Reiki - Tradition und Modern

Oliver Klatt, Chefredakteur des Reiki Magazins, mit einem Essay zur aktuellen Situation von Reiki in der Welt.


Als Reiki-Meister, der erst vor kurzem in den Meistergrad eingeweiht wurde, ist es mir ein Anliegen, die rasante Entwicklung, die Reiki in den letzten Jahren genommen hat, nachvollziehen zu können. Es ist mein Eindruck, dass ich nur wissen kann, wo ich mit Reiki stehe, wenn ich weiß, wo Reiki als Ganzes steht. Mir ist bislang kein Text bekannt, der den Versuch einer umfassenden Standortbestimmung in Sachen Reiki unternimmt. Da ich einen solchen Text jedoch für wichtig halte, habe ich mich dazu entschlossen, ihn selbst zu schreiben. Seit 1994, als ich die Einweihung in den ersten Grad erhielt, bekam ich den Prozess, der primär auf der Meister-Ebene stattfand, nur am Rande mit. Spärlich waren die Informationen, die bis zur Schülerebene durchdrangen. Seit kurzem liegen nun zahlreiche Veröffentlichungen von verschiedenster Seite vor, so dass es möglich geworden ist, einen zusammenfassenden Text zur Situation von Reiki - unter Angabe von nachvollziehbaren Quellen - zu schreiben. Dies ist mein Versuch einer Bestandsaufnahme in Sachen Reiki. Es mag von Vorteil sein, dass ich in die Entwicklung bislang kaum persönlich involviert war; mit einem gewissen Abstand sieht es sich oft klarer. Ich wünsche mir, dass mein Text zur Bewusstwerdung der Gesamtsituation beiträgt, in der wir uns mit Reiki befinden - dass er hilft, Halbwissen und verhärtete Positionen abzubauen sowie gegenseitige Toleranz für den gemeinsamen Prozess zu fördern.

Viel ist in den letzten Jahren über Reiki geschrieben worden. Seit Phyllis Furumoto, Trägerin der Linie des Usui-Systems der Reiki-Heilung, im Frühling 1988 auf der Reiki-Alliance-Konferenz in Deutschland mit den dort anwesenden Reiki-Meistern ihre Gedanken darüber teilte, dass sie nicht die einzige Person sein könne, die Meister einweihe (1), hat sich die Reiki-Welt in rasantem Tempo verändert. Phyllis Furumoto hatte ihre Worte an einige wenige Meister gerichtet (2), doch in den folgenden Jahren setzte ein Prozess ein, der dazu führte, dass sich die »Reiki-Welt« regelrecht überschlug. In guter Absicht, aber offenbar ohne ausreichende Erfahrung weihten zahlreiche Meister wiederum Meister ein, die schon bald ihrerseits neue Meister einweihten, so dass eine regelrechte Lawine von Meistereinweihungen ins Rollen kam. Es gab kaum Struktur oder Führung für Meister, die sich mit dem Gedanken trugen, Meister einzuweihen. (3) In den Augen vieler führte diese Entwicklung dazu, dass »die Integrität und die Form des Systems und die Verkörperung der Methode, die nur aus jahrelanger, verbindlicher Anwendung und Erfahrung kommen kann, verloren ging.« (4) Dieser Prozess führte dazu, dass es mittlerweile Meister gibt, die bei der Rückverfolgung ihrer Einweihungslinie auf bis zu zehn Meister und mehr zwischen sich und Hawayo Takata kommen; wohlgemerkt nach einem Zeitraum von insgesamt nur zwölf Jahren. Zum Vergleich: Hawayo Takata wartete fast vierzig Jahre, bis sie begann, Meister einzuweihen. (5)
Diese Entwicklung hat die »Reiki-Welt« in den 90er Jahren, vor allem auf der Meisterebene, zutiefst erschüttert und in weiten Teilen für chaotische Verhältnisse gesorgt. Noch heute fällt es offenbar vielen schwer, von den Zeiten Abstand zu nehmen, in denen - wie ich den Erzählungen einiger Meister entnehme - eine gewisse Renitenz und Selbsteingenommenheit einerseits sowie Abspaltung und »Egotrips« andererseits an der Tagesordnung waren. Unvergesslich wird mir eine Reiki-Podiumsdiskussion mit dem Titel »Reiki - das umstrittene Erbe des Dr. Usui« bleiben, die ich im Februar 1996 in Berlin besuchte. (6) Dabei kam es zu teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen einigen der Beteiligten, wobei es überwiegend darum ging, wer nach wessen Meinung was warum darf oder nicht. Viele Wunden sind noch nicht verheilt, und einige Narben werden wohl für immer bleiben. Nur gut, dass wir alle miteinander eine Heilkunst praktizieren.

Vielfalt an Reiki-Formen

Wie dem auch sei, es bleibt festzustellen, dass dieser Prozess auch dazu führte, dass Reiki sich in unglaublicher Geschwindigkeit weltweit verbreitete. Zudem führte die rasante Verbreitung von Reiki auf verschiedenste Weise zu einer Vielfalt an Reiki-Formen. Vielen dieser neu entwickelten und zum Teil auch »wiederentdeckten« Formen liegt prinzipiell das Usui-System der Reiki-Heilung in der Form zugrunde, wie es heute von den Mitgliedern der Reiki Alliance und anderen praktiziert und von dem Großmeisterbüro des Usui-Systems der Reiki-Heilung in Person von Phyllis Furumoto, Trägerin der Linie, und Paul Mitchell, Oberhaupt der Disziplin, vertreten wird.
So versteht sich das von Lama Yeshe und Paula Horan gelehrte Medicine Dharma Reiki als eine Erweiterung des traditionellen Reikis, das für Menschen geeignet ist, die mit ihrer Reiki-Praxis weiter und tiefer gehen wollen. (7) Medicine Dharma Reiki, auch Men Chhos Reiki genannt, basiert auf Tagebuchnotizen und Briefen Dr. Usuis an seine Schüler, die kürzlich wiederentdeckt wurden, sowie auf buddhistischen Schriften, die Dr. Usui studierte und lehrte. (8)
Auch das von William Lee Rand entwickelte Karuna-Reiki versteht sich als eine Ergänzung des traditionellen Reiki-Systems. Karuna-Reiki, das zusätzliche Behandlungssymbole und Praktiken zu den verschiedensten Zwecken umfasst, kann nur lernen, wer im Usui-System den zweiten Grad hat, und zum Karuna- Meister werden nur Usui-Meister ausgebildet. (9)
Als eine auf dem Usui-System aufbauende, ganzheitliche Energiearbeit sieht Gerda Edith Drescher das von ihr entwickelte Rei-Ki-Balancing. Kernstück dieser Methode sind die sogenannten Fußöffnungen, also Reiki-Einweihungen an den Füßen, wodurch eine verstärkte Erdung der Reiki-Praktizierenden erreicht werden soll. (10)
Neben den Reiki-Formen, die sich als Erweiterung des traditionellen Reikis verstehen, gibt es Reiki-Meister, die die »Reiki-Welt« mit der Wiederentdeckung von Schriften aus der Zeit Dr. Usuis nachhaltig bereichern und ihre Kenntnisse und Erfahrungen in Seminaren vermitteln.
So wurde Frank Arjava Petter im Rahmen seiner Nachforschungen in Japan das Handbuch zugänglich, das Dr. Usui in den 20er Jahren persönlich für seine Schüler zusammengestellt hat. Dieses enthält zahlreiche Meditationspraktiken und Handpositionen, die von Dr. Usui gelehrt wurden, weiterhin die von ihm sehr geschätzten 125 Gedichte des Meiji-Kaisers (der Japan von 1868 bis 1912 regierte) und eine Erklärung Dr. Usuis, warum er Reiki öffentlich lehre sowie die Niederschrift eines Gesprächs mit Dr. Usui. (11) Die verschiedenen Teile dieses Handbuchs veröffentlichte Frank Petter in mehreren Büchern. (12) Zusammen mit seiner japanischen Frau Chetna Kobayashi gibt er weltweit Seminare, in denen er die Meditationspraktiken und Handpositionen Dr. Usuis gemäß dem Handbuch Dr. Usuis (Usui Reiki Ryoho Hikkei) lehrt.
Der Sanskritforscher Don Alexander, der viele Jahre als buddhistischer Mönch in Thailand gelebt hat, betreibt seit Jahrzehnten Quellenstudium und trifft sich mit Menschen, die Dr. Usui, Dr. Hayashi und Hawayo Takata kannten und mit ihnen arbeiteten bzw. von ihnen Reiki lernten. In seinen Seminaren vermittelt er vor allem Hintergründe zu den Ursprüngen und der Bedeutung der traditionellen Reiki-Symbole und Mantren wie auch Meditationsübungen buddhistischen Ursprungs. (13)

