Ausgabe 2/08

Inhaltsverzeichnis 2/08

 

 

Titelthema

Reiki und Quantenphysik

 

Artikel

Reiki in der Gesundheitsvorsorge
Im Jahr 2000 erhielten die gesetzlichen Krankenkassen einen erweiterten Handlungsrahmen für den Bereich Gesundheitsvorsorge. Anfänger-Kurse, beispielsweise zur Stressbewältigung und Entspannung, werden nun unter bestimmten Voraussetzungen bezuschusst. Dies gilt zunehmend auch für Reiki 1. Grad-Kurse.

Reiki und Quantenphysik >>
Ein Artikel von Oliver Klatt

Gespräch über Gott
Aktuell im Kino ist der Film „Gespräche mit Gott“ - die Verfilmung der Lebensgeschichte von Neale Donald Walsch, dem Autor der gleichnamigen Bücher, die international zu spirituellen Bestsellern geworden sind. Anlässlich der Premiere des Films in Berlin traf Oliver Klatt den US-amerikanischen Autor und sprach mit ihm über Gott.

Reiki und Kreativität
Ein Artikel über Gabriela Thur und ihre Bilder - von May Winter

Reiki mit finanzieller Unterstützung des Bundesfamilienministeriums
Ein Bericht von Christel Simon

Reiki mit Kindern
Ein Artikel von Michaela Weidner

Tsunami - mein ergreifendstes Erlebnis mit Reiki
Ein Erlebnisbericht von Heidemarie Hillje

Sir Henry’s Dank
Eine Geschichte von Werner Siebenberg

Magisches Vöglein
Eine Geschichte von Bella Hassmann

Taki-Gyo - die Wasserfallpraxis
Der letzte Teil des Reisetagebuches aus Japan - von Peter Mascher

 

Rubriken

Editorial >>

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Kolumne Paul Mitchell
Die geheime Methode

Nachgefragt!
11 Fragen an... Horst Günther

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Zwei Reiki-Bücher, eine CD

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Video/DVDs, CDs, Bücher

Japanisches Gedicht
"Himmel"

Die Kinderseite
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Service

Reiki-Treffen

Verkaufsstellen

Kleinanzeigen

Reiki-Kurse und Reiki-Adressen

Impressum, Vorschau

Editorial 2/08

Liebe Leserinnen, liebe Leser,


wieder einmal gibt es Interessantes und Neues rund um Reiki zu berichten: Erfreulich ist, dass einige gesetzliche Krankenkassen sich nunmehr für Reiki öffnen, d. h. die Kosten für die Teilnahme an einem Reiki 1. Grad-Kurs ganz oder teilweise übernehmen, wenn der Kursleiter von ihnen als kompetent eingestuft bzw. anerkannt worden ist. Ein ausführlicher Artikel zu diesem Thema von der Reiki-Lehrerin Barbara Maria Piel startet auf S. 12 und wird in den kommenden Ausgaben fortgesetzt. Die u. a. als Entspannungspädagogin erfahrene Autorin bittet jedoch alle Reiki-Lehrerinnen und -Lehrer, nun keinen „Run“ auf die Krankenkassen zu veranstalten, sondern zunächst für sich zu prüfen, ob eine Anerkennung möglich erscheint und erst dann, nach entsprechender Vorbereitung und einer realistischen Einschätzung seinerselbst, ggf. auf eine Krankenkasse zuzugehen.

Eine andere viel versprechende Entwicklung in dem Bemühen, das Usui-System des Reiki in Deutschland gesellschaftlich mehr zu integrieren, ist das Projekt von der Reiki-Lehrerin Christel Simon, über das sie in ihrem Artikel ab S. 25 schreibt. Sie hat in Chemnitz damit begonnen, am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen bzw. Existenzgründer in den beiden ersten Reiki-Graden auszubilden, mit staatlicher, finanzieller Unterstützung, im Rahmen eines Modellprogramms des Bundesfamilienministeriums. Ihr Projekt hat zum Ziel, den Ausbildungsteilnehmern eine neue berufliche Existenz zu ermöglichen.

