Reiki auf Kuba

Auf Kuba wird bereits seit 1990 die Energiemedizin, z.B. in Form von Akupunktur, Homöopathie, Pflanzenheilkunde und Magnet-Therapie, staatlich gefördert. Jetzt wird dort auch Reiki immer populärer, und im "Nationalen Institut für Gastroenterologie" arbeitet bereits eine Therapeutin mit Reiki.

Die deutsche Reiki-Meisterin Ilse Fasting lebt in Uruguay. Seitdem sie durch Reiki eine schwierige Operation abwenden konnte und mittlerweile wieder vollkommen gesundet ist, engagiert sie sich zunehmend für das Usui-System des Reiki. Für das Reiki Magazin reiste sie nach Kuba und berichtet über die Situation in Sachen „Reiki und Schulmedizin“ vorort.


Um den Lesern des Reiki Magazins einen Einblick in die Reiki-Welt Kubas zu geben, die ich auf einer Reise dorthin kennen lernen durfte, möchte ich von der Reiki-Meisterin Susana Companioni Acosta berichten. Zunächst aber bedanke ich mich noch herzlich bei Dr. Enrique Arús, dem Direktor des „Instituto Nacionall de Gastroenterología“, der erlaubt hat, dass der Name des Instituts in diesem Artikel erscheint.

Medizin auf Kuba

Zuerst möchte ich ein paar allgemeine Informationen zu Kuba geben. Auf der Insel untersteht das gesamte Gesundheitswesen dem Gesundheitsministerium. Arztbesuche, Behandlungen, Krankenhausaufenthalte, Operationen, Rehabilitation und Medikamente sind kostenlos. Eine Privatmedizin gibt es nicht. Als im Zuge der Revolution von 1959 die meisten Ärzte, Krankenpfleger sowie technisches Personal die Insel verließen, blieben nur circa 50 Ärzte übrig. Diese wurden von Fidel Castro insofern anerkannt und unterstützt, als dass er 1966 die Gründung von Forschungsinstituten auf den verschiedenen Gebieten der Medizin anordnete.

Da die Mittel für den Gesundheitssektor knapp waren, kamen Spezialisten für Akupunktur aus Vietnam und später aus China nach Kuba, um die Versorgung der Kranken zu gewährleisten. Zuerst wurden sie erfolgreich im Militärkrankenhaus von Havanna eingesetzt. Mit dem Ende der Sowjetunion kam es zu einer neuen Krise im Gesundheitswesen, die dann zur Einführung der Alternativmedizin führte.

Staatlich geförderte Energiemedizin

Seit 1990 hat das Gesundheitsministerium - unter der Rubrik Bioenergie - die Einbeziehung folgender Gebiete genehmigt: Akupunktur, Homöopathie, Pflanzenheilkunde (auch Bachblüten), Magnettherapie, Pyramidale Energie und Pendeln. Reiki gehört noch nicht dazu, wird aber schon erfolgreich angewandt, wie das Beispiel von Susana Companioni Acosta zeigt.

Mit 17 Jahren begann Susana als Telefonistin im öffentlichen Gesundheitsdienst. Heute arbeitet die Autodidaktin unter anderem als Masseurin. Dabei kann sie auch Reiki anwenden. Als Medizin-Technikerin beteiligt sie sich an physiologischen Forschungsprojekten der Gastroenterologie. In Reiki wurde sie von argentinischen Reiki-Meistern, die zwischen 1998 und 2000 nach Kuba reisten, in den ersten und zweiten Reiki-Grad eingeweiht. 2005 erhielt Susana in Buenos Aires ihre Einweihung in den Meistergrad. Die argentinischen Reiki-Meister weihten während ihrer Seminare auf Kuba auch zahlreiche Ärzte, Krankenpfleger und Medizin-Techniker in den ersten und zweiten Reiki-Grad ein.


Susana Companioni Acosta und Dr. Susana Balcinde beim Blumenkauf, in den Straßen von La Habana.


Der Höhepunkt meiner Kuba-Reise war das Treffen mit Prof. Raimundo Llanio, dem Gründer des Forschungsinstituts für Gastroenterologie, in dem auch Susana arbeitet. Er leitete das Institut, bis er vor vier Jahren pensioniert wurde. Sein Nachfolger im Institut ist Dr. Enrique Arús. Der 82-jährige Llanio ist eine Eminenz auf Kuba. Er ist der Vater der Laparoskopie. Anfänglich wurde das Laparoskop nur zur Untersuchung der Leber angewandt. Prof. Llanio dehnte den Anwendungsbereich auf andere Organe des menschlichen Körpers aus. Man lud ihn zu Kongressen nach Lateinamerika und Europa ein. Bei seinen Vorlesungen staunte das Publikum, dass es sich um einen Arzt aus Kuba handelte.

Schulmedizin und Reiki

In Anwesenheit von Susana und der Ärztin Dr. Susana Balcinde erklärte uns Prof. Llanio in einem kleinen Vortrag sein Verständnis der Medizin. Prof. Llanio ist Autor vieler Bücher, darunter „Propedeutica Medica“, immer noch das Nachschlagewerk der kubanischen Medizinstudenten. Er schilderte uns auch Einzelheiten aus seinem Leben, das er seit über 60 Jahren mit seiner Ehefrau Flora, gelernte Krankenschwester, teilt. Prof. Llanio arbeitet empirisch, er untersucht alles ohne Vorurteile, so auch Reiki. Sowohl Prof. Llanio als auch seine Frau Flora sind vom wohltuenden Effekt von Reiki überzeugt und halten Reiki für durchaus vereinbar mit der Schulmedizin. 1998 gab Prof. Llanio Susana Companioni Acosta die Möglichkeit, Reiki im Institut zu praktizieren. Er und seine Frau lassen sich nach wie vor von Susana behandeln.