Reiki-Formen in Entstehung

Neben der Reiki-Arbeit bzw. den Reiki-Formen, die sich als eine Erweiterung der traditionellen Reiki-Praxis verstehen, gibt es auch Reiki-Formen, deren Gründer diese - mehr oder weniger auf dem Usui-System aufbauend - als ein komplett eigenständiges System sehen. So entwickelte z. B. Walter Lübeck auf Grundlage des Lebenswerkes von Dr. Usui sein Rainbow Reiki®, das »zu 20 Prozent aus traditioneller Grundlage und zu 80 Prozent aus Eigenentwicklung besteht« (14). Mit seinem Rainbow Reiki® stellt er Verbindungen her zwischen Reiki und Aura- und Chakrenarbeit, feinstofflichen Dimensionen, Orten der Kraft, Schamanismus, Pendeln, Mandalas und sogenannten Reiki-Essenzen. (15)
Ein eigenes Reiki-System entwickelte auch Eckard Strohm. Nachdem er, laut eigener Aussage, auf der geistigen Ebene einen persönlichen Kontakt zu Dr. Usui hergestellt habe und dieser ihn gebeten habe, eine neue Organisation zu gründen, die u.a. den christlichen Teil von Reiki mehr betonen solle, habe er von Dr. Usui die Einweihung zum Großmeister für Reiki erhalten. Im Anschluss gründete er die Reiki Association International (RAI), die eine Kombination aus Reiki und dem aus Atlantis stammenden AROLO-System lehrt. (16)
Eine weltweit tätige Organisation ist die TRTIA (The Radiance Technique International Association), vormals TRTAI (The Radiance Technique Association International), davor AIRA (American International Reiki Association). An der Spitze dieser Organisation steht Dr. Barbara Weber Ray, die von Hawayo Takata zur Reiki-Meisterin eingeweiht wurde. Sie empfing, laut eigener Aussage, »Ende 1979 von Hawayo Takata, dem einzigen Menschen in der westlichen Welt, der dieses Wissen hatte, vollständige Instruktionen über alle sieben Grade der Einstimmung, die das authentische System von Dr. Usui ausmachen.« (17) Sie sieht sich als der einzige Mensch, »dem Frau Takata dieses einzigartige System in seiner Ganzheit anvertraute« (18), weshalb sie die Verantwortung habe, es intakt zu erhalten. Die Lehrer der TRTIA lehren dieses System unter den Bezeichnungen The Radiance Technique, Real Reiki, Das Offizielle Reiki-Programm, Das authentische Reiki etc. (19)
Weiterhin gibt es Reiki-Formen, die ihren Ursprung noch vor Hawayo Takata haben. So erhielt der Australier Dr. Ranga Premaratna über die Linie Dr. Usui - Dr. Hayashi - Sensei Takeuchi - Seiji Takamori im Jahre 1990 von dem buddhistischen Mönch Seiji Takamori die vollständige Unterweisung in einer Meditationspraxis, die auf tibetisch-buddhistischen Methoden basiert, welche den Hintergrund für die Lehren Dr. Usuis bildeten. Heute lehrt Dr. Ranga Premaratna das Enersense-System, das auf Reiki Jin-Kei Do und dem Buddho-System des Heilens basiert. (20)
Und schließlich gibt es, wie wir seit den Nachforschungen Frank Arjava Petters wissen (21), in Japan die von Dr. Usui persönlich im Jahre 1922 gegründete Usui Reiki Ryoho Gakkai (»Gesellschaft für das Heilen durch Usui-Reiki«) mit Sitz in Tokio. Dabei handelt es sich um eine Vereinigung, deren Mitglieder Reiki noch heute nach dem Handbuch lehren, das Dr. Usui für seine Schüler zusammengestellt hat - jenes Buch, das von Frank Arjava Petter in den letzten Jahren in mehreren Teilen veröffentlicht wurde (s.o.). Seit dem Tode Dr. Usuis im Jahre 1926 gibt es eine lückenlose Folge von Präsidenten, die der Gesellschaft vorstehen. (22)
Neben den bislang skizzierten Reiki-Formen existieren weltweit schätzungsweise rund dreißig weitere Reiki-Formen (z.B. Saku Reiki, Blue Star Reiki, Reiki Plus, Raku Kei, tibetanisches Reiki, Reiki des Goldenen Zeitalters, Neo Reiki etc.), von denen viele wiederum Untergruppen und Verzweigungen haben. (23) Welche Reiki-Formen nachhaltig von Bedeutung sein werden, wird sich in den nächsten Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten noch zeigen.