Weitere interessante Artikel gibt es zu den Themen „Reiki und Quantenphysik“ (ab S. 16), „Reiki und Kreativität“ (ab S. 22) und „Reiki mit Kindern“ (ab S. 28). Neue Geschichten rund um Reiki, aus der Vielzahl der Einsendungen zu unserem Schreibwettbewerb aus dem letzten Jahr, finden sich ab S. 36, darunter ein Erlebnisbericht von Heidemarie Hillje, in dem sie von ihren Erfahrungen bei dem Tsunami im Dezember 2004 in Thailand berichtet. Beim Lesen dieser Geschichte kam mir der Gedanke: ‚So oder ähnlich muss es Mikao Usui gegangen sein, als er nach dem großen Erdbeben in Tokio, im Jahre 1923, unterwegs war, um den Bedürftigen und Kranken zu helfen.’ Ein beeindruckender Bericht heilerischen Wirkens!

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viele neue Einsichten und eine Menge Lesefreude mit der 45. Ausgabe des Reiki Magazins - und eine schöne Frühlingszeit!


Oliver Klatt

Reiki und Quantenphysik

Ein Artikel von Oliver Klatt

 

Die Medizin entdeckt die Quantenphysik - und auch Reiki-Anwender und geistige Heiler entdecken zunehmend die Kraft des modernen, spirituellen Weltbildes, das der Quantenphysik zugrunde liegt. In seinem Artikel erläutert Oliver Klatt, Reiki-Meister und Chefredakteur des Reiki Magazins, eine neue Sichtweise bezüglich der Anwendung von Reiki.


Nachdem ich in letzter Zeit verschiedene Bücher über den gerade neu entstehenden Bereich der Energiemedizin gelesen habe, reflektiere ich meine Praxis des Usui-Systems zunehmend im Lichte der so gewonnenen Erkenntnisse. Dabei geht es mir nicht um eine Verwissenschaftlichung des Themas, sondern um die in spiritueller Hinsicht bedeutsame Kraft des neuen Weltbildes der modernen Physik. Mit „meiner Praxis des Usui-Systems“ meine ich a) die regelmäßige Selbstbehandlung, b) die Behandlung anderer Personen, c) die Techniken des 2. Grades zur Verstärkung, Vertiefung und Erweiterung der Behandlung mit Reiki sowie d) die Einweihungen, die ich als Meister gebe.

Kanal oder Aktivator?

Ich denke, jede/r Reiki-Praktizierende/r hat schon einmal das folgende Phänomen erfahren: Während man an einer Stelle des Körpers die Hände auflegt, ist Reiki gleichzeitig auch an anderen Stellen im Körper zu spüren. Diese anderen Stellen können mitunter recht weit von der Stelle entfernt sein, wo gerade die Hände aufliegen. Die am weitesten verbreitete Erklärung hierfür ist: Reiki fließt dorthin, wo es am meisten gebraucht wird.

Ich stelle mir zunehmend die Frage, ob, wenn ich mich an einer bestimmten Stelle des Körpers selbst behandle, sagen wir am Hinterkopf, und Reiki währenddessen an anderen Körperstellen für mich ebenfalls spürbar wird, am Rücken oder in den Beinen, ob Reiki dann tatsächlich zu diesen Stellen hinfließt, also vom Hinterkopf durch den Körper hindurch bis in den Rücken oder in die Beine. Oder ob es vielmehr so ist, dass das Auflegen meiner Hände an einer beliebigen Stelle des Körpers dazu führt, dass ein um mich herum existierendes Energiefeld, nennen wir es das Reiki-Feld, aktiviert wird, und dass dieses Feld dann durch direkte Verbindung mit denjenigen Körperstellen, die gerade viel Reiki benötigen, die entsprechende Energie dorthin übermittelt - dass also die bedürftigen Körperstellen die benötigte Energie direkt aus dem umliegenden Energiefeld einziehen, ohne dass diese Energie von der Stelle aus kommen muss, wo meine Hände aufliegen.

