Reiki und der Spatz

Und hier ein weiterer der 13 zum Reiki Magazin-Schreibwettbewerb von 2021 eingesandten Texte; dieses Reiki-Erlebnis stammt von Jessica Hamann.

Ich bin seit März 2019 in den 2. Reiki-Grad eingeweiht und habe viele schöne Momente erlebt. Auch mit Tieren. Aber das für mich schönste Erlebnis hatte ich mit einem kleinen Spatz.

Auf der Straße

Ich wollte zu meiner Freundin gehen. Als ich auf den Bürgersteig vor ihrem Haus kam, sah ich drei Vögel vor mir sitzen. Links eine große Möwe, in der Mitte der Spatz, und rechts ein Rabe. Ich ging etwas langsamer und dachte, sie würden alle wegfliegen, wenn ich näher komme. Die Möwe und der Rabe taten es auch – aber der Kleine blieb einfach sitzen, auch als ich direkt neben ihm stand.

Ich wunderte mich, denn als ich mich neben ihn hockte, machte er immer noch keine Anstalten, wegfliegen zu wollen. Ich muss dazu sagen, dass ich von klein auf immer große Angst vor Vögeln hatte, egal ob vor großen oder kleineren. Doch irgendwie sah ich dem Spatz an, dass es ihm nicht gut ging ... und die Möwe und der Rabe schlichen um den Kleinen herum. Ich glaube, die beiden meinten es nicht gerade gut mit ihm.

Plötzlich ...

Also nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und hob den Spatz hoch. Er ließ sich wortlos auf meine Hände, und dann ganz plötzlich, wie aus dem Nichts, gab es eine Regung. Er fing lautstark an zu schimpfen – und seine Familie, die in einem Baum in der Nähe saß, stimmte mit ein.

Um ihn etwas zu beruhigen, legte ich eine meiner  Hände über seinen Kopf und Körper. Ich merkte, dass er anfing zu zittern – und doch meckerte er immer noch. Und so begann ich mit ihm zu reden und gab ihm dabei Reiki. Ich dachte, vielleicht ist er aus dem Nest gefallen und hat sich verletzt, oder er steht unter Schock. Ob er überhaupt schon fliegen konnte?

Der Kleine sah noch sehr jung aus, deshalb machte ich mir Sorgen. Aber mit ihm sprechend und Reiki gebend ging ich nach Hause und setzte mich dort, mit ihm in meinen Händen, auf den Stuhl auf meinem Balkon, wo so schön die Sonne schien. Er wurde jetzt immer ruhiger, und zu meiner großen Überraschung ist er dann irgendwann eingeschlafen.

Reiki für den Spatz

Ich sprach weiter mit ihm und gab ihm auch weiterhin Reiki mit dem SHK- und dem CKR-Symbol. Ich weiß nicht mehr wie lange ich so gesessen habe, aber nach einer ganzen Weile merkte ich, dass er sich langsam bewegte. Ich hob die oben liegende Hand etwas hoch, und er streckte seinen Kopf in die Sonne, die ihn wohl blendete – woraufhin er sich schnell wieder verkroch.

Doch nach und nach kam er unter der Hand hervor, schaute sich um und machte immer wieder den Schnabel auf. Ich dachte, vielleicht hat er Durst, und so rief ich meine Mutter, ob sie vielleicht eine Schale mit Wasser bringen könne. Aber meine Angst war wieder da, so dass meine Mutter ihren Finger nass machte und dem Spatz den Finger hinhielt und der Kleine so das Wasser trinken konnte. Er hat es gerne genommen. Er erholte sich langsam wieder, blieb aber noch in meinen Händen sitzen und schaute sich von dort aus die Welt an.

Die Lebensgeister kehren zurück

Auf dem Balkontisch steht eine Pflanze mit drei Stöcken darin, der eine liegt quer. Nun musste es dem Spatz wohl immer besser gehen, denn er baute sich jetzt auf ... und flog auf den quer liegenden Stock. Dort angekommen zwitscherte er lautstark.

Jetzt konnte ich ihn mir mal richtig ansehen. Er hatte braune Kulleraugen, hellbraune Federn, teils weiß durchzogen, und am Schnabel links und rechts einen gelben Streifen. Wenn er den Schnabel öffnete, gingen die Streifen nach hinten, und es sah so aus, als würde er lachen.

Ich beobachtete ihn, wie er auf diesem Stock saß und zwitscherte und tippte Gedanken verloren mit meinem Finger in der Wasserschale umher. Plötzlich flog er auf den Rand der Schale und trank selbstständig. Das war sehr schön anzuschauen.

Danach flog er noch mal auf den Stock zurück. In dem Moment wollte ich ihn auch mal streicheln und nahm wieder meinen ganzen Mut zusammen und strich ihm über den Kopf und seinen Körper. Er schaute mich an, lächelte ... und zwitschernd flog er davon.

Tolle Erfahrung

Ich gab dem kleinen Kerl den Namen Norbert, denn ich fand, der passte perfekt zu ihm. Ich war sehr berührt, eine so tolle Erfahrung machen zu dürfen, und bin sehr dankbar dafür.


„Mein Name ist Jessica Hamann, ich bin ledig und EU-Rentnerin. Seit 2006 bin ich in Reiki eingeweiht. Ich bin 41 Jahre alt.“

 

 

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