Die Erforschung von Reiki

Während zahlreiche Reiki-Praktizierende heutzutage Reiki »pur« - also ohne zusätzliche Mittel, durch einfaches Handauflegen - ausüben, wenden andere wiederum Reiki (auch) in Kombination mit einer anderen Heilweise an. So wird Reiki z. B. in Verbindung mit Edelsteinen praktiziert (24) oder auch in Verbindung mit Bachblüten oder Aura-Soma. (25) Weitere Kombinationen sind die Anwendung von Reiki in Kenntnis bzw. unter Berücksichtigung der Chakren, der Meridiane, der Akupressurpunkte und/oder der Aura eines Lebewesens. (26)
Ob nun in Kombination mit anderen Mitteln bzw. Kenntnissen oder »pur« - der Anwendungsbereich von Reiki, der universalen Lebensenergie, beschränkt sich nicht allein auf Menschen, sondern umfasst auch die Behandlung von Tieren, Pflanzen und sogar Mineralien. Reiki-Praktizierende, die gar ihrem Auto oder ihrem Computer Reiki geben, sollen damit gute Erfolge erzielen.
Das Herumexperimentieren mit Reiki bzw. etwaige daraus entstehende Kombinationen mit anderen Mitteln oder Formen sind, so lange dabei mit Respekt gegenüber der vom Meister übermittelten Form sowie unter Achtung des freien Willens eines jeden Menschen vorgegangen wird, sicherlich nicht etwas, was es zu vermeiden gilt. Schon immer ging die Entwicklung der Menschheit dadurch voran, dass Menschen etwas Neues ausprobierten und damit neue, unkonventionelle Wege beschritten. Dr. Usui selbst war eine solche Forschernatur, wie uns die Reiki-Geschichte übermittelt, und hätte Dr. Hayashi nicht entgegen den in Japan damals üblichen Gepflogenheiten Frau Takata, eine »Nikkeijin« (eine Japanerin, die im Ausland lebt und deren Verbundenheit mit dem japanischen Kulturkreis deshalb nicht mehr die ursprüngliche Tiefe besitzt (27), in Reiki eingeweiht, wäre Reiki womöglich nie oder erst sehr viel später in den Westen gekommen.
Worauf es allerdings ankommt bei der Erforschung der Möglichkeiten, die uns Reiki bietet, ist, wie ich denke, die Haltung, die von dem Erforschenden an den Tag gelegt wird. Und dies um so mehr, wenn die Erkenntnisse und Handlungen über den persönlichen Erfahrungsbereich hinaus mit anderen kommuniziert werden. Dabei ist eine respektvolle Haltung gegenüber der Menschheit und der gesamten Schöpfung sowie gegenüber dem einweihenden Meister und der Gesamtheit der Reiki-Praktizierenden sicherlich angebracht und bildet die Basis, auf der allein eine Erforschung und Erweiterung erst sinnvoll erscheint. Im übrigen ist es für jeden, der in Folge seiner Reiki-Forschungsarbeit - ob nun auf eigenen Erfahrungen oder »gechannelten« Informationen basierend - eine neue Reiki-Form gründet, wohl ratsam, zunächst einmal die Motivation genauestens zu untersuchen, die seinem Vorgehen zugrunde liegt.
Angesichts der vielen Tabubrüche in den letzten Jahren, die in der Veröffentlichung der Reiki-Symbole des zweiten Grades und des Meistergrades gipfelten, ist es nur verständlich, dass einige erfahrene Meister zur Zeit ihr Wissen nur noch mündlich oder bestenfalls in »kleinen Portionen« schriftlich weitergeben. So gibt es bislang noch kein Buch von Don Alexander, dessen profundes Wissen über die Reiki-Geschichte und die Reiki-Symbole in Form einer Niederschrift sicherlich eine Bereicherung der »Reiki-Welt« wäre. Und auch von Phyllis Furumoto bzw. dem Großmeisterbüro des Usui-Systems der Reiki-Heilung gibt es bislang kein Buch, das die Form des Reiki, wie es die Mitglieder der Reiki Alliance praktizieren - das von vielen als »Takata-Reiki« bezeichnet wird - umfassend beschreibt. Da Reiki über Frau Takata in die USA gelangte und sich von dort aus weiter nach Europa ausbreitete, ist diese Form für nahezu alle Reiki-Praktizierenden im Westen, die weltweit die Mehrheit bilden, die Basis für ihre Reiki-Praxis. Insofern kommt dieser Form eine besondere Bedeutung zu.

Usui Shiki Ryoho

Was bislang von Phyllis Furumoto und Paul Mitchell als Definition des Usui-Systems der Reiki-Heilung (Usui Shiki Ryoho) vorliegt, sind vor allem zahlreiche Artikel, die in verschiedenen Reiki-Zeitschriften veröffentlicht wurden. Zwei Artikel aus den Jahren 1995 und 1996, die beide von Phyllis Furumoto verfasst wurden, sind in diesem Zusammenhang von zentraler Bedeutung: »Das Reiki-Rad/Wheel of Reiki« (28) und »Die neun Elemente des Usui-Systems« (29). Darin beschreibt Phyllis Furumoto die vier Aspekte und die neun Elemente des Usui-Systems der Reiki-Heilung: »Die vier Aspekte dieser Kunst sind Heilung, persönliches Wachstum, spirituelle Disziplin und mystische Gemeinschaft. Diese Aspekte drehen sich um einen zentralen Kern des Praktizierens und der Philosophie, den wir die Form nennen, und strahlen von da aus. Die Form hat neun Hüter oder Bestandteile: Die Einweihungen, die Symbole, die Behandlungen, die mündliche Überlieferung, die Geschichte, die Unterrichtsform, die Lebensregeln, die spirituelle Linie und das Geld. Durch das regelmäßige Praktizieren des Usui Systems wird den Lernenden die Beziehung zwischen diesen Aspekten und der Form klarer. Die Aspekte scheinen mit der Entwicklung des individuellen Weges zu fließen, während die Form den Ruhepol des Systems darstellt.« (30)
Neben dieser Definition des Usui-Systems der Reiki-Heilung, die von Phyllis Furumoto und Paul Mitchell als Beschreibung der Reiki-Form verstanden wird, die ihnen von Hawayo Takata übermittelt wurde (31), gibt es die Reiki-Lebensregeln, die alle Reiki-Praktizierenden, gleich welche Reiki-Form sie ausüben, quasi als gemeinsames »Kulturerbe« miteinander teilen (wenngleich die Meinungen über die »richtige« Übersetzung oft weit auseinanderklaffen). Die folgende Übersetzung aus dem Englischen ist im deutschen Sprachraum weithin gebräuchlich:

»Gerade heute, ärgere dich nicht.
Gerade heute, sorge dich nicht.
Ehre deine Eltern, Lehrer und die Älteren.
Verdiene dein Brot ehrlich.
Sei dankbar für alles Lebendige.«
Eine weitere Form der Übersetzung direkt aus dem Japanischen ist:
Ȁrgere dich heute nicht.
Sorge dich heute nicht.
Sei heute dankbar.
Arbeite heute hart.
Sei heute nett zu deinen Mitmenschen.« (32)

Häufig kommt es vor, dass Reiki-Praktizierende am Anfang ihrer Praxis den Reiki-Lebensregeln keine große Bedeutung zumessen, im Laufe ihrer Entwicklung mit Reiki jedoch die »Reiki-Principles«, wie sie im Englischen genannt werden, mehr und mehr zu schätzen wissen. Seit kurzem führt Paul Mitchell weltweit Workshops durch, deren Inhalt die konkrete Auseinandersetzung der TeilnehmerInnen mit den Reiki-Lebensregeln ist. Darüber hinaus bieten Phyllis Furumoto und Paul Mitchell gemeinsam mit anderen Meistern der Reiki Alliance weltweit Seminare für Reiki-Meister an, in denen es vor allem um die Form, also die neun Elemente des Usui-Systems der Reiki-Heilung, geht. Diese Seminare werden veranstaltet von der Non-Profit-Organisation RIOHEARTS (Reiki Institute of Healing Arts e.V.) und firmieren unter der Bezeichnung MEP (Master Education Programm). (33)
Den Meistern der Reiki Alliance, die Phyllis Furumoto als Trägerin der Linie des Usui-Systems der Reiki-Heilung anerkennen, wurde in den letzten Jahren von vielen Meistern anderer Reiki-Richtungen sowie freien Meistern vorgeworfen, sie seien zu selbstbezogen und würden die Augen vor den neuesten Erkenntnissen in Sachen Reiki verschließen. So gab es diverse Auseinandersetzungen um die Nachforschungen Frank Arjava Petters in Japan bezüglich der Reiki-Geschichte, und es scheint Meister der Reiki Alliance zu geben, die - aus welchen Gründen auch immer - die Tendenz besitzen, bestimmten Informationen, die mittlerweile mehrfach bestätigt sind und die im Gegensatz zu dem Inhalt der Reiki-Geschichte stehen, wie wir sie kennen (34), nicht den hohen Stellenwert beizumessen, den diese in den Augen anderer Meister haben. Eine solche Haltung birgt sicherlich die Gefahr in sich, anachronistisch zu wirken, also mit seiner Haltung im Widerspruch zu den Fortschritten der Zeit zu stehen.