Reiki an / Reiki aus

Wenn dem so wäre, dann könnte man eigentlich nicht davon sprechen, dass der Reiki-Behandler als Kanal fungiert, was ja eine weit verbreitete Meinung über die Haltung ist, die ein Reiki-Behandler während der Behandlung einnehmen sollte: sich als Kanal für die universelle Lebensenergie zu fühlen. Vielmehr wäre dann der Reiki-Behandler eine Art Aktivator, der durch seine Resonanz zu dem umliegenden, überall gegenwärtigen Reiki-Feld dieses Feld „anstellen“ kann, durch Auflegen seiner Hände, mit dem Ergebnis, dass dieses Feld „automatisch“, in Reaktion auf die Bedürfnisse der Reiki erhaltenden Person, die benötigte Energie an den bedürftigen Körperstellen direkt übermittelt. Eine Sichtweise, in deren Richtung übrigens auch ein in der traditionellen Lehre des Usui-Systems bekannter Aus- spruch von Mrs. Takata gedeutet werden kann: „Hands on, Reiki on! Hands off, Reiki off!“ (dtsch.: „Hände aufgelegt, Reiki an! Hände weggenommen, Reiki aus!“).

Geste des Handauflegens

Nun, wenn dem so wäre: Welche Bedeutung hätte dann die für das Usui-System des Reiki und andere Formen des Heilens so zentrale Geste des Handauflegens - auschließlich die des „Anschaltens“ der jeweiligen Energieform? Dies scheint mir doch eine etwas zu nüchterne Betrachtungsweise zu sein. Schließlich liegt in der Berührung durch die Hände eines Menschen, sofern sie auf sanfte Art geschieht, immer auch sehr viel mehr als eine ausschließlich auf Funktionalität gerichtete Handlung. So können wir durch sanfte Berührungen z. B. Trost spenden, Schutz geben und Nähe entstehen lassen - nicht nur im Rahmen von Heilanwendungen. Diese Inhalte persönlicher Zuwendung schwingen immer mit, wenn ein Mensch in sanfter Weise seine Hände auflegt. Auch bei der Anwendung von Reiki.

Hinzu kommt, dass meine oben beschriebenen Wahrnehmungen bezüglich der Übermittlung von Reiki - d. h. des Reiki-gebens, ohne mich dabei als Kanal zu fühlen - zwar aus meiner Sicht stimmen, dass sie jedoch auch für mich nicht die ganze Wahrheit darstellen. So ist es, bei genauerer Betrachtung, schon so, dass ich an der Körperstelle, wo die Hände aufliegen, in der Regel mehr Reiki verspüre als an anderen Stellen, wo die Energie ebenfalls zu spüren ist. Haben wir es also hier mit einem Paradox zu tun? Haben die Hände doch eine kanalisierende Funktion? Und wenn ja: Woran mag es liegen, dass, obwohl es meine Wahrnehmung ist, nicht als Kanal zu fungieren, sondern eher als Aktivator eines mich umgebenden Feldes, ich dennoch zugleich dort, wo die der Idee eines Kanals zugrunde liegenden „Enden des Kanals“ (= meine Hände) aufliegen, meist mehr Energie verspüre als an allen anderen Körperstellen?

Aktive Aufmerksamkeit?

Ein Grund hierfür könnte sein, dass ich auf die Körperstelle, wo jeweils meine Hände aufliegen, den Großteil meiner Aufmerksamkeit richte. Gemäß dem unter Heilern wohlbekannten Grundsatz: „Die Energie ist dort, wo die Aufmerksamkeit ist“ bzw. „Die Energie folgt der Aufmerksamkeit“.

