Ich freue mich schon ein ganzes Jahr

Bernd Heitmüller und seine Vorfreude auf das Reiki-Treffen

 

Das nächste Reiki-Treffen in Gersfeld steht wieder an. Aus diesem Anlaß veröffentlichen wir einen Erfahrungsbericht vom dortigen Reiki-Festival im letzten Jahr. Bernd Heitmüller berichtet, wie er den Entschluß gefaßt hatte, sich beim Reiki-Treffen anzumelden, ohne eine Person vorher zu kennen, und dann am Ende der Veranstaltung neue Freunde fand.



Eines Morgens wurde es mir zur Gewißheit: Melde dich noch heute zum Reiki-Festival in Gersfeld an. Doch es war die Frage, ob ich im November überhaupt Urlaub bei meiner Firma bekommen würde. Denn ein Jahr zuvor war genau dieses Wochenende für alle VerkäuferInnen unserer Firma gesperrt worden für freie Tage. Ich nahm also meinen ganzen Mut zusammen und ging am nächsten Morgen zu meiner Abteilungsleiterin, um nachzufragen, ob ich ein verlängertes Wochenende freibekommen könnte. Meine Abteilungsleiterin sagte gleich: »Urlaub wird von oben nicht genehmigt. Sollten Sie nicht zufällig frei haben, sehe ich schwarz für Sie.« 14 Tage später wurde das Freizeitsystem bekanntgegeben, und schwarz auf weiß stand es dort, daß ich Glück gehabt hatte. Ich konnte meine Reise nach Gersfeld antreten.

Die Schneeflocken tanzten zur Begrüßung

Als ich am Donnerstagabend - einen Tag vor dem Beginn des Reiki-Treffens - in Gersfeld eintraf, tanzten die Schneeflocken zu meiner Begrüßung, und die wundervollen Fachwerkbauten trugen ein weißes Gewand. Der Schnee knirschte unter meinen Füßen, als ich zu meinem »Hotel Sonne« stiefelte. Im Restaurant begegnete ich erst einmal ganz normalen Hotelgästen. Wir kamen ins Gespräch, und ich erzählte von meinem Vorhaben, zum Reiki-Treffen zu gehen, das in der Stadthalle stattfinden würde, die nur fünf Minuten von dort entfernt war. Sie konnten erst einmal nicht viel mit Reiki anfangen, aber ich bin ihnen mit viel Freundlichkeit und Entschlossenheit begegnet.

Dieses Verhalten brachte mir am nächsten Morgen mein erstes Gespräch mit Reikianern ein. Sie erzählten mir, daß sie voller Bewunderung meinem Gespräch am Vorabend gelauscht hätten. Beim Frühstück beobachtete ich, wie herzlich sich viele Reikianer umarmten und wie sehr sich die Stimmung im Hotel veränderte.

Dann machte ich mich auf den Weg zur Stadthalle und traf auf eine Person, die ich schon im Hotel gesehen hatte. Sie fragte mich auf dem Weg: »Gehst du auch zum Reiki-Treffen?«, und ich antwortete: »Ja.« Dann sagte sie: »Es tut mir leid, daß ich dich gar nicht begrüßt habe. Ich heiße Olivia und du?« »Bernd«, antwortete ich. »Oh«, meinte sie, »den Namen werde ich mir merken.« Dann erzählte sie mir, daß sie im Hotel schon Leute umarmt hätte, die überhaupt nichts mit Reiki zu tun hatten, und darum mit Fremden jetzt ein wenig zurückhaltender sei, bis sie wisse, ob sie auch zum Reiki-Treffen gehören würden.

Die ersten Eindrücke in der Stadthalle


Als ich in der Stadthalle ankam, war ich entzückt, wie wundervoll sie geschmückt war. Der große Raum hatte eine ganz außergewöhnliche Atmosphäre. Sie gab schon einen Vorgeschmack von dem, was mich in den nächsten Tagen erwarten sollte.

Die Stühle waren in drei Kreise aufgeteilt, in denen wir alle Platz nahmen. Dann begann das Treffen mit einer Runde, in der wir uns alle ganz kurz vorstellten mit unserem Namen und der Stadt, aus der wir gekommen waren.

Am Anfang begannen welche, die sagten »Ich freue mich schon seit einem Jahr auf dieses Reiki-Treffen«. Ich fand das reichlich überspannt, daß konnte doch wohl nicht wahr sein, sich ein Jahr auf dieses Treffen zu freuen. Später jedoch konnte ich diese Aussage sogar verstehen.