Rückblick »Lizenzierung«

Zu einem weiteren viel diskutierten Problempunkt gestaltete sich das Wirrwarr um die sogenannte Lizenzierung von Reiki, die sich letztlich als ein »Schlag ins Wasser« erwies. Alles begann damit, dass ein deutscher, von Phyllis Furumoto eingeweihter Reiki-Meister den Reiki-Schriftzug als Warenzeichen rechtskräftig auf seinen Namen eintragen ließ (35), offenbar mit dem Ziel, die wachsende Verwirrung über die verschiedenen Reiki-Formen zu verhindern. (36) Daraufhin begann er, Reiki-Meistern im deutschsprachigen Raum, die in seinen Augen nicht das »traditionelle« Usui-System praktizierten, die Verwendung des japanischen Schriftzuges und des Wortes Reiki und anderer Wörter zu verbieten. (37) Da Phyllis Furumoto aus seiner Sicht nichts zu tun schien, um die zunehmende Verwirrung in der »Reiki-Welt« zu verhindern, hatte er diesbezüglich kein Vertrauen in sie und lehnte es ab, ihr die Warenzeichen zu übertragen. (38) Schließlich kam es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, die in einem Vergleich mündete. (39) Aufgeschreckt durch diese Vorkommnisse, begann Phyllis Furumoto nun, sich weltweit um die Eintragung von Warenzeichen zu bemühen, um zu verhindern, dass in anderen Ländern jemand »Reiki« auf seinen Namen eintragen lässt, so wie dies in Deutschland geschehen war. (40) Im Zuge des Prozesses um die Eintragung von Warenzeichen und in Vorahnung bezüglich der Probleme, die sich durch den an keine Form gebundenen Gebrauch der Worte »Reiki« und »Usui-System der natürlichen Heilung« ergeben würden, stellte Phyllis Furumoto ein »Paket« zusammen, »bestehend aus den Warenzeichen, der Lizenzierung für jene Meister, die möchten, dass man erkennt, dass sie in der Linie von Usui, Hayashi, Takata und Furumoto praktizieren, einer Non-Profit-Organisation für die Öffentlichkeit und Schüler zur Verteilung von Informationen über diese spezielle Praxis und einem Bildungsprogramm für Meister, die ihr Verständnis dieser Praxis vertiefen wollen oder von einer anderen Form in diese Praxis kommen« (41). Schließlich stellte Phyllis Furumoto ihren Plan der Reiki-Gemeinschaft um sie herum vor, und nach langen Prozessen konnten sich die mit einbezogenen Meister bei der Frage, ob die Lizenzierung mit der Praxis des Usui Shiki Ryoho übereinstimme, nicht auf ein klares »Ja« einigen. Es stellte sich heraus, dass, würde die Lizenzierung dennoch in die Tat umgesetzt werden, weite Teile der Gemeinschaft dieser nicht folgen würden. Daraufhin ließ Phyllis Furumoto den die Lizenzierung betreffenden Teil ihres Planes fallen. (42)
Mittlerweile steht fest, dass die Ausdrücke »Reiki« und »Usui Shiki Ryoho« (= Usui-System der Reiki-Heilung) in den meisten Ländern nicht als Warenzeichen geschützt werden können. In den Ländern, in denen die Ausdrücke geschützt werden konnten, wurde dies getan, mit dem Ergebnis, dass nun niemand mehr an der Benutzung dieser Ausdrücke gehindert wird. (43)
Insgesamt betrachtet lässt sich der ganze Prozess um die Lizenzierung heute im Rückblick wohl am treffendsten als ein vielschichtiger, intensiver Lernprozess für alle Beteiligten begreifen. Auch wenn alle Mitwirkenden sicherlich nach bestem Wissen und Gewissen vorgingen und dabei durchaus ehrwürdige Ziele verfolgten, so war es doch vor allem die Art und Weise, in der dies geschah - kombiniert mit gefährlichem Halbwissen, das durch eine Informationspolitik entstand, die davon geprägt war, laufende Verhandlungen nicht zu gefährden (44) -, die weltweit dazu führte, dass sich in der Reiki-Meister-Gemeinschaft Empörung breit machte und dass Reiki-Schüler, die mitbekamen, dass »da oben etwas lief«, anfingen sich Gedanken zu machen.
Mittlerweile gehen die Prozesse innerhalb der Reiki-Gemeinschaft ein Stück weit transparenter vonstatten, so dass auch Reiki-Schüler, die sich für innergemeinschaftliche Prozesse interessieren, in der Lage sind, sich ein klareres Bild von der Situation zu machen. Als ein Zeichen für die nachlassende Tendenz der Meister, unter sich zu bleiben, mag die Tatsache gelten, dass der deutsche Reiki-Meister-Rundbrief im letzten Jahr sein Erscheinen einstellte und nunmehr das Reiki Magazin, das zunächst vor allem für Reiki-Schüler gemacht wurde, sich verstärkt zum Ziel setzt, Schüler wie Meister gleichermaßen mit für sie interessanten Informationen und Erfahrungsberichten zu versorgen.

Neue Erkenntnisse

Durch die Nachforschungen Frank Arjava Petters (s.o.) ist in den letzten Jahren ein Stein ins Rollen gekommen, der sich nicht mehr aufhalten lässt und dessen bisheriger Gipfelpunkt das kürzlich erschienene Buch »Das Reiki-Kompendium« darstellt (45), das von Walter Lübeck, Frank Arjava Petter und William Lee Rand gemeinsam erstellt wurde und eine Fülle an neuen Informationen in Sachen Reiki vorlegt, die zum Teil im Widerspruch zu der Reiki-Geschichte stehen, wie wir sie kennen .
Die wichtigsten neuen Erkenntnisse sind:
1. Dr. Usui gehörte nicht der christlichen Religionsgemeinschaft an. Zwar setzte er sich im Rahmen seiner Forschungen auch mit der christlichen Religion auseinander, aber er hatte primär einen buddhistischen Hintergrund und lebte zeitweise wohl auch als buddhistischer Mönch. (46)
2. Dr. Hayashi war einer von 16 Reiki-Lehrern, die Dr. Usui einweihte. Dr. Usui gründete im Jahre 1922 die Gesellschaft Usui Reiki Ryoho Gakkai, deren erster Präsident er war. Dieser Gesellschaft stand Dr. Hayashi niemals vor. Vielmehr trennte er sich nach dem Tode Dr. Usuis im Jahre 1926 von ihr (47), wie auch andere von Dr. Usui eingeweihte Reiki-Lehrer dies taten. (48) Der Dr. Usui nachfolgende Präsident der Usui Reiki Ryoho Gakkai war Herr Juzaburo Ushida, ein ebenfalls von Dr. Usui eingeweihter Reiki-Lehrer. Die Usui Reiki Ryoho Gakkai gibt es noch heute. Ihr Sitz ist in Tokio. (49) Bemerkenswerterweise heißt es, »Dr. Hayashi sei zu seiner Zeit ziemlich berühmt gewesen, und die Zahl seiner Anhänger habe die der ursprünglichen Gruppe der Usui Reiki Ryoho Gakkai bei weitem übertroffen.« (50)
3. Der heute von uns als Meistergrad bezeichnete Reiki-Grad heißt im Japanischen Shinpiden oder geheimnisvolle Lehre. Der Begriff Meistergrad wurde offenbar von Hawayo Takata in den 70er Jahren eingeführt, als sie begann, diesen Grad zu lehren. William Lee Rand weist darauf hin, dass dies eine unglückliche Wortwahl gewesen sei, da bei spirituellen Praktiken der Begriff Meister im allgemeinen den bezeichne, der erleuchtet sei. Der Shinpiden-Grad werde jedoch nur vom Shinpiden an den Schüler weitergegeben, ohne dass eine Erleuchtung erfahren oder gar eine bedeutende spirituelle Entwicklung durchlaufen worden sein muss. So sei es mit den Jahren zu einer falschen Vorstellung über den spirituellen Zustand eines Reiki-Meisters gekommen. (51)
4. Hawayo Takata sah sich zu ihren Lebzeiten als die einzige Lehrerin des Usui-Systems der Reiki-Heilung weltweit. (52) Wie wir heute wissen, gab es noch weitere Reiki-Lehrer, die ihrerseits auf dem asiatischen Kontinent das Vermächtnis Dr. Usuis fortführten.
Es scheint somit festzustehen, dass Hawayo Takata (oder Dr. Hayashi, über den bislang nur spärliche Informationen vorliegen), die Reiki-Geschichte in einer Weise modifiziert hat, die heute den Eindruck erweckt, dass, wie man vielleicht sagen könnte, die Reiki-Geschichte damit ein Stück weit »christianisiert« und »amerikanisiert« wurde. Was wir dabei nicht vergessen dürfen ist allerdings, dass Reiki in eben dieser Form weltweit Verbeitung fand.

