Editorial 4/22

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ein Schwerpunkt dieser Ausgabe liegt auf dem Thema Wasser. Erst kürzlich wurde eine, man könnte sagen, auch spirituelle Komponente des Wassers entdeckt: Wasser speichert Lichtenergie, vergleichbar einer Batterie. Diese Entdeckung eröffnet nun völlig neue Perspektiven für mögliche Anwendungen in den Wissenschaften, der Technik und der Medizin. Auch und vor allem, weil wir Menschen, wie alle Lebewesen, Pflanzen und der Planet Erde insgesamt, überwiegend aus Wasser bestehen.

Im Klartext: Menschen speichern Lichtenergie. Wir können Licht von der Außenwelt aufnehmen und, wie es scheint, selbst eigene Energie dadurch generieren. So wie Pflanzen und Bäume es bei der Photosynthese tun. Das Interview mit Akiko Stein gibt inspirierende Einblicke in die Kraft des Wassers.

Buddhistische Weisheit

„In Felsspalten und Schluchten ergießen sich unter lautem Getöse die Bäche; die großen Flüsse dagegen fließen still dahin. Hohles macht viel Lärm, Volles dagegen ist immer still und leise.“

Dieses Zitat stammt aus einer zentralen Schrift des Theravada-Buddhismus, einer der ältesten und ursprünglichsten buddhistischen Strömungen.

Derzeit scheint mir unsere Alltagswelt, wohl vor allem in der westlichen, städtischen Welt, immer lauter und tosender zu werden. Handelt es sich dabei letztlich um kleinere Bäche, die zunehmend unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchten? Oder sind wir schlicht im Zeitverlauf an einem Punkt angekommen, wo der große Fluss nicht mehr anders kann als zu einem Wasserfall zu werden und tosenden Lärm zu verbreiten? Oder trifft viellleicht beides zu? Es schließt sich jedenfalls nicht gegenseitig aus.

Was ist „hohl“, und was ist „voll“? Zu erkennen, wie Lebenssituationen, Beziehungen, die Dinge des Lebens sich verhalten … das ist wohl eine der großen seelischen Aufgaben für jeden Einzelnen. Wobei verschiedene Menschen zu verschiedenen Einsichten kommen können – auch und gerade weil es eben nicht darum geht zu sagen „Bäche in Schluchten sind schlecht“ oder „Große Flüsse sind gut“. Die Worte aus dem Zitat weisen lediglich auf unleugbare Zusammenhänge hin. Das macht sie zu einer absoluten Wahrheit. So wie 2 + 2 = 4. Jedoch: Wie eine absolute Wahrheit vom Einzelnen gesehen, reflektiert und bewertet wird und so zu individueller Wahrheit wird … das hängt von den verschiedensten Faktoren ab. Von der Richtung des Lebensweges sicherlich ebenso wie von individuellen Vorlieben und Bedürfnissen – und nicht selten wohl auch von höheren Notwendigkeiten.

Die Unterscheidung zwischen absoluter und individueller Wahrheit scheint mir heutzutage immer weniger Beachtung zu finden. Dabei ist diese Art der Unterscheidung von besonderer Bedeutung für die seelische Entwicklung eines jeden Einzelnen. Unserer individuellen Wahrheit, die man auch persönliche Integrität oder Seelenwahrheit nennen kann, sollen wir uns im Rahmen der Reiki-Praxis widmen … so sagt Mikao Usui in der vierten Lebensregel. Nämlich in Form unserer Aufgaben, Pflichten, unseres Karmas. Wohl und vor allem mit dem Ziel, dadurch zunehmend zu absoluter Wahrheit vorzustoßen … die wirklich innerlich frei macht, Pflichten als Freude erfahren lässt und Karma auflösen kann.

In diesem Sinne wünsche ich viel Freude mit der neuen Ausgabe des Reiki Magazins!

Oliver Klatt

 

 

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