Aber ist das wirklich eine ausreichende Erklärung? Oder haben wir es hier mit einem weiteren Paradox zu tun? Vielleicht kann man sagen: Manchmal ist die Energie dort, wo die Aufmerksamkeit ist, bei einigen Heilern vielleicht sogar überwiegend, je nach angewandter Heilrichtung (oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten Reiki-Richtung) - aber ist das tatsächlich immer der Fall? Und: Wie definiere ich Aufmerksamkeit überhaupt? Ist damit immer „aktive Aufmerksamkeit“ gemeint, in der Art, dass ich Aufmerksamkeit immer bewusst erzeugen muss? Oder kann Aufmerksamkeit auch gewissermaßen durch die Hintertür kommen, sich sozusagen als „passive Aufmerksamkeit“ bemerkbar machen? Und: Was folgt dann wem?

Welle und Teilchen

Wie auch immer: Ich möchte an dieser Stelle zurückkehren zu meiner ursprünglichen Idee, mit diesem Text eine neue Sichtweise zu beschreiben, jene Sichtweise, die zu den weit verbreiteten Sichtweisen wie „Reiki fließt von A nach B“ und „Wir sind ein Kanal für Reiki“ im Widerspruch zu stehen scheint. Damit möchte ich jedoch diese klassischen Sichtweisen in keiner Weise schmälern oder widerlegen. Vielmehr sehe ich, aus persönlicher Überzeugung und Erfahrung, einen Sinn darin, diese neue Sichtweise zu integrieren, um das Bild gewissermaßen vollständig zu machen.

Es geht hier also nicht um ein „Entweder/Oder“, eine Denkweise, die uns heute angesichts unserer immer komplexer werdenden Welt immer weniger hilft, sondern vielmehr um ein „Sowohl als auch“, eine Denkweise, die im übrigen auch ein Aspekt der Quantenphysik ist, die ja weiten Teilen der Energiemedizin zugrunde liegt. So fand man z. B. heraus, dass die kleinsten elementaren Teilchen eine Doppelnatur besitzen: Je nachdem, wie der Beobachter sie betrachtet, erscheinen sie manchmal als Teilchen, manchmal als Wellen. In einigen Situationen haben sie teilchenartige Aspekte und in anderen wellenähnliche. Ein solches Paradox mag für manchen, der es gern einfacher hat, schwer auszuhalten sein. Aber es ist nun einmal so, dass diese Zusammenhänge rein faktisch gesehen so zutreffen.

Eine neue Sichtweise

Im Folgenden möchte ich nun die wesentlichen Punkte der in diesem Artikel geschilderten, neuen Sichtweise zusammenfassen. Um es nochmals zu sagen: Dies soll keine (neue) Reiki-Theorie werden, sondern lediglich ein weiteres, für den ein oder anderen vielleicht hilfreiches Puzzle-Teil zur besseren Erkenntnis seiner selbst und der Wirkungsweise der universellen Lebensenergie Reiki. Im übrigen habe ich während meines Universitätsstudiums mehrfach feststellen dürfen, dass die verschiedenen Theorien, die es innerhalb eines Fachbereichs zu einer gewissen Geltung gebracht haben, eigentlich alle ein Stück weit stimmen und im Grunde genommen gemeinsam betrachtet die Wirklichkeit am besten abbilden.

Verblüffende Wirkungen

Vorab noch eine Erläuterung zu dem Begriff des Feldes innerhalb der Wissenschaft, da das Verständnis des Feldbegriffes von zentraler Bedeutung ist für das Verständnis der folgenden Ausführungen. Ein Feld ist eine Matrix bzw. ein Medium, das zwei oder mehr Punkte im Raum miteinander verbindet. Dies geschieht für gewöhnlich durch eine bestimmte Art von Kraft. So ist der Begriff des Feldes genau genommen der Versuch einer Erklärung dafür, dass es verblüffende Wirkungen zwischen zwei oder mehreren Punkten innerhalb eines Raumes gibt, ohne dass hierfür eine erkennbare Substanz oder Materie verantwortlich wäre.