Eine neue Sichtweise

Zudem mögen die folgenden Informationen, die ebenfalls dem »Reiki-Kompendium« zu entnehmen sind, von Interesse sein und eine neue Sichtweise ermöglichen:
Dr. Usui hatte seine erleuchtende Erfahrung auf dem Berg Kurama im Jahre 1922. Er starb im März 1926 nach einem Schlaganfall. Somit blieben ihm gerade vier Jahre, um seine Erfahrung »in die Welt zu bringen« (53).
Dr. Hayashi erhielt zwischen 1922 und 1926 von Dr. Usui die Einweihung zum Reiki-Lehrer. Bis er Hawayo Takata im Jahre 1938 zur Reiki-Lehrerin weihte, belief sich der Zeitraum seiner Erfahrungen mit Reiki damit auf rund 12 Jahre. (54) Der Tod Dr. Hayashis ist auf das Jahr 1941 datiert. (55)
Hawayo Takata erhielt im Jahre 1936 von Dr. Hayashi die Einweihung in den 1. Grad und 1938 die Einweihung zur Reiki-Lehrerin. (56) Als sie Mitte der 70er Jahre anfing, Reiki-Meister einzuweihen, konnte sie auf einen Erfahrungsschatz mit Reiki von nahezu 40 Jahren zurückblicken. (57) Sie starb im Dezember 1980. (58)
Demzufolge stand Hawayo Takata mehr als doppelt so viel Zeit zur Verfügung wie Dr. Usui und Dr. Hayashi zusammen, bevor sie begann, Reiki-Lehrer einzuweihen und sich damit auf eine vollständige Form der Lehre festzulegen. Vielleicht hat sie durch ihre langjährige Praxis Zusammenhänge erkannt, die Dr. Usui und Dr. Hayashi aufgrund der relativ kurzen Zeit, die beide mit Reiki verbrachten, vorenthalten geblieben waren?
Über Dr. Hayashi gelangte Reiki in den späten 30er Jahren außerhalb Japans, nach Hawaii. Über Hawayo Takata kam Reiki in den 60er und 70er Jahren in die Vereinigten Staaten. Von dort aus breitete es sich in den 80er und 90er Jahren verstärkt innerhalb des Landes und schließlich weiter nach Europa aus.
Der Wirkungskreis der von Dr. Usui gegründeten Usui Reiki Ryoho Gakkai belief sich durchweg ausschließlich auf Japan. Entsprechend der japanischen Tradition ist man dort Ausländern gegenüber nicht gerade sehr aufgeschlossen.
Unter Berücksichtigung dieser Zusammenhänge könnte man vielleicht sagen, dass Reiki sich seinen Weg zur weltweiten Verbreitung gesucht und dabei die Veränderungen, die es seit seiner Begründung durch Dr. Usui durchlief, »in Kauf genommen« (oder gar gewollt?) hat.
So sind die im »Reiki-Kompendium« bezüglich der Reiki-Geschichte vorgelegten, neuen Informationen, wie ich meine, zwar interessant, jedoch längst nicht so spektakulär und von nachhaltiger Bedeutung, wie dies beim ersten Durchlesen vor allem infolge der schwer entwirrbaren Kombination aus Fakten und Schlussfolgerungen William Lee Rands den Anschein hat.
Es bleibt festzustellen, dass die Reiki-Geschichte, so wie sie uns erzählt wurde - mit Ausnahme der Tatsache, dass Dr. Usui kein christlicher Priester war - in den tragenden Punkten nach wie vor stimmt. Weiterhin steht fest, dass wahrscheinlich mehr als 90 Prozent der heutzutage weltweit Reiki-Praktizierenden ihre Einweihungen über die Linie Dr. Usui - Dr. Hayashi - Hawayo Takata erhielten, die nun mal von all den spezifischen Eigenarten geprägt ist, die ihre weltweite Verbreitung erst ermöglichten. Durch die Art und Weise, wie Hawayo Takata die Reiki-Geschichte erzählte (und ihre Meister sie weitertrugen), wurden uns diese Eigenarten bislang vorenthalten. Dies mag nun bei einigen einen Vertrauensverlust gegenüber Hawayo Takata (oder Dr. Hayashi) bewirken. Ich möchte denen, die sich in diesem Punkt getroffen fühlen - und ich gehöre zu diesen Menschen - vorschlagen, ihr (oder ihm) in diesem Punkt schlicht und einfach zu verzeihen. Ich denke, wir können sicher sein, dass das Vermächtnis von Reiki im Kern wohl gehütet und weitergegeben wurde.

Legende oder Fakten?

Für mich werfen die nun vorliegenden Informationen vor allem die zentrale Frage über den Umgang mit der Reiki-Geschichte auf. Was ist wichtiger: die Legende oder die Fakten? Wo liegt die Synthese? Welche Bedeutung kommt der Erzählstruktur der Geschichte zu? Dürfen grundlegende Informationen wider besseren Wissens vorenthalten werden? Der Charme der Reiki-Geschichte liegt vor allem darin, dass sie wahr ist. Auch wenn die ein oder andere Ausschmückung der Geschichte dieser den Charakter einer Legende verleiht und offenbar den Zweck erfüllt, etwas »Zwischen den Zeilen«-Stehendes zu kommunizieren, so entspricht die Geschichte im Prinzip doch der Wahrheit. Wenn sich nun herausstellt, dass eine entscheidende Komponente der Geschichte bislang falsch erzählt worden ist, dann sollte es doch das Anliegen aller Beteiligten sein, diese Tatsache richtig zu stellen. Ich kenne aber zahlreiche Reiki-Meister, die die Geschichte nach wie vor damit beginnen, dass Dr. Usui ein christlicher Priester war. Ich muss sagen, dass mir dies unverständlich ist.
Welche Rolle spielt das Element der mündlichen Überlieferung in Zeiten der Massenmedien? Heißt »traditionell« tatsächlich, dass sich nie etwas ändert? Dies sind interessante Fragen, die wir in den kommenden Ausgaben des Reiki Magazins mit unseren LeserInnen diskutieren möchten.
In der Auseinandersetzung mit der Tradition von Reiki sollten wir nicht vergessen, dass wir, verglichen mit anderen Disziplinen oder Systemen wie z. B. Tai Chi oder Qi Gong eine recht kurze Tradition haben, die einen Zeitraum von gerade einmal 80 Jahren umfasst. In Folge der aktuellen Situation befinden wir uns mehr als je zuvor auf der Suche nach einer Identität. Was macht das Usui-System der Reiki-Heilung aus? Was kann es? Was umfasst es? Wie verändert es uns?
In diesem Zusammenhang finde ich den Text »Ein japanisches System zur Beschreibung von Lebensenergien« von Walter Lübeck (59), der Teil des »Reiki-Kompendiums« ist, sehr aufschlussreich. Darin beschreibt Walter Lübeck auf Grundlage einer in Japan gebräuchlichen Klassifizierung von Lebensenergien sieben zentrale Formen des Ki, von denen eine - jene, »die den im ganzheitlichen Sinne korrekten synergetischen Einsatz aller untergeordneten Lebenskräfte organisiert« (60) - Reiki ist. Diesem System nach ist Reiki in der Schilderung von Walter Lübeck die Energieform »mit der höchsten Fähigkeit zur Organisation von Kraftflüssen in Geist und Körper und gleichzeitig kaum in der Lage, selbst etwas direkt zu bewirken. Diese Energieform ist also eine Art Steuerprogramm, das dafür sorgt, dass für alles, was im System Mensch getan werden muss, die richtigen Kräfte, im rechten Verhältnis, zur passenden Zeit, im geeigneten Rhythmus auf die sinnvollste Weise eingesetzt werden« (61).

