Reiki-Geschichten: "Reiki kennenlernen"

Hallo ihr Lieben,

erinnert ihr euch noch? In der letzten Ausgabe habe ich davon erzählt, wie ich 1995 zu Reiki gefunden und den ersten und zweiten Grad erworben habe. Seitdem sind 21 sehr spannende, ereignisreiche Jahre vergangen.

Damals dachte ich noch, dass mir der zweite Grad auf alle Fälle reichen würde. ‚Den Meistergrad brauche ich nicht, und Reiki-Lehrer kommt für mich sowieso nicht in Frage!’, war ich mir sehr, sehr sicher.

 

Reiki für Freunde und Familie

So vergingen einige Monate, in denen ich mir selbst viel Reiki gab und zudem Familienmitglieder, Verwandte und enge Freunde größtenteils mit Fernreiki, aber auch mit Direktbehandlungen versorgte. Außerhalb dieses engen Kreises war ich sehr zurückhaltend, wenn es darum ging, über Reiki zu sprechen. Da ich selbst ursprünglich sehr skeptisch gewesen war, hatte ich wohl die Befürchtung, von meinen Mitmenschen sonst nicht mehr ernst genommen zu werden smile

Aufgrund der vielen positiven Erfahrungen wurde ich sehr schnell ein Fernreiki-Fan. Fernreiki versende ich selbstverständlich nur, wenn der Empfänger sein Okay dafür gegeben hat. Die Möglichkeit, Reiki in die Vergangenheit und bei Bedarf auch in die Zukunft zu schicken, fasziniert mich nach wie vor. Zudem kann ich bei der Fernbehandlung gemütlich, bei einer brennenden Kerze, auf dem Sofa sitzen, ganz wie es in meinen Zeitplan passt, was oft erst am späten Abend ist.

Innere Meisterschaft

Was meinen weiteren Weg mit Reiki anging, so sollte ich mich getäuscht haben, denn plötzlich war doch der Wunsch da, den Reiki-Meisterweg zu gehen. Aber auf alle Fälle ohne Lehrbefugnis, da ich mich zur Lehrerin absolut nicht geeignet fühlte. Meine Reiki-Lehrerin bot die Meister-/Lehrerausbildung getrennt an, was mir in dem Fall sehr entgegen kam. Mit der Einweihung in das Meistersymbol hoffte ich, meine eigene spirituelle Entwicklung Schritt für Schritt voranzubringen. So begann für mich der Weg meiner inneren Meisterschaft, der immer noch weiter geht und vermutlich nie so ganz zu Ende ist smile

Beim Meister-Seminar waren wir zwei Teilnehmerinnen. Im Juli und August 1997 haben wir beide an sechs Nachmittagen den Reiki-Meistergrad erworben. Abgesehen von der Einweihung ins Meistersymbol, welches im Grunde ja kein Symbol, sondern ein Schriftzeichen ist, haben wir viele Meditationen durchgeführt. Wir haben uns mit Chakren, der Aura, mit Mandalas, Reiki-Essenzen, Kristallen und manchem mehr beschäftigt. Dazu gab es viele Übungen zur besseren Wahrnehmung der Energie. Das Meistersymbol bereicherte mein Leben tatsächlich um eine weitere Stufe zur Spiritualität.

Doch Lehrerin?

Ich hatte es stets kategorisch ausgeschlossen – und war mir dabei wirklich sehr sicher gewesen! Die Einweihung ins Meistersymbol ist für mich die einzige Erklärung, warum es dann doch anders kam. Es muss mir wohl vorbestimmt gewesen sein smile Bereits Ende September 1997 begann ich mit meiner Reiki-Lehrerausbildung!

In dieser Zeit musste ich mich finanziell ziemlich einschränken. Die Meister- und die Lehrerausbildung kosteten mich ein kleines Vermögen. Sparen war für mich aber nie ein Problem. Wenn mir etwas wichtig ist, bin ich auch bereit dafür zu arbeiten. Als erstes habe ich meinen teuren Vertrag beim Fitnesscenter gekündigt. Das war für meine konditionelle und muskuläre Fitness zwar eher ungünstig, musste aber sein. Die nun freigewordene Zeit verwendete ich zum Lernen.

In Vorbereitung auf meine Aufgaben als Reiki-Lehrerin habe ich mich noch intensiver mit Reiki beschäftigt. Ich las sehr viele Reiki-Bücher, um zu sehen, wie andere Menschen mit Reiki arbeiten und was sie damit erleben. Sehr viele Wochen habe ich meine Freizeit nur am Computer verbracht, um das Lehrmaterial für meine zukünftigen Schüler  zusammenzustellen. Dabei durfte ich auch das Lehrmaterial miteinbeziehen, das ich von meiner Reiki-Lehrerin erhalten hatte. Später haben wir unser jeweils neu hinzugefügtes Material untereinander ausgetauscht.

In der Ausbildungszeit

Während meiner Ausbildungszeit durfte ich 122 Prüfungsfragen zum ersten, zweiten und dritten Reiki-Grad beantworten. Margit, meine Lehrerin, hat diese Fragen erarbeitet, damit sie eine zusätzliche Kontrolle hat, wie intensiv sich der Lehrer-Schüler mit dem Thema auseinandersetzt. Diese Prüfungsfragen dürfen nun auch meine Lehrer-Schüler beantworten smile

Selbstverständlich habe ich als Lehrer-Schülerin mehrmals bei den Seminaren zum ersten, zweiten und dritten Grad von Margit teilgenommen, um mir den Ablauf der Seminare einzuprägen. Dazu gab es noch einige Lehrerbesprechungen.