Wenn ich jetzt zurückblicke auf das, was mich besonders beeindruckt hat, waren es bestimmt die Ausführungen über Reiki von Phyllis Lei Furumoto und Paul David Mitchell. Ebenso die Tänze des universellen Friedens. Ich kann mir vorstellen, daß der Gesang und das Zusammenkommen beim Tanzen bei vielen das anfängliche Eis hat schmelzen lassen. Dies zeigte mir auch der große Beifall. Für mich waren daneben die Austauschgespräche in den Pausen, beim Essen oder in der Eingangshalle von besonderer Wichtigkeit. Es boten sich mir wunderbare Kontakte und Gespräche zum Kennenlernen von anderen Reiki-Praktizierenden.

Das Reiki-Festival und der verlorene Marienkäfer

Eine Geschichte ist mir in netter Erinnerung geblieben. Zu Beginn des Festivals bekam jeder auf sein Namensschild einen Aufkleber. Bei mir war es ein süßer Marienkäfer. Aber bevor ich wußte, was es mit dem Aufkleber auf sich hatte, war mir schon mein komplettes Namensschild verlorengegangen.

Später erfuhr ich, daß wir in kleineren Gruppen zusammenkommen sollten und daß dieser Aufkleber uns zeigte, zu welcher Gruppe wir gehören würden. Ich freute mich sehr, daß ich noch wußte, in welche Gruppe ich gehen konnte, und merkte gleich, daß ich mich im Marienkäfer-Kreis auch wohlfühlte. Unsere Gruppenleiterin war eine Reiki-Meisterin mit langem rotem Haar, grünen Augen und einem freundlichen Lächeln.

Als sie sich dann mit Simone vorstellte, erinnerte ich mich, daß es sich witzigerweise um die zweite Reiki-Meisterin handelte, die ich mir aus einer Adressenliste rausgesucht hatte, als ich Reiki erlernen wollte. Da meine Meisterin nun im Ausland lebt und ich mich gerade auf die Suche nach einem neuen Reiki-Kreis begeben hatte, war es für mich eine schöne Fügung, diese Meisterin kennenzulernen - was mir dann über diese Runde hinaus einen neuen Reiki-Kreis zu Hause geschenkt hat.

Gesprächskreise mit Phyllis und Paul

Paul und Phyllis hatten sich angeboten, Gesprächskreise über den I. und II. Grad zu leiten. Da ich zwar den II. Grad schon hatte, aber noch keine Erfahrung mit Fernbehandlungen, kamen in mir Unsicherheit, aber auch Neugierde auf, in diese Gruppe zu gehen. Während ich noch ein wenig unentschlossen war, ob ich hingehen sollte, tauchte neben mir eine Frau auf und erzählte, daß sie genauso unsicher sei wie ich, aber gerne mehr über die Fernbehandlungen erfahren mochte. So gingen wir also gemeinsam zu der II-Grad-Gruppe.

Zum Abschluß der Gruppe schickte jeder eine Fernbehandlung und bekam eine Behandlung geschickt. Ich freute mich riesig darüber, fühlen und erleben zu können, daß auch bei mir die Fernbehandlung ihre Wirkung zeigte. Nach unserem Austausch kamen wir dann beide auf die Idee, uns einmal pro Woche auch weiterhin über die Ferne Reiki zu schicken. Seitdem hat es noch keine Woche gegeben, in der einer diesen abgemachten Termin verpaßte, und so konnten wir beide schon viele Erfahrungen mit Fern-Reiki gewinnen.

Abschließende Gedanken

Ich könnte noch vieles über dieses Reiki-Treffen sagen, warum es für mich zu einem unvergeßlichen Erlebnis wurde. Aber ich will nicht die Spannung nehmen, es selbst rauszufinden. In mir klingt noch oft ein Lied nach, das Phyllis mit uns in deutscher Sprache gesungen hat: »Ich bin eine Stimme und ich singe ... Wir sind hundert Stimmen und wir singen.« So habe ich das auch empfunden - erst war ich ganz alleine mit meiner Stimme, und auf einmal habe ich mit über 100 Reiki-Praktizierenden zusammen gesungen und fühlte mich ihnen so nahe.

Wenn es beim nächsten Reiki-Treffen wieder eine Runde gibt, bei der sich jeder kurz vorstellt mit seinem Namen und dem Ort, woher er kommt, dann würde ich noch dazufügen: »Ich habe mich schon ein ganzes Jahr auf das Reiki-Treffen gefreut«, und es wäre tatsächlich nicht übertrieben.

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Der Autor
Bernd Heitmüller, geboren am 2. Februar 1959 in Hamburg. Im November 1997 bin ich in Reiki eingeweiht worden. Ich bin Verkaufsberater und bringe Reiki jeden Tag in meinen Beruf mit ein.

 

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