Volksheilkunst Nummer 1

In den letzten 20 Jahren hat sich Reiki weltweit zur Volksheilkunst Nummer eins entwickelt. Auch wenn die Schulmedizin dieser natürlichen Form der Heilung noch skeptisch gegenüber steht oder sie vielfach regelrecht bekämpft bzw. einfach ignoriert (62), haben sich doch erste Zusammenarbeiten ergeben. So wird Reiki in den USA bereits in rund 100 Krankenhäusern angeboten und ist vielfach zu einer regelmäßigen Dienstleistung für Patienten geworden. (63) Auch in Großbritannien und in Japan wird Reiki offiziell in Kliniken eingesetzt. In den Niederlanden wird Reiki teilweise sogar von Krankenkassen als Heilbehandlung angeboten. In Deutschland erzielte Satyam S. Kathrein erste Erfolge in der Zusammenarbeit mit Kliniken. (64) Auch in zahlreichen Kurkliniken gehört Reiki mittlerweile zum Standardangebot. (65) Zudem wird Reiki bereits erfolgreich in der Pflege eingesetzt. (66) Erste Studien (67) sowie wissenschaftliche Theorien und Untersuchungen zu Reiki liegen vor. (68) Auch in den Medien wird mittlerweile verstärkt über Reiki berichtet. (69) So strahlte z. B. das ZDF im Mai 2000 eine Sendung der Serie »Gesundheit« aus, in der ausgiebig und vorurteilslos über Reiki als Heilkunst berichtet wurde. (70) Auch die BILD-Zeitung, die Volkszeitung Nummer eins, berichtete am 27. Juni 2000 in ihrer Hamburger Ausgabe unter der Überschrift »Reiki: Der Blick nach innen, der heilen hilft« über Reiki. (71)
Was derzeit bedenklich stimmt, sind die in Deutschland und den USA zunehmenden Gerichtsurteile zu Reiki, die ein für Reiki-Praktizierende überwiegend nachteiliges Klima erzeugen. So verbot kürzlich ein deutsches Amtsgericht einer Reiki-Praktizierenden, die keine Heilpraktikerlizenz besitzt und keine Ärztin ist, das weitere gewerbliche Anbieten von Reiki unter dem Namen Reiki, da Reiki eine Heilkunst sei, die in Deutschland nur von Heilpraktikern und Ärzten ausgeübt werden dürfe. Die Reiki-Praktizierende war auf Betreiben eines Heilpraktikerverbandes verklagt worden. (72) In den USA haben in Florida Berufsverbände der Masseure erreicht, »dass ein Reiki-Heiler eine Massagelizenz haben muss. Sie haben die zuständige Behörde davon überzeugt, dass Reiki Massage sei«. (73) Diese Entwicklung stimmt vor allem insofern bedenklich, als dass hier primär nicht von staatlichen Stellen aus, sondern aus den Reihen von, wie man eigentlich meinen sollte, »befreundeten Gruppierungen« scharf geschossen wird.

Reiki braucht Stabilität

Für die Zukunft wird es von Bedeutung sein, Reiki als System der natürlichen Heilung fest zu etablieren. Die Heilkunst Reiki benötigt Halt und Stabilität, um von den Bürgern, von staatlichen Stellen und von Interessenverbänden überhaupt erst einmal ernst genommen zu werden. Das größte Problem ist dabei das, was Reiki eigentlich ausmacht und was die meisten von uns wohl so sehr an Reiki lieben: Die Einfachheit, die sich eben im schlichten Handauflegen ausdrückt.
Gerade im verstandesbetonten Deutschland wird die Tatsache, dass einfaches Handauflegen ausreichen soll, um Heilung zu erzeugen, häufig als Beleidigung für den Verstand aufgefasst. Das Einfache wird gering geschätzt, und man vertraut lieber der XYZ-Methode, die aufwendige Praktiken, die Verwendung von zahlreichen Geräten und methodisches Vorgehen umfasst, als ausgerechnet dem simplen Handauflegen. In einigen anderen Ländern ist man da schon weiter, schaut einfach auf die Ergebnisse, die erzielt werden, und sagt sich »Na ja, wenn es funktioniert...«
In Deutschland greift dieses Denken dagegen nur langsam und tut sich schwer, gegen die immense Ignoranz zahlreicher Interessengruppen und Verbände Stand zu halten. Dabei liegt es doch eigentlich - im wahrsten Sinne des Wortes - »auf der Hand«, dass das Handauflegen ein heilsames Tun ist. Jeder kennt die Geste der Mutter, die ihrem Kind instinktiv die Hand auflegt, wenn es weinend zu ihr kommt. Und jeder legt sich sogar selber instinktiv die Hände auf den Bauch, sobald ihn Bauchschmerzen plagen. Nur besteht interessanterweise meist keinerlei Vertrauen darin, dass dies tatsächlich und mit Nachdruck helfen könnte.
Was in der aktuellen Situation, in der wir uns mit Reiki befinden, Not tut, ist ein neues Selbstbewusstsein als Basis für ein erfolgreiches Wirken für die Etablierung von Reiki als eine allgemein anerkannte Heilkunst. Dazu gehört, dass gegebenenfalls - ob nun aktiv oder in Reaktion auf das Geschehen - auch einmal »Nägel mit Köpfen« gemacht werden und, nach wohlüberlegter Planung und in Abstimmung mit anderen Reiki-Praktizierenden, eine einmal festgelegte Handlungsweise auch pragmatisch und zielgerichtet umgesetzt wird. Diese sollte sich dann allerdings wohlgemerkt nicht gegen »die eigenen Reihen« richten - zu lange schon haben wir uns in den vergangenen Jahren durch Grabenkämpfe gegenseitig geschwächt.
Im übrigen sollte auch davon abgesehen werden, sich mit Sprüchen wie »Letztlich zählt doch nur Licht und Liebe« oder »Wir sind schließlich alle eins« aus der Affäre zu ziehen. Diese Sichtweisen haben natürlich einen wahren Kern, taugen aber wenig im »Tagesgeschäft«, mit dem wir alle mehr oder weniger konfrontiert sind.
Es ist mein Eindruck, dass mittlerweile die Zeichen weltweit auf »Erdung« stehen. Nach Jahrtausenden des Rückzugs spirituell Praktizierender und geistig Heilender in die Berge und Klöster geht es nun offenbar um die von den meisten als so schmerzlich empfundene Einbringung der Spiritualität, des Geistigen in die Gesellschaft, in die persönlichen Umstände, in das tägliche Leben. Dieser Prozess der Erdung ist momentan bei den meisten spirituellen und geistigen Disziplinen zu beobachten, und er gilt auch für Reiki.
Um diesbezüglich voran zu kommen, wäre es sicherlich von Vorteil, wenn wir uns zunächst einmal untereinander wieder besser verstehen lernen. Es gilt, wie ich meine, jetzt loszulassen von dieser »Ich-fühle-mich-persönlich-betroffen-und-verletzt-von-dem-was-der-und-der-mit-Reiki-tut«-Schiene und dem häufig hohlen »Licht-und-Liebe«-Geplauder, das doch nur dazu führt, dass man in seinem Elfenbeinturm verharrt. Was jetzt helfen kann ist, sich gegenseitig wieder Achtung entgegen zu bringen und aufeinander zuzugehen.
Angesichts der mittlerweile nahezu unüberschaubar gewordenen Vielzahl von Reiki-Stilen und Reiki-Anwendungsarten plädiere ich - in Anlehnung an den Begriff »interreligiöser Dialog« - für einen »interstiliösen« Dialog.
Wir alle teilen die Fähigkeit, uns selber und anderen universelle Lebensenergie per Handauflegen zu übermitteln!
Wir alle sind hierzu durch Einweihungen befähigt worden, die ein Reiki-Meister bei uns vorgenommen hat!
Daraus ergibt sich die Tatsache, dass jeder von uns Teil einer spirituellen Linie, einer Abstammungslinie ist!
Verfolgt man diese Linie weit genug zurück, treffen wir uns alle - ohne Ausnahme - bei Dr. Usui!