Wirkungsweise von Reiki

Bezüglich der Wirkungsweise von Reiki lässt sich nun Folgendes feststellen:

1. Das Reiki-Feld ist überall im Raum vorhanden. (In der traditionellen Lehre des Usui Shiki Ryoho heißt es, dass Fernbehandlungen innerhalb des gesamten Weltalls gegeben werden können.) Durch Einweihung können wir in Resonanz mit dem Reiki-Feld gelangen. Nach der Einweihung können wir durch Handauflegen dieses Feld jederzeit aktivieren. Neben dem Reiki-Feld gibt es noch andere Felder mit heilsamer, spiritueller Wirkung. Das Reiki-Feld ist ein starkes, universell vorhandenes Feld - aber es ist nicht das einzige Feld.

2. Wir sind nicht Kanal, sondern gewissermaßen Teil des Reiki-Feldes. Dies ist eine Folge der Reiki-Einweihung, die uns in Resonanz mit dem Feld bringt. Diese Resonanz können wir aufrecht erhalten durch die tägliche Selbstbehandlung und, als Hilfestellung auf mentaler Ebene, durch eine innere Ausrichtung an den Reiki-Lebensregeln. Als Teil des Feldes können wir uns selbst und andere jederzeit mit Reiki behandeln. Bei einer Behandlung mit Reiki wird die Intensität der grundsätzlich bereits durch die Einweihung vorhandenen Resonanz der in Reiki eingeweihten Person mit dem Reiki-Feld durch Handauflegen um ein Vielfaches erhöht. Im Fortgeschrittenen-Stadium sind manchmal auch ähnliche Erhöhungen der Intensität durch Anschauen, Pusten, Hinüberstreichen etc. zu erreichen. (Von Mikao Usui wissen wir, dass er an erkrankten Körperstellen nicht bloß die Hände auflegte, sondern diese Stellen auch anpustete, mit seinen Händen darüber strich und seine Blicke auf sie heftete.)

Erhöhte Intensität

3. Eine in Reiki eingeweihte Person kann, da sie Teil des Reiki-Feldes ist, sich selbst und alle anderen Lebewesen und Dinge im Universum mit Reiki behandeln. Dazu werden in der Direktbehandlung üblicherweise die Hände aufgelegt. Dies kommt einem Anschalten bzw. einer wesentlichen Erhöhung der Intensität der vorhandenen Resonanz mit dem Reiki-Feld gleich. Werden die Hände wieder von der behandelten Stelle entfernt, kommt dies einem Abschalten bzw. einer wesentlichen Verringerung der Intensität der vorhandenen Resonanz gleich. Dabei bewirkt die jeweilige Form des Handauflegens durch eine im Wesentlichen immergleiche Grundausrichtung bei dem Behandler, dass er einen Zustand seelisch-geistiger Klarheit und innerer Ordnung (= Kohärenz) herstellen und für die Dauer der Behandlung aufrecht erhalten kann. So gesehen sind die in den verschiedenenen Richtungen des Usui-Systems teils sehr unterschiedlichen Formen des Handauflegens schlicht Mittel zum Zweck, nämlich, für die Dauer der Behandlung eine innere Kohärenz beim Behandler zu erzeugen.

Sequenzen oder intuitiv?

Damit ist es letztlich für die Wirksamkeit der Behandlung unerheblich, ob, wie z. B. im traditionellen Usui Shiki Ryoho nach Takata, grundsätzlich eine bestimmte Sequenz aufeinander folgender Handpositionen verwendet wird, oder ob, wie beispielsweise in den ursprünglich japanisch geprägten Formen des Usui-Systems, ein besonderes Augenmerk auf die intuitive Behandlung mittels der Byosen-Technik gelegt wird. Letztlich ist lediglich von Bedeutung, dass jeder Behandler die Hände in genau der Weise auflegt, wie er es gelernt hat bzw. wie er sich entscheidet, es grundsätzlich zu tun. Darüber hinaus kann die im Wesentlichen immergleiche Grundausrichtung bezüglich der Form des Handauflegens auch dazu dienen, die Aufmerksamkeit des Behandlers auf jene Körperstellen zu lenken, wo jeweils die Hände aufliegen, um die Behandlung zu intensivieren, gemäß dem bekannten Grundsatz „Die Energie folgt der Aufmerksamkeit“.

