Editorial 4/11

Liebe Leserinnen, liebe Leser,


zwei essenzielle Fragen hat die Redaktion des Reiki Magazins gestellt, an international bekannte ­Reiki-Meister: 1. Warum praktizierst du Reiki? 2. Warum lehrst du Reiki? Zwölf Meister/innen haben ­darauf geantwortet. Die recht unterschied­lichen Antworten sind ab Seite 14 zu lesen. Ein inspirierender Einblick in die Vielfalt persönlicher ­Motivationen und Hintergründe für Praxis und Lehre des Usui-Systems des Reiki.    

Wer es in unserem Newsletter oder auf unserer Website gelesen hat, weiß es bereits: Die große Fernreiki-Aktion für Japan wird fortgesetzt – ausführliche Infos dazu gibt es auf den Seiten 18 und 19. Ich freue mich darüber, dass mittlerweile 27 Reiki-Vereinigungen/-Organisationen/-Zentren die Aktion aktiv unterstützen. So wissen an die zehntausend oder mehr Reiki-Praktizierende und Meister/Lehrer davon und können sich beteiligen. Viele, die von ihrem inneren Erleben bei der gemeinsamen Fernreikigabe berichten, sprechen von einem „kontinuierlichen, kraftvollen Strom“, den sie wahrnehmen, von einem „intensiven, starken Reiki-Fluss“. Auch für mich war die Teilnahme an den drei bisherigen Terminen ein besonderes inneres Erlebnis. Und ich freue mich, auf diese Weise den Japanern in ihrer derzeitigen Situation ein wenig Beistand geben zu können. 

Mit der Gründung des Reiki-Berufsverbandes am 4. Juli (siehe Artikel ab S. 24) wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Wir haben nun in Deutschland einen Berufsverband für alle Reiki-Praktizierenden und -Meister/Lehrer, jeglicher ­Linie und jeden Stils, sofern diese auf Mikao Usui zurückgehen. Wir werden im Reiki Magazin über die Entwicklung, die der Verband nimmt, kontinuierlich berichten – nicht zuletzt, weil diese für Reiki-Anwender in Deutschland zunehmend bedeutsam werden wird – und, falls es sein muss, diese auch mal kritisch betrachten. Insgesamt überwiegt in mir große Freude darüber, dass es mit der Gründung des Verbandes gelungen ist, ein Dach für Praktizierende und Meister/Lehrer aller Reiki-Stile zu schaffen. Und ich bin dankbar für den Prozess dieses Miteinanders verschiedener Stile, der nicht nur für die Entwicklung von Reiki in Deutschland, sondern auch auf spiritueller wie ­persönlicher Ebene bei allen Beteiligten sehr heilsamer Natur ist.  

Dass Reiki mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, zeigte auch eine Frage, die im Frühjahr beim RTL-Fernsehquiz „Wer wird Millionär?“ gestellt wurde. Es handelte sich um eine „300-Euro-Frage“, d. h. um eine Frage, deren richtige Beantwortung vergleichsweise wenig Geld einbringt, weil davon ausgegangen wird, dass Antworten auf Fragen dieser Kategorie allgemein bekannt sind. Die Frage lautete: „Was wird beim Reiki traditionellerweise aufgelegt?“ Die richtige Antwort war ... natürlich nicht „schöne Musik“ :-) ... sondern ...: „die Hände“.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen/dir viel Freude mit dieser neuen Ausgabe des Reiki Magazins – und beim ­Hände auflegen!

 

Oliver Klatt