Reiki heilt jeden

In Anlehnung an die Worte Frank Arjava Petters, der in der Einführung zum »Reiki-Kompendium« schreibt, Reiki heilt »den Hindu, den Christen, den Buddhisten, den Muslim und den Juden, wo immer er lebt und was immer er tut« (74), möchte ich sagen: Reiki heilt den Meister und den Schüler, Reiki heilt denjenigen, der sich täglich die Hände auflegt und denjenigen, der sich selten die Hände auflegt, Reiki heilt das Mitglied der Reiki Alliance und das Mitglied der TRTIA, Reiki heilt denjenigen, der Karuna-Reiki praktiziert, und denjenigen, der Rainbow-Reiki® praktiziert, Reiki heilt denjenigen, der den zweiten Grad hat wie auch denjenigen, der fünf Grade hat, Reiki heilt denjenigen, der drei Symbole verwendet, wie auch denjenigen, der zehn Symbole verwendet, und ich möchte uns allen abschließend, nicht ohne Augenzwinkern, die folgenden (Lebens)regeln ans Herz legen:


1. Gerade heute, ärgere dich nicht über andere Reiki-Praktizierende.
2. Gerade heute, sorge dich nicht um Reiki.
3. Ehre Reiki-Ausübende anderer Richtungen, Stile und Anwendungsformen.
4. Verdiene dein Reiki ehrlich.
5. Sei dankbar für jeden Reiki-Anwender.


Auf gegenseitige Toleranz und Achtung, in gesundem Selbstbewusstsein bezüglich der eigenen Position und in Würdigung der Position anderer!
Wir haben es in den Händen.

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Anmerkungen


(1) Furumoto, Phyllis (with Barbara McDaniel): »The work of a Lineage Bearer. My Reiki-Story - Part 2« in: Reiki Magazine International, vol. 2, no. 6, Dec 2000/Jan 2001, S.5 / siehe auch: Mitchell, Paul: »Von Hawayo Takata bis zur Gegenwart« in: DAO Reiki-Sonderheft 2, August 1996, S. 14

(2) s.o.

(3) Mitchell, Paul: »Von Hawayo Takata bis zur Gegenwart« in: DAO Reiki-Sonderheft 2, August 1996, S. 14

(4) s.o.

(5) Hawayo Takata erhielt ihre Einweihung zur Reiki-Meisterin von Chujiro Hayashi im Jahre 1938 (siehe z. B.: Lübeck, Walter / Petter, Frank Arjava / Rand, William Lee: Das Reiki-Kompendium, Aitrang 2000, S. 298 / Kopie von Hawayo Takatas Reiki-Zertifikat). Im Jahre 1976 weihte Hawayo Takata ihre erste Reiki-Meisterin, Virginia Samdahl, ein (Lazonby, Barbi: »Virginia Samdahl« in: Reiki Magazine International, vol. 2, no. 6, Dec 2000/Jan 2001, S. 16).

(6) Podiumsdiskussion »Reiki - die umstrittene Erbschaft des Dr. Usui« mit Jürgen Kindler, Walter Lübeck, Jupp Hilger, Graf Keyserlingk, Edwin Zimmerli und einem Abgesandten von Eckard Strohm am 16.02. 1996 im Zeitlos-Zentrum, Berlin

7 Klatt, Oliver: »Medicine Dharma Reiki« in: Reiki Magazin, Ausgabe 2/2001, S. 8 (Rubrik: Reiki News)

8 s.o. / vgl. zur Geschichte der Wiederentdeckung: Kindler, Jürgen: »Die japanischen Ursprünge von Reiki« in: Reiki Magazin, Ausgabe 1/1999, S. 11f / vgl. zu den buddhistischen Schriften, auf denen Medicine Dharma Reiki basiert: Horan, Paula: »Die 14 Lebensregeln der esoterischen Reiki-Praxis« in: Reiki Magazin, Ausgabe 1/2001, S. 25ff

9 Kuhl, Norbert: Bislang unveröffentlichter Text zu Karuna-Reiki, der dem Reiki Magazin vorliegt

10 Zimmerli, Edwin: »Rei-Ki-Balancing®. Die Reiki-Kraft in der Erdverbindung. Von der Spiritualität zur Ganzheit.« in: Wege & Visionen, Ausgabe 2/1996, S. 7ff

11 Interview mit Frank A. Petter (»Usuis Erbe«) in: Reiki Magazin, Ausgabe 2/2000, S. 11f

12 Petter, Frank Arjava: »Das Reiki Feuer«, Aitrang 1997; »Reiki. Das Erbe des Dr. Usui«, Aitrang 1998 ; Dr. Mikao Usui und Frank Petter (Hrsg.): »Original Reiki-Handbuch des Dr. Mikao Usui«, Aitrang 1999 ; Lübeck, Walter / Petter, Frank Arjava / Rand, William Lee: »Das Reiki-Kompendium«, Aitrang 2000

13 Dehmke-Langhammer, Ruth: Bislang unveröffentlichter Text zu den Seminaren Don Alexanders, der dem Reiki Magazin vorliegt

14 Zitat Walter Lübeck in: Klatt, Oliver: »Die Reiki-Bücher von Walter Lübeck« in: Reiki Magazin, Ausgabe 4/1999, S. 37

15 s.o., S. 39

16 Prospekt der Reiki Association International (RAI) aus dem Jahre 1996 (lag aus bei der Podiumsdiskussion »Reiki - die umstrittene Erbschaft des Dr. Usui«, siehe Anmerkung 6)

17 Ray, Barbara: »Der >Reiki< Faktor«, München 1994, S. 64f / vgl.: Wolf, Ulrike: »Die Radiance Technik«, München 1999

18 s.o.