4. Mit dem 2. Grad erhält der Reiki-Praktizierende zusätzliche Techniken für seine Praxis. Diese umfassen die Verwendung von Symbolen, die, ähnlich wie das Handauflegen, als „An-Schalter“ fungieren, hier jedoch spezifischeren Zwecken dienen, nämlich 1. der Verstärkung der Energie (Kraftsymbol), 2. einer Form der Vertiefung bzw. Verfeinerung der Reiki-Behandlung (Mentalheilungssymbol) sowie 3. der Überwindung von Raum und Zeit innerhalb der Reiki-Behandlung (Fernheilungssymbol), was nahezu unendliche Möglichkeiten der Behandlung mit Reiki schafft.

Vollkommen eins

5. Die Praxis auf der Meisterebene ist die Einweihung. Bei der Einweihung ist der Meister für einen kostbaren Moment vollkommen eins mit dem Reiki-Feld sowie mit der einzuweihenden Person. Durch das Einweihungsritual wird die Resonanz in der einzuweihenden Person gegenüber dem Reiki-Feld erweckt. Diese Resonanz ist fortan grundlegend und - abhängig von der Praxis der eingeweihten Person - zunehmend bzw. dauerhaft in der eingeweihten Person vorhanden. In seiner „Transmitter-Rolle“ erlebt der Meister bei der Einweihung eines anderen Menschen die höchstmögliche Form der Resonanz mit dem Reiki-Feld innerhalb der Praxis des Usui-Systems. Er ist dabei vollkommen eingebettet in dieses Feld.

Erleuchtung

6. Im Prinzip ist jeder Reiki-Praktizierende, egal welchen Grad er inne hat, auf dieselbe Weise permanent vollkommen eingebettet in dieses Feld; nur dass er dies nicht jederzeit in vollem Umfang zu spüren in der Lage ist. Praktiziert bzw. folgt er anderen/n Formen spiritueller Praxis, sind zusätzlich andere Felder beteiligt. Im Prinzip gibt es keine Trennung zwischen einem Reiki-Praktizierenden und dem Reiki-Feld, auch dann nicht, wenn er die Hände nicht auflegt, so wie es auch keine Trennung eines Praktizierenden anderer Formen spiritueller Praxis vom dem jeweils dazugehörigen Feld gibt. Nur dass der Mensch, so lange er nicht „erleuchtet“ ist, dies nicht jederzeit in vollem Umfang zu spüren in der Lage ist. Darüber hinaus existiert im Prinzip auch keine Trennung der verschiedenen Felder verschiedener Formen spiritueller Praxis von dem einen, grundlegenden Feld, das von vielen Menschen Gott genannt wird.


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Liebe Leserinnen, liebe Leser! Wir möchten von Ihnen wissen: Wie sind Ihre persönlichen Erfahrungen mit Reiki? Empfinden Sie sich vor allem als Kanal für die universelle Lebensenergie? Spüren Sie den Fluss der Energie? Haben Sie manchmal auch ähnliche Empfindungen, wie sie hier im Artikel beschrieben sind? Fühlen Sie sich (auch) als Aktivator eines Sie umgebenden Energiefeldes? Empfinden Sie Reiki mal in dieser, mal in jener Weise? Schreiben Sie uns!


Reiki Magazin
Stichwort: „Reiki-Feld“
Gaudystr. 12, 10437 Berlin
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Oliver Klatt praktiziert das Usui-System
des Reiki seit 1994 und gibt sein über viele
Jahre hinweg erworbenes Wissen als Reiki-
Meister in seinen Reiki-Seminaren sowie als
Buchautor und Dozent weiter.

Kontakt:
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.einfach-nur-reiki.de

 

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