Visuelles inneres Erleben

Von der übersinnlichen Wahrnehmung
zur Praxis des Heilens

Mit ausgeprägter Intuition und einem guten Sinn für die innere Wahrnehmung erscheinen der Heilerin, dem Heiler oft zahlreiche Bilder vor dem inneren Auge. Was ist die Botschaft dieser Bilder? Was wollen sie uns sagen? Die Heilerin Christine Rüdiger berichtet über das Erwachen ihrer übersinnlichen Wahrnehmung.


Auf dem Höhepunkt einer persönlichen Krise, ausgelöst durch eine Trennung, träumte ich eines Nachts von einer Frau, deren Namen ich nur flüchtig kannte. In meinem Traum sah ich die Kinderfotos ihres Sohnes in Schwarz-Weiß auf einem Tisch liegen, klare Bilder wie aus einem Fotoalbum vergangener Zeiten. Natürlich träumen wir in jeder Nacht, doch ich war fassungslos als ich erfuhr, dass diese Frau tatsächlich einen Sohn hatte. Wie gelangte diese Information in mein Traumbewusstsein? Woher konnte ich das wissen? Dieser Moment schleuderte mich für kurze Zeit aus meiner Bahn, und ziemlich erschöpft begann meine intensive Suche nach Heilung.

Schicksalhafte Fügung


Meine Reise der Selbsterkenntnis dauerte zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als zehn Jahre an, und mein Heilpraktikerschein lag startbereit, schon lange ungenutzt, in der hintersten Schublade meines Lebens. Vieles schien vorbereitet, aber doch noch nicht reif! Dieses Mal, das spürte ich, ging es um eine grundlegende Veränderung in meinem Leben, der ich mich nur schicksalhaft fügen konnte.

Fest entschlossen, etwas für mich zu tun, besuchte ich einen Workshop  für Bioenergetisches Heilen. Ohne zu wissen, dass das Heilen mit Energien wie eine Welle sein kann, die unaufhaltsam Altes reinigt, weg trägt, um Neues hervorzubringen, öffnete dieser Workshop die Tür zu einer mir bis dahin völlig unbekannten Welt.
Meine erste Chakrenreise offenbarte mir eine universelle Dimension meiner inneren Welten, die mir zunächst fremd, absurd und zugleich phantastisch, fast schon wie ein Science-Fiction-Roman oder ein Walt-Disney-Film, vorkam. Einmal begegnete mir ein schwarzer Panther, der mich zu einem Altar mit Engeln führte, oder goldgelbe Burgen entstanden und wandelten sich zu einer strahlenden Sonne in meinem Solarplexus. Im Stirnzentrum landete ich im dunkelblauen Universum, wo die Sterne wie goldene Kristalle funkelten. Dort begegneten mir zwei Lichtwesen, die wie zwei chinesische Tonkrieger-Figuren aussahen. Einfach klasse!

Intuition und Kreativität

Von nun an überfluteten mich diese kreativen Bilder in allen Farben, Figuren und Formationen, sobald ich meine Augen schloss. Zwar fühlte ich die heilende Kraft dieser Bilder in meiner Seele, doch gleichzeitig war ich auch nur die unbeteiligte Beobachterin eines inneren Films. Wie jemand, der ins Kino geht, sich ein wenig durch die Geschichte der Hauptdarsteller berühren lässt und dann sein bisheriges Leben einfach weiterführt. Doch genau das ging nicht mehr! Diese Bilder wandelten mich und führten mich hin zu einer ganz neuen Sichtweise. Überwältigt und tief beeindruckt von diesem inneren Bilderschatz, fragte ich mich: Was sehe ich da eigentlich, und was bedeutet es? Was ist eigentlich mit mir los? Hatte ich zu viele Science-Fiction-Filme gesehen oder einfach nur eine blühende Phantasie?

Eine länger andauernde Phase der Verunsicherung und inneren Zerrissenheit begann. Einerseits wollte ich diesen Reichtum gerne mit anderen teilen, andererseits fand ich kaum Gesprächspartner, die mit mir diese Eindrücke verarbeiten konnten. Richtig einsam fühlte ich mich dann, als ich begriff, dass nicht alle Menschen solche Bilder sehen konnten. Wieso also ich?! Diese Gabe war wie ein Geschenk, und zugleich empfand ich sie als ein schweres Schicksal. In der Begegnung mit anderen Menschen lernte ich mühsam, zu schweigen, wo es notwendig war und zu reden, wo eine Offenheit vorhanden war. Zweifel und große Bedenken überkamen mich immer wieder, denn ich lebte in zwei verschiedenen Welten, in der sichtbaren und in einer unsichtbaren. Mein Bewusstsein begann, sich auszudehnen und veränderte meine bisherigen Werte und Normen, die Grundlage für meine Sicherheit und Geborgenheit gewesen waren.

