Nachgefragt! 11 Fragen an ... Jojan Jonker

Auf dieser Seite erzählen Persönlichkeiten der Reiki-Szene aus ihrem Leben mit Reiki. Dieses Mal stellt sich Jojan Jonker, langjähriger Reiki-Meister und Buchautor, den elf Fragen der Redaktion.

- Name Jojan Jonker
- Beruf Reiki-Meister, unabhängiger Wissenschaftler, ICT Consultant im Ruhestand
- geb. 14. September 1956
- Sternzeichen/Aszendent Jungfrau, Aszendent nicht bekannt
- Erster Kontakt mit Reiki wann?/wo? 1994, in den Niederlanden
- Reiki Grad Meister, 1998
- Wirkungsort Niederlande
- Familienstand Zusammenlebend, keine Kinder

Jojan Jonker wurde 1994 in den 1. Reiki-Grad eingeweiht, seit 1998 ist er Meister/Lehrer. Er lebt in den Niederlanden und ist Autor des englischsprachigen Buches „Reiki – The Transmigration of a Japanese Spiritual Healing Practice“, seiner Doktorarbeit zu diesem Thema.


1. Wie bist zu zu Reiki gekommen?

1994 arbeitete ich als Berater für Informations- und Kommunikationstechnik, für ein Software-Unternehmen, an einem Projekt für die holländische Telekom. 50 Personen arbeiteten an diesem Projekt, und 49 von ihnen standen unter permanentem Stress, außer einer … Ich erfuhr, dass er Reiki praktizierte (bis dahin hatte ich noch nie davon gehört). Er meinte, dass auch ich davon profitieren könne, zur Reduzierung von Stress und für meine spirituelle Entwicklung. Der Rest ist Geschichte.

2. Wie oft behandelst du dich mit Reiki?

Täglich, aber nicht in dogmatischer Weise. Ich erlege mir nicht selbst die Pflicht eines bestimmten Ablaufs von Handpositionen auf. Tagsüber, oder besser: in der Zeit wo ich wach bin, lege ich mir die Hände so auf, wie es für mich im jeweiligen Moment ­passt – ob ich nun auf einem Stuhl sitze, im Bett liege oder im Bahnhof auf einen Zug warte.

3. Kombinierst du Reiki mit anderen Methoden?

Nicht wirklich mit „Methoden”, aber ein bisschen mit anderen spirituellen Feldern. In den letzten 15 Jahren habe ich Ein Kurs in Wundern „gelesen”, und davor die Lehren von Sai Baba und Krishnamurti. Seit einem oder zwei Jahren nehme ich wöchentlich an einer Yin Yoga-Klasse teil.

4. Wann hast du das letzte Mal Reiki angewandt?

Heute

5. Hast du einmal ein Wunder mit Reiki erlebt?

Das hängt davon ab, was man als „Wunder” bezeichnet. Während einer Reiki-Alliance-Konferenz habe ich einmal eine Stunde lang Reiki gleichzeitig von vier Takata-Meistern erhalten. Das brachte meinen Geist an den tiefsten inneren Ort, den man sich nur vorzustellen vermag. Anwesende mit buddhistischem Hintergrund nannten es einen Moment des Samsara. Für mein westliches Ich war es einfach etwas ganz Besonderes. Bei einer anderen Gelegenheit, auch auf einer Reiki-Alliance-Konferenz, erhielt ich eine Behandlung, die mir half, gewisses Karma aufzuarbeiten. Danach hatte ich das Gefühl, dass dieses Leben nun komplett war – und dass ich in der Nacht meinen Übergang machen würde. Das Spiel ist aus! Es kam nicht dazu …

6. Hat auch mal etwas mit Reiki nicht geklappt?

Das hängt davon ab, wie man „nicht geklappt” definiert. Meine Erfahrung ist, dass Reiki immer einen Effekt hat, entweder auf den Körper oder den Geist oder die Seele. Ich habe gelernt, Erwartungen bezüglich einer Reiki-Behandlung loszulassen und mich stattdessen der Reiki Energie hinzugeben.

7. In welcher außergewöhnlichen Situation hast du schon einmal Reiki gegeben?

Während eines Treffens hatte eine 80-jährige Frau plötzlich Probleme mit ihrem Herzen. Für manche Anwesende sah es so aus, als würde sie sehr bald ihren Übergang machen. Sie wollte in dieser Situation unbedingt, dass ich ihr Reiki auf ihr Herz gebe. Ich gab dabei vor: „Du wirst NICHT während dieser Behandlung sterben!” Sie wiederum beruhigte mich dadurch, dass sie ihre Hände auf meine legte, und sie erholte sich bald. Später teilte sie mit der Gruppe, dass sie erwartet hatte, in diesem Moment ihren Übergang zu machen, in Frieden, geführt von Reiki, auf ihrem Weg in den Himmel und zu Jesus. Pfff …

8. Welches ist dein Reiki-Lieblingsbuch?

„The Inner Heart of Reiki” von Frans Stiene (2014) und „Foundation of Reiki Ryoho” von Nicholas Pearson (2018).

9. Welche Musik findest du, als Begleitung für Reiki-Behandlungen, besonders gelungen?

Bei der Selbstbehandlung: keine. Ich möchte auf das hören, was mein Körper, mein Geist und meine Seele zu sagen haben. Während der monatlichen Reiki-Treffen mit unseren Schülern: Easy ­Listening New Age Musik. Sozusagen „sanfte musikalische Tapeten”.

10. Welche Person (lebendig oder verstorben) würdest du gerne mal treffen? Warum?

Vor einigen Monaten habe ich begonnen, Klavier zu spielen. Nun … jetzt gerade würde ich es interessant finden, Johann Sebastian Bach zu treffen und ihn zu fragen, wie er es geschafft hat, so viele Gefühle in Noten zu übersetzen.

11. Was ist deine Vision mit und für Reiki?

Für mich ist Reiki eine kontinuierliche Art zu leben, und es sieht ganz so aus, als würde sich bis zum Ende meines Lebens daran nichts ändern. Was Reiki als Phänomen angeht, ist meine Vision, dass der feierliche Kongress (der auf dem Kurama-Berg stattfinden wird, um „100 Jahre Reiki” zu feiern) der symbolische Moment wird, wo die Reiki-Gemeinschaft beginnt, in Einheit in die Zukunft zu schauen – und damit aufhört, mit Vorstellungen von Ungleichheit in die Vergangenheit zu schauen. Nur so werden wir in der Lage sein, das Geschenk von Reiki in überzeugender Weise zu verbreiten.

 

 

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