Reiki auf arte

In X:enius, dem „Wissensmagazin" von arte, wurde am 3. Juli 2014 über Reiki berichtet. Bei der Frage „Esoterik – Humbug oder Wissenschaft?", mit der das Moderatorenteam in diese Sendung startete, schnitt Reiki am besten von allen „untersuchten" Methoden ab. Es handelt sich hier – insgesamt betrachtet – sicherlich um den bislang positivsten und interessantesten Beitrag über Reiki im deutschen Fernsehen.

In der Sendung werden Methoden, Produkte oder Therapieformen vorgestellt, die aus Sicht der Redaktion des Magazins als „esoterisch" eingestuft werden können. Esoterik, so einer der Moderatoren, sei ein Phänomen, das „seinen Platz im Herzen der Gesellschaft" habe. Im Laufe der Sendung werden Erfahrungen gezeigt, die verschiedene Menschen u.a. mit einer Kartenlegerin, mit Quantenheilung, mit „DNA-Therapie" sowie mit vitalisiertem Wasser gemacht haben. Man ist zu Gast im Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene in Freiburg – und es gibt einen Besuch im Unfallkrankenhaus Berlin (ukb), wo Reiki-Lehrer Marc Bendach und weitere Entspannungstherapeuten seit 2012 rd. 4.000 Reiki-Behandlungen jährlich den Patienten geben (das Reiki Magazin berichtete in den Ausgaben 2/12 und 4/12).

Das X:enius-Moderatorenteam Carolin Matzko und Gunnar Mergner ist zu Gast am ukb. Es wird gezeigt, wie Marc Bendach einen Patienten mit Reiki behandelt. Der Patient erklärt, er habe eine Schulterverletzung aufgrund eines Arbeitsunfalls. Konfrontiert mit einer Nachfrage hinsichtlich der wissenschaftlichen Belegbarkeit von Reiki, macht Marc Bendach darauf aufmerksam, dass es sich bei Reiki um „eine konkrete Erfahrung" handelt, „die man während der Behandlung macht" – und dass nach Erhebungen des Unfallkrankenhauses Berlin 87 Prozent der dortigen Schmerzpatienten gesagt haben, dass es ihnen helfe. Reiki habe „sich etabliert und gehalten durch die vielen positiven Rückmeldungen der Patienten". Mittlerweile, so Marc Bendach, werde allen Reha-Patienten am ukb Reiki gegeben. Der Moderator Gunnar Mergner fasst zusammen: „Wissenschaftlich ist es nicht belegbar, aber der Patient sagt, es hilft."

Auch der Anästhesist und Schmerzherapeut Dr. med. Christoph Wendelmuth kommt zu Wort, eingeleitet durch einen Satz von einem der Moderatoren, dass er – der Arzt – hier am ukb die Patienten ja „rüber zum Reiki" schicke. Dr. Wendelmuth erläutert: „Insbesondere im Bereich der Behandlung von chronischen Schmerzen sind unsere Mittel begrenzt. Häufig sind die Patienten, wie wir sagen, austherapiert, haben schon viele Medikamente bekommen, und ein häufiger Grund für die anhaltende Schmerzproblematik sind Verspannungen. Und Verspannungen sind sehr schwierig anzugehen, medikamentös sowieso, aber auch von der Seite des Patienten her. Reiki scheint ein Verfahren zu sein, das durch den Therapeuten sehr gut auf den Patienten zu transportieren ist, damit leicht erlernbar ist durch den Patienten und unmittelbar auch eine Wirkung zeigt."

Dr. Wendelmuth weiterhin: „Für jedes einzelne Verfahren, das angewandt wird, werden Schulnoten vergeben, und da ist Reiki von vorneherein und auch durchgehend immer auf den oberen Plätzen vertreten." Es werde also „von den Patienten als sehr hilfreich empfunden." Moderator Gunnar Mergner fasst zusammen: „Esoterische Methoden halten mit Sinn Einzug in die Schulmedizin."

Schließlich legt sich die Moderatorin Carolin Matzko noch auf die Behandlungsliege und lässt sich von Marc Bendach Reiki geben. Nach einer Minute, auf die Frage hin „Spürst du schon was?" von ihrem Moderatorenkollegen, sagt sie: „Es ist tatsächlich wahnsinnig warm." Da reicht Marc Bendach ihr seine rechte Hand, sie fühlt die Hand und ist sehr überrascht. Sie sagt zu ihm: „Sie haben ganz kalte Hände." Marc Bendach erläutert: „Meine Hände sind kalt, aber was gespürt wird, ist die einfließende Energie, und die wird als Wärme oder Hitze gespürt." Die Moderatorin ist beeindruckt. Er gibt ihr weiter Reiki. Sie spürt eine lockernde Wirkung und sagt: „Mir tut es grad' unglaublich gut!"

 

 

Verfasser: Oliver Klatt

Copyright Foto: ukb

 

 

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