Die alte Dame von gegenüber

Wie weit geht die mystische Dimension von Reiki? Reiki-Meisterin/-Lehrerin Rosita Theye erzählt eine Begebenheit, die erahnen lässt, wie tief die Verbindungen manchmal gehen können, wenn Reiki mit im Spiel ist.

Nachdem meine Mutter im Sommer 2006 im Alter von fast 80 Jahren ihren Körper verlassen hatte, stand ich abends gerne mal am Fenster, um einfach den Sternenhimmel zu bewundern und dabei an sie zu denken. Dabei fiel mein Blick oft auf die erleuchteten Fenster gegenüber. Welche Geschichten mögen wohl dort drüben, hinter den einzelnen Fenstern, „wohnen", dachte ich – und fühlte Nähe und Verbundenheit.

Als ich wieder einmal so am Fenster stand, entdeckte ich gegenüber eine alte Dame, die mir freundlich zuwinkte. Ich kenne sie doch?! Bin ihr schon so manches Mal begegnet ... Ich erinnerte mich an ihr schönes Gesicht und das warme Lächeln. Wie ich später erfuhr, ist sie im selben Jahr geboren wie meine Mutti – und seit vielen Jahren schwer herzkrank. Von nun an winkten wir uns zu, wenn wir uns am Fenster sahen, wie zwei Menschen, die sich schon lange kennen.

Verbundenheit

Im Winter 2006, als ich durch einen Armbruch zur Ruhe gezwungen wurde, traf ich mein „Gegenüber" auf dem stark verschneiten Traberweg. Ich hatte das Bedürfnis, mich der alten Dame vorzustellen. Dabei ermunterte sie mich, sie doch einfach mal zu besuchen. Ein paar Tage später saßen wir dann bei einer Tasse Kaffee in ihrem Wohnzimmer, und sie erzählte bewegende Geschichten aus ihrem Leben. Zum Abschied schenke ich ihr meinen Talisman, einen Bergkristall, der bei jeder meiner Reiki-Behandlungen mit dabei gewesen war.

Ein paar Wochen später erfuhr ich von ihr, als bei mir zum Kaffee trinken war, dass sie den Bergkristall ständig bei sich trug. Ich genoss das Zusammensein mit der alten Dame. Wenn ich mit ihr zusammen war, fühlte es sich so an, als ob die Zeit stehen bleiben würde. Inzwischen wusste sie, dass ich Reiki praktiziere und wünschte sich eine Kurzbehandlung von mir. Ich legte meine Hände auf ihren Kopf und spürte tiefe Liebe und Verbundenheit ...

Ein paar Tage später, als wir uns auf der Straße trafen, fragte sie mich, wann sie mal wieder ein wenig „Glück" erspüren könne und meinte damit, wie sich herausstellte, Reiki. Ich freute mich darüber, und wir trafen uns dann ein paar Tage später zur nächsten Reiki-Behandlung.

Eines Morgens, ich kam gerade aus dem Haus und wollte zur Arbeit fahren, bemerkte ich, wie sich vor dem Haus der alten Dame mehrere Nachbarinnen aufgeregt unterhielten. Ich spürte, dass etwas geschehen sein musste und erfuhr kurz darauf, dass die alte Dame von gegenüber in der letzten Nacht gegangen war. Ich war betroffen, es schmerzte. Auf dem Weg zur Arbeit ging mir viel durch den Kopf.

Letzte Rose

Zwei Wochen später fand ich die Einladung zur Beerdigung in meinem Briefkasten und stellte fest, dass es derselbe Friedhof war, auf dem auch meine Mutti vor kurzem beigesetzt worden war. Außerdem sah ich, dass ich zum Zeitpunkt der Beerdigung auf Reisen sein würde. Die Einladung hatte mir ihr Sohn geschickt, auf den sie immer besonders stolz gewesen war, da er ein sehr engagierter Chirurg ist.

Nachdem ich aus dem Urlaub zurückgekehrt war, ging ich mit zwei Rosen zum Friedhof und suchte das Grab der alten Dame. Tief berührt stellte ich dann fest, dass sie genau in dem Grab neben meiner Mutti ruht. Liebevoll legte ich beiden eine Rose auf das Grab ...

 

 

Rosita Theye: „Vor acht Jahren wurde ich auf wunderbare Weise zu Reiki geführt. Meine traditionelle Ausbildung zur Reiki-Meisterin u. Lehrerin (Usui Shiki Ryoho) erfolgte 2010. Ich bin dankbar und voller Freude, eine sinnerfüllte und inspirierende Arbeit machen zu dürfen; wobei Reiki mein ständiger Lehrer ist."

Kontakt:
Tel.: (030) 52 96 408
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.reiki-begegnen.de

 

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