Reiki erobert die Insel

Es gibt auf Kuba eine Vielzahl von Reiki-Praktizierenden, die mit unterschiedlichen Reiki-Systemen arbeiten. Im öffentlichen Gesundheitssektor wird jedoch nur das Usui-System des Reiki in seiner traditionellen Form angewandt (Usui Shiki Ryoho). Reiki ist zu Susanas Lebensziel geworden. Sie ist nicht nur bemüht, ganz allgemein das menschliche Leiden zu lindern, sondern sie bildet auch Menschen im ersten und zweiten Reiki-Grad aus. Insgesamt hat sie 42 „Arbeiter der Gesundheit“, wie es hier heißt, eingeweiht: darunter acht Ärzte.

Susana ist in Havanna bekannt und beliebt. Auf der Straße kommen Leute auf sie zu und fragen, wann sie am nächsten Seminar teilnehmen können. Susana behandelt gern Kinder und kommt über sie auch an die Mütter. Neben kranken Personen behandelt sie oft auch deren Familienangehörige. Sie gibt Patienten, die in die Ambulanz des Instituts kommen, sowie auch den eingewiesenen kranken Personen Reiki.

Da sich augenblicklich viele kubanische Ärzte, Krankenpfleger und Medizin-Techniker in Venezuela befinden, aus Solidarität mit dem venezolanischen Volk, wird in Kuba statt schulmedizinischen Behandlungen nun mehr und mehr Reiki gegeben. Auch die verbliebenen Ärzte wenden Reiki in Kombination mit den üblichen schulmedizinischen Behandlungen an.
Eine Zahnärztin z. B. gibt ihren Patienten Reiki, bevor die eigentliche Zahn- bzw. Kieferbehandlung beginnt. Eine andere Ärztin gibt gerne Fernreiki. Ein Frauenarzt und Geburtshelfer begleitet Geburten mit Reiki.

Susana Companioni Acosta und die Laborleiterin des "Instituto Nacionall de Gastroenterologia", in La Habana, auf Kuba.

Offenheit ist hilfreich

Bei den verschiedenen Treffen und Gesprächsrunden im Institut für Gastroenterologie berichteten Ärzte, Krankenpfleger, Laboranten, Reha-Experten, Leute aus der Informatik und Verwaltung mit aller Offenheit über ihre Erfahrungen mit Reiki, über ihre Probleme und äußerten auch einige Bedenken. Es gab sehr konkrete Vorschläge, wie man Reiki ins Programm der Alternativmedizin mit einbeziehen könne. Die Gesprächsteilnehmer schlugen eine qualitative Bewertung der Behandlungsergebnisse mit Reiki vor, zur Vervollständigung der meist auf statistischen Daten beruhenden, quantitativen Bewertung durch die Schulmedizin. Da es keine technischen Geräte oder Instrumente zur Energiemessung gibt, welche im wissenschaftlichen Sinne die Wirkung von Reiki beweisen könnten, ist geplant, ein Feedback der Reiki-Empfänger einzuführen. Hier sollen die behandelten Personen anhand von Fragen ihre Reaktionen auf die Behandlung beschreiben. Zudem möchte man ein internationales Reiki-Treffen im „Palacio de las Convenciones“ in Havanna veranstalten.

Eine neue Reiki-Meisterin!

Auch die Ärztin Dr. Susana Balcinde berichtete mir in einem Gespräch von ihren zahlreichen beruflichen Aufgaben. Sie hat vor, von denselben argentinischen Reiki-Meistern, die sie zwischen 1998 und 2000 auf Kuba in den ersten und zweiten Reiki-Grad einweihten, die Meistereinweihung in Buenos Aires zu empfangen.

Während eines Reiki-Treffens saß ich neben Dr. Balcinde. Sie ging mit so viel Klarheit und Überzeugung auf einige geäußerte Zweifel der Anwesenden ein, dass ich ihr ganz spontan sagte: „In dir steckt eine Reiki-Meisterin.“ Da hatte ich noch keine Ahnung von ihren Reiki-Graden und der beabsichtigten Meister-Einweihung.

2009 im Visier

Susana und Dr. Balcinde planen, ab 2009 in Kuba Reiki-Meister auszubilden. Man sieht, die Sache läuft gut in Kuba, und man kann den Kubanern zu ihrer Initiative gratulieren!


Ilse Fasting: „Ich bin im Mai 70 geworden. Vor zehn Jahren entdeckte ich Reiki. Meine Balettlehrerin in Montevideo empfahl mir einen jungen uruguayischen Reiki-Meister, weil ich seit Jahren beim Tanzen Schmerzen in den Knien hatte. Im Jahr 2000 erhielt ich den ersten Grad, in 2001 den zweiten Grad und in 2003 die Meistereinweihung. Ein Unfall im Jahr 2005 verursachte einen Sehnenriss im rechten Oberarm. Die komplizierte Operation sollte in Santiago de Chile stattfinden. Ich spürte am Operationstag besonders viel Reiki-Energie und konnte es vermeiden, in den Operationssaal geschoben zu werden. Der Arm ist, ohne Operation, dank Reiki, völlig geheilt.“


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Kontakte:
Susana Companioni Acosta
Maestra de Reiki
Manrique No. 113 1.piso
e/Animas y Lagunas
C. La Habana, C.P. 10300
KUBA

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25 No. 503, e/H e I
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C.P. 10400 - KUBA
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