Editorial 3/10

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

gerade kehre ich von einem Reiki-Kongress in Frankreich zurück, wo ich eingeladen war, über Reiki in Deutschland zu sprechen. Der isländische Vulkan war gütig zu mir, so dass ich ohne nennenswerte Verspätungen mit dem Flugzeug unterwegs sein konnte. In Evian, wo der Kongress stattfand, traf ich auch die erste Vorsitzende der UK Reiki Federation aus England, Doreen Sawyer. Im Gespräch mit ihr und mit Nita Mocanu, der den Kongress in Frankreich organisierte, erhielt ich hilfreiche Impulse für den Prozess, Reiki auch in Deutschland, ähnlich wie es in England bereits geschehen ist, auf ein anerkanntes Niveau zu heben.

Während sich die Entwicklung in Frankreich noch etwas schwierig gestaltet, konnte Doreen Sawyer, als Mitglied des britischen Reiki Councils, einer Dachorganisation für alle Reiki-Verbände in Großbritannien, bereits eine persönliche Einladung in den St. James‘s Palace vorweisen. Sie erzählte mir, wie sie dabei Prince Charles direkt gegenüber gesessen und mit ihm über Reiki geplaudert habe.

Eine ähnliche Entwicklung ist auch in Deutschland möglich. Wie wäre es, wenn z. B. ein Vertreter eines deutschen Reiki-Verbandes, der für alle Richtungen und für freie Meister offen ist, mit dem Gesundheitsminister zusammenkommen und über Reiki sprechen kann? Welch ein Potenzial läge in einer solchen Begegnung! Eigentlich wäre ja zu erwarten, dass angesichts des mehr als problematischen Zustandes unseres Gesundheitssystems derartige Impulse von Seiten des Ministeriums selbst ausgehen. Aber auch wenn dies offensichtlich (noch) nicht der Fall ist, so können auch Reiki-Praktizierende – voraus­gesetzt, eine ernst zu nehmende Interessenvertretung, mit großer Mitgliederzahl, besteht – diesen Impuls selbst setzen. Und schauen, was dann geschieht!

Während ich dies schreibe, liegt die Reiki Convention, auf der erste Gespräche hierzu stattfinden werden, noch zwei Wochen vor uns. Wenn Sie dieses Heft in den Händen halten, wird die Convention bereits stattgefunden haben. Und die Idee eines deutschen, richtungsübergreifenden Reiki-Verbandes, als ­Interessenvertretung für alle Reiki-Praktizierenden in Deutschland, wird erste Konturen erhalten haben. Grundsätzliche Überlegungen werden angestellt sein, erste Ideen in Worte gefasst. Um etwas zu schaffen, das Hand und Fuß hat, das niemanden ausschließt und das nachhaltig wirken kann! Weitere Treffen rücken in greifbare Nähe – um in 2011 dann richtig durchstarten zu können.

Ich wünsche viel Freude beim Lesen dieser 54. Ausgabe des Reiki Magazins!

 

Oliver Klatt

 

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