Liebe, Frieden, Dankbarkeit


Im Rahmen einer Heilerausbildung erlernte ich verschiedene Methoden, um das Energiefeld eines Menschen mit allen Sinnen wahrzunehmen und diese feinstofflichen Energien zu lenken. Der Prozess meiner Selbstheilung hatte begonnen, ohne dass ich es wirklich gemerkt hatte. Die Tränen meiner persönlichen Krise versiegten und wandelten sich in Tränen der Rührung über das Geschenk der übersinnlichen Fähigkeiten. Meine Energiezentren wurden durch viele Übungen auf neue Klänge, Bilder und Gefühle eingestimmt, die ich von nun an empfangen durfte. Liebe, Frieden und Dankbarkeit kehrten in mein Leben zurück. Durch die Kraft der Vergebung öffnete sich mein Herz. Alte Wunden und Verletzungen durften langsam heilen, und tiefes Mitgefühl und Liebe für alle Lebewesen bereicherte wieder mein Leben. Wie ein ewiger Erneuerungsprozess entwickelte der Prozess der Selbstheilung meine eigene schöpferische Kraft.

Innere Bilder

Eine weitere große Wende ereignete sich, als ich anfing, bei anderen Menschen meine Hände aufzulegen. Nach einem Ritual von Herz zu Herz (Zentrum des Christus-Bewusstseins) spürte ich am Anfang ein Kribbeln im rechten Arm. Gut geerdet und sicher geführt, tauchte ich mit meinen Händen in andere Energiefelder ein und nahm Tiere, Wesen oder verschiedene Materialien wahr, wie z. B. Nägel, Holz, Beton oder Metalle. Spannend, aber mir sagte das vom Verstand her nicht viel. Intuitiv spürte ich jedoch, dass diese Gegenstände als Symbole für Blockaden im Energiefeld standen. Ich wusste instinktiv, wie ich mit diesen Bildern arbeiten konnte. Sah ich z. B. Nägel oder Schwerter, die den Energiefluss behinderten, zog ich sie heraus. Die Wunden versorgte ich dann mit der Heilfarbe Gold. Hin und wieder half mir Erzengel Rafael bei der Wundheilung.
Meine inneren Bilder wurden so zu meinen Ratgebern. Ich begann, mit ihnen zu arbeiten, wandelte und lenkte ihre Energien, befragte Tiere und Menschen nach deren Namen, Alter und sonstigen Botschaften für meine Klienten. Der Kontakt zu meinen Begleitern in der geistigen Welt wird seitdem intensiver und vertrauter. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich nie allein bin mit meinen Bildern. Das Leben mit all seinen Facetten und Begegnungen ist mein größter Lehrer. Ein Spiegel meines Inneren. Meine Ängste, die auch im Leben einer Heilerin hin und wieder durchbrechen, geben die Richtung meiner Entwicklung vor. Denn dort, wo die Angst am größten ist, ist die Entwicklung am notwendigsten.

Die Entwicklung zum Heiler ist ein sehr persönlicher Weg, denn das Leben jedes Menschen ist wie ein individuelles Kunstwerk. Es gibt keine festen Regeln, keine besondere Praxis oder Religion, die uns den Weg der inneren Wahrheit, Hingabe und Liebe zeigt. Vielleicht ist die Selbstheilung die erste größere Herausforderung, um sich zum Heiler zu entwickeln. Die eigene Erfahrung, was geistige Heilung für einen Menschen bedeuten kann, erweitert unseren Blickwinkel, wenn wir nach Wegen suchen, um anderen Menschen zu helfen. Wichtig ist jedoch, dass jeder Mensch seinen göttlichen Funken im Herzen erkennt, der ihm wie eine Richtschnur im Leben hilft, die für ihn „richtigen“ Entscheidungen zu treffen. Gesundheit wird damit zur Herausforderung, der zu sein, der man ist.

 

Christine Rüdiger, Jahrgang 1962, Praxis für Coaching, Spirituelles Heilen und Astrologie seit Herbst 2007 in Berlin. Schwerpunkte ihrer Arbeit mit dem Energiefeld des Menschen sind das Händeauflegen, das schamanische Chakra-Heilen und das Heilen mit inneren Bildern der Seele. Im Dachverband Geistiges Heilen e.V. ist sie seit Oktober 2008 zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Printmedien.

Kontakt:
Praxis für Persönlichkeitsentwicklung
HP-Psychotherapie Christine Rüdiger
10965 Berlin, Heimstraße 24 a
Tel.: (030) 83225470 od. 0171-6542578
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.coaching-astro.de

 

 

 

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