzucek brachte uns mit ihrem Vortrag „Reiki und die Geschenke des Schattens“ unserem eigenen Schatten näher. Nach der Mittagspause begrüßte Margarete die Teilnehmer zum Start des Workshops in die Praxistage. Zum Ankommen gab es eine kleine Meditation. Mit dem Vortrag von Sabine Hochmuth „Erfolgreich selbstständig mit Reiki“ hatten wir dann gleich den perfekten Einstieg.

Am Samstagvormittag veranstalteten wir un­sere Mitgliederversammlung. Diese war recht gut besucht, und wir freuten uns über den intensiven Austausch mit unseren Mitgliedern. Nach der Mittagspause ging es mit dem Workshop-Programm weiter. Frans Stiene brachte uns die „Spirituellen Aspekte des Reiki-Systems“ näher. Ein besonderes Erlebnis war das gemeinsame zehnminütige Chanten der Lebensregeln auf Japanisch. Der Vortrag wurde von Elke Porzucek ins Deutsche übersetzt. Am Abend gab es noch die Möglichkeit, an einer Meditation und einem interessanten Reiki-Austausch teilzunehmen.

Am Sonntagvormittag durften die Teilnehmer zwei weiteren tollen Vorträgen ­lauschen. Spannend war Regina Zipfls Vor­trag „Reiki und die metamorphische Methode“. Bei der Metamorphose geht es um die Umwandlung von Lebensmustern. Mit dem bereichernden Vortrag „Das Körperselbst von Ängsten befreien“ beendete Andrea Leitold unseren rundum gelungenen Frühjahrsworkshop 2021.

Dankbarkeit

Mit großer Dankbarkeit im Herzen schauen wir auf unseren ersten Online-RVD-Frühjahrsworkshop zurück. Auch Online-Angebote haben ihre Vorteile und sind „für zwischendurch“ immer eine schöne Sache, weil man spontan teilnehmen kann. Die langen Fahrzeiten, Benzinkosten und Übernachtungskosten fallen weg. Man kann gemütlich zu Hause vor dem Bildschirm sitzen. Dennoch freue ich mich schon riesig darauf, meine Reiki-Freunde hoffentlich bald wieder zu umarmen, und sie nicht bloß als kleines Bildchen auf dem Rechner zu sehen. Auf Dauer wären Online-Workshops für mich persönlich also keine Option.                   

 

Michaela Weidner ist seit 1995 in Reiki eingeweiht. Nebenberuflich betreibt sie die Energetische Heilpraxis Reiki-Fit und gibt Seminare in Reiki, Energetischer Aufrichtung und Traditionellem Besprechen. Von 2001 bis 2019 erschienen die Reiki-Kinderseite sowie Reiki-Erfahrungsberichte von ihr im Reiki Magazin. Sie ist Autorin mehrere Bücher, u.a. „Das Reiki-Buch für Kinder“ und „Die magischen Hände – Ein spiritueller Roman“. Seit April 2020 hat Michaela das Amt der Pressesprecherin beim Reiki-Verband-Deutschland übernommen.

Kontakt:
Michaela Weidner
72514 Inzigkofen-Vilsingen
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.reiki-fit.de

 

 

 

 

 

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