Im Rahmen meiner Ausbildung bekam ich von Margit auch die Einweihungen in das Herz- und Hals-Chakra-Symbol. Diese beiden Symbole stammen aus dem 7-Grade-System nach Barbara Weber Ray, die eine der 22 Reiki-Meister-Schüler von Hawayo Takata war. Das Herz- und Hals-Chakra-Symbol (4. und 5. Grad) haben mein Gefühlsleben sowie die Kommunikation mit anderen Menschen sehr bereichert.

Neue Aufgabe

Am 1. Mai 1998 hatte ich meine Reiki-Lehrerausbildung abgeschlossen. Ich war unglaublich stolz und freute mich sehr auf meine neue Aufgabe. Reiki ist etwas so Wertvolles, dass es für mich sehr wichtig erscheint, es so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen.
Nun war auch für mich die Zeit gekommen, mit Reiki an die Öffentlichkeit zu gehen.
Das fiel mir nun nicht mehr schwer! Ich habe fast nur positive Erfahrungen und Erlebnisse mit Reiki machen dürfen. Warum sollte ich also nicht davon berichten smile

Eine kleine Hürde überwand ich, als ich meinem damaligen Chef davon erzählte und erklärte, dass ich mich als Reiki-Lehrerin selbstständig machen möchte. Mein Chef sah mich ganz erschrocken an und fragte: „Sie wollen jetzt aber nicht hier aufhören?“. Ich konnte ihn gleich beruhigen, indem ich ihm erklärte, dass es „nur“ als Nebenberuf gedacht ist. An meiner Arbeitsstelle gab es damals einen Verwaltungsdirektor, dem ich mein Vorhaben auch mitteilen musste. Seine erste Frage war: „Kann man damit Geld verdienen?“ Ich gestehe, diese Frage hat mich irritiert, weil es mir in erster Linie darum ging, Reiki unter die Menschen zu bringen, damit sie sich selbst auf ihrem Lebensweg unterstützen können. Der Geld-Faktor war für mich eher Nebensache.

Freude und Dankbarkeit

In meinem ersten Reiki-Seminar durfte ich meine Familienmitglieder in den ersten Grad einweihen. Ich war sehr stolz, dass sich auch meine Eltern bereit erklärt hatten, Reiki zu erlernen. Mein Freund, meine Schwester und meine beiden Schwägerinnen waren ebenfalls dabei. Glücklicherweise waren meine „Versuchskaninchen“ zufrieden mit mir smile ! So liebevoll unterstützt konnte nichts mehr schiefgehen, und ich begann meinen Reiki-Lehrerweg voller Freude und Dankbarkeit.

Es war eine große Herausforderung für mich, gleich am Anfang sechs Teilnehmer auszubilden. Danach habe ich für mich entschieden, künftig nur noch höchstens vier Teilnehmer in einem Reiki-Seminar anzunehmen. So kann ich intensiver auf jeden Einzelnen eingehen. Das hat sich ganz gut bewährt.

Ich durfte und darf auf diesem wundervollen Weg viele liebe Menschen kennenlernen, in Reiki einweihen und eine Zeitlang begleiten. Dabei haben sich auch langjährige, tolle Freundschaften entwickelt, die ich nicht missen möchte.

Von ganzem Herzen

Ich selbst habe anfangs einen Versicherungsvertreter gebraucht, der mich dazu überredet hat, Reiki zu erlernen. Ohne seine Überredungskünste wäre ich wohl nie oder erst sehr viel später auf Reiki aufmerksam geworden. Heute kann ich mir mein Leben ohne Reiki überhaupt nicht mehr vorstellen. Ich bin davon überzeugt, dass Reiki immer seinen Weg finden wird, früher oder später! Reiki hat mich gefunden, und ich kann durchaus von mir behaupten, dass ich Reiki lebe, von ganzem Herzen und mit ganzer Seele. Ich bin überaus dankbar, dieses wundervolle Geschenk in meinen Händen zu haben.

Während ich diese Zeilen geschrieben habe, sind mir noch weitere wichtige Meilensteine auf meinem Reiki-Weg in den Sinn gekommen. So habe ich mich spontan entschieden, im nächsten Reiki Magazin noch mehr davon zu berichten. Ich hoffe, ihr habt Freude daran.

Vielleicht inspirieren euch meine Berichte auch, und ihr fangt selbst an zu schreiben ...

Bis zum nächsten Mal wünsche ich euch einen schönen Herbst

Eure Michaela

 


Michaela Weidner
ist seit 1995 in Reiki eingeweiht. Nebenberuflich führt sie eine Energetische Heilpraxis und gibt Seminare in Reiki und Energetische Aufrichtung. Neben den seit 2001 erscheinenden Reiki-Geschichten im Reiki Magazin sind mehrere Bücher, u.a. „Das Reiki-Buch für Kinder", im Buchhandel oder bei der Autorin erhältlich.

Kontakt:
Michaela Weidner
Lerchenweg 2, 72514 Inzigkofen-Vilsingen
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www.reiki-fit.de

 

Copyright Foto: Jürgen Fälchle - Fotolia.com

 

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