Ein Leben in Reiki

Reiki-Meisterin Susanna Lübcke, Ärztin und Mit-Begründerin der EmotionalKörper-Therapie, führt ein bewegtes Leben mit Reiki. Hier berichtet sie in sehr direkter Weise von Höhen und Tiefen in ihrem Leben – und wie Reiki dabei hilft.

Geboren wurde ich in das Nachkriegs-Berlin hinein. Die Blumensträuße, die wir unseren Müttern pflückten, waren die Unkräuter aus den Ruinen.

Meine Erziehung war leistungsgetrimmt. Die Beste in der Schule, die Hauptrolle im Schulspiel und in den Turnverein-Wettkämpfen unter den zehn Besten in Berlin. Austausch-Schülerin, naturwissenschaftliches Abitur, Medizinstudium. Zwei Jahre Konfirmandenunterricht mit Einsegnung – trotzdem hatte ich den Eindruck, dass weder meine Eltern noch meine Erzieher noch der Pfarrer einen wirklichen Glauben hatten.

Abschlussprüfung

Im Physikum, der härtesten Prüfung des Studiums, zeigten sich erste Einbrüche. Ich geriet in eine Angstpsychose und konnte für sechs Wochen mein Bett nicht verlassen. Ich war wie gelähmt. Mit Hilfe von angstlösenden Medikamenten gelangte ich langsam wieder in einen lebensfähigen Zustand.

Dann die Abschlussprüfung. Hier reagierte der Körper: Es bildete sich eine eitrige Fistel. Und da ich mir keine Zeit nahm, darauf zu achten, kam es zu einer Blutvergiftung. Ich musste mit akuter Problematik ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Nach dem Studium als Ärztin praktizierte ich Jahre in der Klinik, und schließlich in eigener Praxis. Ich begann mit einer leeren Wohnung am Winterfeldtplatz und kreierte eine Hausarztpraxis. Das war viel Stress im Aufbau und in der Anfangsphase ... und dann verließ mich plötzlich mein Lebenspartner, von einem Tag auf den anderen.

Ich hatte nichts, woran ich mich festhalten konnte – und fiel. Im freien Fall wurden meine Augen blind (akuter Grauer Star), wurden operiert, aber fehlerhaft. Ich hatte eine
Abtreibung, und danach wollte ich nicht mehr weiter. Ich legte mich ins Bett und weinte und schlief und aß und trank nichts mehr. Sollte der Tod mich doch abholen.

Schweben im Quadrat

Nach drei Tagen erlebte ich, wie sich mein Oberkopf öffnete und mein Körper im Bett liegen blieb, ich aber entschwebte Richtung Himmel. Das war zu Anfang ein Schweben, dann aber nahm die Geschwindigkeit im Quadrat zu. Es war göttlich! Irgendwann habe ich dann wohl mein Bewusstsein verloren.

Als ich wieder zu mir kam, klingelte es an der Tür, und eine Freundin kam vorbei.
Sie sah meinen Zustand und flößte mir auf der Stelle Tee ein. Sie erzählte mir von einer Frau, die anderen Menschen die Hände auflegt, und dann ginge es diesen Menschen besser. Ich hatte nichts zu verlieren und rief die Frau an.

Gabriele kam und gab mir meine erste Reiki-Behandlung. Ich merkte gar nichts. Aber ganz tief in mir gab es plötzlich eine Gewissheit ... eine Gewissheit, die ich so nie gekannt hatte und die mir nun sagte: Das machst du jetzt weiter. Gabriele Nau kam jede Woche für ein halbes Jahr. Danach war jede Form von Depression weg und ich wieder voll arbeitsfähig.

Nach dem halben Jahr flog ich nach München zu Lore Massar, denn damals gab es noch keine Reiki-Meister in Berlin. Reiki I Einweihung, ein Jahr später Reiki II Einweihung.

Schnelle OP

In der Reiki II Einweihung lernte ich das Konzept des Fernheilens kennen. Ich wusste, dass ich mein Auge noch einmal operieren lassen musste. Aber diese Art der Operation war noch nie zuvor durchgeführt worden, und ich trug das gesamte Risiko.

Ich bat alle Reiki-Praktizierenden, die ich kannte, mir am Tag der Operation Fernreiki zu senden. Morgens wurde ich operiert, und abends kam der Chefarzt zur Visite: „Frau Kollegin, diese OP war für mich sehr ungewöhnlich. Ich hatte mich darauf vorbereitet, die alte Linse zu entfernen und hatte mir das riskant und schwierig vorgestellt, aber die Linse ist mir förmlich entgegen gehüpft. Außerdem hatten wir 45 Minuten für die OP vorgesehen, waren aber schon nach 25 Minuten fertig." Die Heilung erfolgte schnell – und jetzt, nach 25 Jahren, ist diese Linse immer noch voll tauglich!

Einweihung in Reiki

Die Einweihungen in Reiki hatten tiefe Veränderungen bewirkt. Ich war jetzt an neuen Dingen interessiert. Ich traf auf Dorothea und Anne, beide hatten gerade ein Seminar in Aura-Heilung und ein Seminar bei Klaus Lange besucht und die dabei erlernten Fähigkeiten kombiniert. Ich berichtete vom Reiki, und beide machten eine Reiki-Ausbildung.

Wir fanden Gefallen an diesen neuen Methoden und trafen uns jeden Mittwoch, drei Jahre lang, um sie weiter auszuprobieren. Wir nutzten Reiki II Techniken, um uns in einen anderen Geisteszustand zu versetzen, und in diesem Zustand baten wir um Hilfe und Information. Jeweils eine von uns fing dann an zu sprechen, aus einer tiefen inneren Quelle, die uns sonst nicht zugänglich war. Mit Hilfe der so gewonnenen Informationen ist aus dem Reiki heraus eine neue Therapiemethode entstanden: die EmotionalKörper-Therapie. Diese neue Methode gibt es jetzt seit über 20 Jahren, und sie verbreitet sich auch international. Wir haben sie zu unserem Beruf gemacht.

