Editorial 4/12

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

immer häufiger begegnet einem heute die Aussage „Das habe ich im Internet ­gefunden“ oder „Wie im Internet steht ...“. Selbst in der Tagesschau wird als ­Quellenangabe manchmal das „Internet“ erwähnt. Aber welchen Informationswert hat eine solche Aussage überhaupt? Genauer betrachtet kaum einen. Denn ein solcher Hinweis ist vergleichbar mit Sätzen wie „Das habe ich in einem Buchladen gefunden“ oder „Das habe ich auf der Straße gehört“. Und, was weiß ich jetzt mehr darüber? Früher sagte man, um derart belanglose Aussagen bloßzulegen: „... und in China fällt ein Sack Reis um.“

Entscheidend für die Herkunft, für die Gültigkeit, für die Bedeutung einer Information ist doch nicht die Art des ­Mediums, in dem sie zu finden ist, sondern zum einen das Medium selbst, zum anderen aber vor allem die Menschen, die hinter diesem Medium stehen und Informationen darin eingeben – und damit die Integrität, Glaubwürdigkeit, Genauigkeit, Ernsthaftigkeit und Lebensweisheit dieser Menschen.

Das heißt, wenn ich stattdessen sage „Das habe ich auf einer Website gefunden“ oder „Das habe ich in einem Buch gefunden“ oder „Das hat mir jemand erzählt“, dann gehe ich schon ein Stück weiter und benenne das Medium, über das ich etwas erfahren habe. Und schließlich ist es wichtig, den entscheidenden Schritt zu tun und beispielsweise zu sagen „Das habe ich auf der Website des Dalai Lama gefunden“ oder „Das habe ich in dem Buch ,Heilungsfelder‘ von Larry Dossey gelesen“ oder „Das hat mir Marco Bischof gesagt“, um tatsächlich einen bedeutungsvollen Zusammenhang zu kommunizieren. Dieser ermöglicht es dann dem Gegenüber, selbst wenn ihm die dahinter stehenden Personen (zunächst) nicht bekannt sind, deren Lebenszusammenhänge zu berücksichtigen und so einen Sinn für die (mögliche) Gültigkeit der betreffenden Aussage in Bezug auf das eigene Leben, die eigene Sichtweise zu entwickeln.    

Websites gibt es viele, Bücher auch, und Menschen sowieso. Nicht alles, was irgendwo steht, was irgendwer sagt, ist für mich von Bedeutung. Nicht einmal alles, was irgendein Gelehrter sagt, ein spiritueller Lehrer oder selbst ein Freund. Mit dem Reiki Magazin möchten wir ein Forum bieten, wo, nach sorgfältiger Auswahl durch die Redaktion, bedeutsame, aktuelle Artikel, Interviews, Meldungen und Termine zu Reiki – und darüber hinaus zu den Bereichen Geistiges Heilen und Spirituelles Leben – erscheinen, um Reiki-Praktizierende, geistige Heiler, spirituell orientierte Menschen im deutschsprachigen Raum bestmöglich zu informieren, zu inspirieren und in ihrer Heilarbeit zu unterstützen. Dafür stehe ich mit meinem Wirken für das Usui-System des Reiki, für „das Licht in der Welt“, mit dem ich vor 18 Jahren, nach meiner Einweihung in den ersten Reiki-Grad, begann – und das ich, seit nunmehr vielen Jahren, als Reiki-Meister, Publizist und Verleger fortführe. Einen besonders großen Teil tragen die Mitarbeiter und die Autoren dazu bei, die für das Reiki Magazin arbeiten bzw. hier veröffentlichen und die mit ihrem Dabei-sein, ­ihrer Integrität und ihrer Lebensweisheit die ganze Vielfalt und breite, offene Ausrichtung dieses Magazins ermöglichen. Vielen Dank dafür!

Ich wünsche viel Freude und Inspiration beim Entdecken dieser neuen Ausgabe!



Oliver Klatt
Herausgeber Reiki Magazin