19 s.o., S. 211ff

20 Kindler, Jürgen: »Die japanischen Ursprünge von Reiki« in: Reiki Magazin, Ausgabe 1/1999, S. 10 / vgl.: Frew, Jim: »Journey of a Reiki Lineage. Reiki Jin Kei Do« in: Reiki Magazine International, vol. 3, no. 2, April/May 2001, S. 17ff / vgl.: Falk, Jay Arjan: »Reiki: Verraten und verkauft« in: Wege und Visionen, Ausgabe 5/1997, S. 29

21 siehe Anmerkung 12

22 Interview mit Frank A. Petter (»Usuis Erbe«) in: Reiki Magazin, Ausgabe 2/2000, S. 14 / vgl.: Lübeck, Walter / Petter, Frank Arjava / Rand, William Lee: »Das Reiki-Kompendium«, Aitrang 2000, S. 13ff


23 Lübeck, Walter / Petter, Frank Arjava / Rand, William Lee: »Das Reiki-Kompendium«, Aitrang 2000, S. 23

24 vgl.: Interview mit Ursula Klinger-Omenka (»Reiki mit Edelsteinen«) in: Reiki Magazin, Ausgabe 1/2001, S. 14ff

25 vgl.: Bind-Klinger, Anita: »Aura-Soma, Bachblüten und Reiki«, Grafing 1998

26 Lübeck, Walter / Petter, Frank Arjava / Rand, William Lee: »Das Reiki-Kompendium«, Aitrang 2000, S. 75ff, S. 81ff, S. 85ff

27 vgl.: Falk, Jay Arjan: »Reiki: Verraten und verkauft« in: Wege und Visionen, Ausgabe 5/1997, S. 29

28 Furumoto, Phyllis: »Das Reiki-Rad/Wheel of Reiki« in: Reiki Info (Schweizer Reiki Magazin, das mittlerweile sein Erscheinen eingestellt hat), Ausgabe 1/1995, S. 6-7

29 Furumoto, Phyllis: »Die neun Elemente des Usui-Systems« in: DAO Reiki-Sonderheft 2, August 1996, S. 22-25

30 Furumoto, Phyllis: »Das Reiki-Rad/Wheel of Reiki« in: Reiki Info, Ausgabe 1/1995, S. 7

31 Mitchell, Paul: »Reiki - die Energie, das System« in: Reiki Magazin, Ausgabe 4/2000, S. 10

32 Petter, Frank Arjava: »Das Reiki Feuer«, Aitrang 1997, S. 36ff

33 »MEP - Master Education Programm. Initiation is not the end; it is the beginning of the Reiki master path« in: Reiki Magazine International, vol. 5, no. 5, June/July 2000, S. 32-33.

34 z. B. die in den folgenden Büchern enthaltenen Fakten bezüglich der Reiki-Geschichte: Petter, Frank Arjava: »Das Reiki Feuer«, Aitrang 1997; »Reiki. Das Erbe des Dr. Usui«, Aitrang 1998 ? Dr. Mikao Usui und Frank Petter (Hrsg.): »Original Reiki-Handbuch des Dr. Mikao Usui«, Aitrang 1999 ? Lübeck, Walter / Petter, Frank Arjava / Rand, William Lee: »Das Reiki-Kompendium«, Aitrang 2000 / siehe auch Anmerkung 46

35 Kindler, Jürgen: »Reiki auf Lizenz« in: Reiki Magazin, Ausgabe 3/1998, S. 26

36 Furumoto, Phyllis: »Kein Reiki auf Lizenz« in: Reiki Magazin, Ausgabe 2/1999, S. 32

37 Kindler, Jürgen: »Reiki auf Lizenz« in: Reiki Magazin, Ausgabe 3/1998, S. 26

38 Furumoto, Phyllis: »Kein Reiki auf Lizenz« in: Reiki Magazin, Ausgabe 2/1999, S. 32

39 Kindler, Jürgen: »Reiki auf Lizenz« in: Reiki Magazin, Ausgabe 3/1998, S. 26

40 s.o., S. 27

41 Furumoto, Phyllis: »Kein Reiki auf Lizenz« in: Reiki Magazin, Ausgabe 2/1999, S. 33

42 s.o., S. 34

43 s.o.

44 s.o., S. 33

45 Lübeck, Walter / Petter, Frank Arjava / Rand, William Lee: »Das Reiki-Kompendium«, Aitrang 2000,

46 s.o., S. 13ff. Diese Feststellung steht im Widerspruch zu den z. B. im Blauen Buch der Reiki Alliance (deutsche Fassung, S. 13) sowie in »Die Geschichte von Hawayo Takata« (Helen J. Haberly, USA 1991, Archedigm Publications, S. 2) wiedergegebenen Informationen, dass Dr. Usui christlicher Priester bzw. Christ gewesen sei, und die den Eindruck vermitteln, er habe primär einen christlichen Hintergrund gehabt. Beide Publikationen sind von Meistern erstellt worden, die von Hawayo Takata eingeweiht wurden.

47 s.o., S. 14f, S. 17

48 s.o., S. 35

49 s.o., S. 17

50 s.o., S. 35

51 s.o., S. 15

52 s.o., S. 299 (Kopie eines Informationsblattes zu Reiki-Seminaren mit Hawayo Takata)

53 s.o., S. 14ff

54 s.o., S. 20

55 s.o., S. 35

56 s.o., S. 19f

57 vgl. Anmerkung 5

58 Lübeck, Walter / Petter, Frank Arjava / Rand, William Lee: »Das Reiki-Kompendium«, Aitrang 2000, S. 20

59 s.o., S. 50ff

60 s.o., S. 57

61 s.o., S. 52

62 siehe z.B.: Kirch, Doris: »Reiki auf Krankenschein?« in: Reiki Magazin, Ausgabe 1/2001, S. 42-43

63 Lübeck, Walter / Petter, Frank Arjava / Rand, William Lee: »Das Reiki-Kompendium«, Aitrang 2000, S. 268
64 Interview mit Satyam S. Kathrein (»Reiki in Kliniken«) in: Reiki Magazin, Ausgabe 2/2001, S. 16-19

65 Schneider-Damm, Dagmar: »Kuren mit der universellen Energie« in: Reiki Magazin, Ausgabe 2/1998, S. 28-29 / vgl.: Abeling, Marion: »Wo geht`s hier zur Reiki-Klinik?« in: Reiki Magazin, Ausgabe 4/2000, S. 72-73

66 Blank, Ruth: »Reiki in der Pflege ? ein Projektversuch« in: Reiki Magazin, Ausgabe 3/2001, S. 22-25 / siehe auch: Interview mit Telse Danker (»Reiki im ambulanten Pflegedienst«) in: Reiki Magazin, Ausgabe 3/1997, S. 36-41

67 z.B.: Andritzky, Walter: »Reiki und das `informelle Gesundheitssystem´« in: Reiki Magazin, Ausgabe 2/1999, S. 8-14

68 Interview mit Martin Ouwerkerk (»Reiki-Meister und Forscher«) in zwei Teilen: Teil 1 in: Reiki Magazin, Ausgabe 1/2001, S. 20-24; Teil 2 in: Reiki Magazin, Ausgabe 2/2001, S. 26-29 / vgl.: Mitgaard de Waterloo, Tove: »Reiki et Photo Kirlian« in: Info Reiki (Französisch-sprachiges Reiki Magazin, das mittlerweile sein Erscheinen eingestellt hat), Numéro 9, Janvier 1999

69 Kindler, Jürgen: »Reiki in den Medien« in: Reiki Magazin, Ausgabe 4/2000, S. 30f
70 Abeling, Marion: »Reiki im Rampenlicht« in: Reiki Magazin, Ausgabe 4/2000, S. 32-35

71 Kindler, Jürgen: »Reiki in den Medien« in: Reiki Magazin, Ausgabe 4/2000, S. 31

72 Klatt, Oliver: »Neues Urteil zu Reiki« in: Reiki Magazin, Ausgabe 2/2001, S. 8 (Rubrik: Reiki-News)

73 Lübeck, Walter / Petter, Frank Arjava / Rand, William Lee: »Das Reiki-Kompendium«, Aitrang 2000, S. 256

74 Lübeck, Walter / Petter, Frank Arjava / Rand, William Lee: »Das Reiki-Kompendium«, Aitrang 2000, S. 8f

o Einige der im Text genannten Reiki-Formen sind in einigen Ländern als Warenzeichen geschützt.