Umzug in die USA

Mitte der 1990er Jahre zog ich zu meinem US-amerikanischen Mann nach Oregon. Ich beantragte die Green Card, und alles schien gut zu laufen – bis mir bei der Einreise eröffnet wurde, dass ich das falsche Visum hätte. Man brachte mich in einen Gefängnisraum.

Ich verstand die Situation so, dass entweder mein Mann mir noch an diesem Tag ein Flugticket kaufen und ich sofort wieder nach Deutschland fliegen könne. Oder dass andernfalls der „offizielle Prozess" zur Klärung der Situation 14 Tage dauern würde, was für mich bedeuten würde: 14 Tage Gefängnis. Ich hatte ein Telefongespräch frei und bat alle meine Reiki-Freunde um Unterstützung. Dann wurde ich in meine Zelle gebracht. Ich legte mich auf den Beton und war umgehend von fallenden Rosenblättern umgeben. Eine rosa Energie, die ich nicht kannte. Ich war geborgen. Ich war in Sicherheit, alles wird gut. Ich schlief acht Stunden am Stück, und als ich aufwachte, war wirklich alles in Ordnung. Ich konnte ohne Probleme zurück nach Deutschland fliegen.

Kurze Zeit später flog ich erneut in die USA, diesmal mit dem richtigen Visum – und direkt nach Oregon. Dort wohnten wir hinter den Bergen, in unendlicher Weite und unendlicher Stille. Dann zog flussabwärts der neue Nachbar ein und benutzte einen Traktor ohne Reifen, um Wasser aus dem Fluss zu pumpen. Nun war ununterbrochen Krach, und die Erde vibrierte. Ich bat wieder alle Reiki-Freunde um Hilfe, und wir sandten viel Reiki auf die Situation. Daraufhin geschah das Wunder: Naturschützer kauften sein Grundstück, und fortan war Stille.

Was wünschst du dir?

Meine Freundin, eine klinische Hypnose-Therapeutin, fragte mich, was ich mir denn eigentlich so für mein Leben wünschen würde. Ich sagte: Eine kleine Schule, hier in der Nähe, in der ich meine alten und meine neuen Fähigkeiten anbringen kann.

Wir sendeten Reiki auf diese Vorstellung. Ich musste für vier Monate nach Deutschland. Als ich zurückkam, gab es eine kleine Privatschule, elf Kilometer entfernt von uns. Aber wie sollte man dort auf mich aufmerksam werden? Also wieder Reiki auf die Situation schicken, und dann einfach ins Auto steigen und hinfahren. Zu meiner Überraschung war die Sekretärin eine Bekannte von mir! Und so wurde ich denn für die nächsten sechs Jahre Mathematik- und Deutsch-Lehrerin und Meditationsbegleiterin – und durfte auch mit Reiki arbeiten.

Dies waren die größeren Wunder in meinem Leben mit Reiki, die kleineren passieren täglich.

Reiki überall

Ich „reiki" alles. Morgens den Tag, meinen Mann und mich, meine Familie. Unser Auto.
Die Wohnung, wenn ich sie verlasse. Das Essen, die Steuererklärung. Die Reisen. Und nach wie vor, wenn ich neben Klienten sitze, baue ich ein Reiki-Energiefeld um uns herum auf.

Reiki hat mir geholfen, zurück ins Leben zu kommen – in ein anderes Leben als jenes, das ich zuvor gelebt habe. Ich erinnere mich daran, wie ich die Reiki-Lebensregeln zum ersten Mal hörte und dachte: 'Oh je ... wieder ein Katechismus!' Im Laufe der Jahre aber habe ich diese Regeln mehr und mehr angewandt. Nicht als Pflicht, nicht „von außen kommend", nicht mit dem Gedanken „Du musst" oder als gelernt. Sondern sie kommen wie von alleine, mit jeder Anwendung des Reiki ein bisschen mehr ... und ein bisschen mehr aus meinem Herzen.

Ich danke Mikao Usui, und ich danke Reiki.

 

"EmotionalKörper-Therapie"
Susanna Lübcke, Anne Söller, verlagM

Die EmotionalKörper-Therapie (EKT) bietet Menschen, die für ihre Gesundheit und Entwicklung Unterstützung wünschen, mit einer Vier-Schritte-Technik Impulse, die ihnen zur Selbstheilung verhelfen können. Es handelt sich um eine emotionsbasierte Methode, die in einem tiefenentspannten Zustand angewandt wird. Die EKT kann dabei helfen, körperlichen Krankheiten, verdrängten Gefühlen und seelischen Blockaden in Liebe nahe zu kommen und diese aus ihren Verstrickungen zu lösen. Somit kann sie eine kraftvolle Unterstützung geben durch die Intelligenz, die den Emotionen innewohnt. Sie kann von Gedanken und Gedankenmustern befreien, die ängstigen oder einengen.
Die Ausbildung ist in sieben Modulen aufgebaut und schließt mit einem Zertifikat ab.

Weitere Infos im Buch sowie auf
www.emotionalkoerpertherapie.de

 

Dr. Susanna Lübcke, geb. 1952, Ärztin, Allergologin. Studium und Promotion an der FU Berlin, niedergelassen als Kassenärztin in Berlin bis 1993. Umzug nach Oregon, verheiratet, Therapeutin und Ausbilderin in EmotionalKörper-Therapie in Oregon, Kalifornien und Berlin.

 

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