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Was ist Reiki?

Ein Artikel von Oliver Klatt


In den letzten 30 Jahren ist Reiki immer populärer geworden. Mittlerweile praktizieren viele Millionen Menschen weltweit Reiki. Heutzutage hat fast jeder schon einmal von Reiki gehört. Die Berichte in den Medien nehmen zu. Regionale Tageszeitungen berichten von dem örtlichen Reiki-Treffen wie von den neuesten Kursen an der Volkshochschule. Die Schulmedizin beginnt, wenn auch zaghaft, mit Reiki-Praktizierenden und Reiki-Lehrern zusammenzuarbeiten, wie es in den USA schon seit langem Praxis ist. So entwickelt sich Reiki zunehmend zur "Volksheilkunst Nummer eins".

Das ursprünglich aus Japan stammende Reiki ist eine populäre Form des Handauflegens, bei der universelle Lebensenergie an sich selbst und andere übermittelt wird. Reiki stärkt die Selbstheilungskräfte und wirkt auf körperlicher wie auch auf geistiger Ebene. Dabei besticht Reiki vor allem durch seine Schlichtheit und Effektivität: Die Teilnahme an einem Wochenendkurs genügt, und man kann es sofort zum eigenen Wohl und zum Wohl anderer anwenden. Auch so behandelte Tiere und Pflanzen können von der universellen Lebensenergie profitieren. Reiki ist leicht zu praktizieren, erfordert keine Vorkenntnisse und ist stets verfügbar – denn seine Hände hat man immer dabei.

Die Reiki-Geschichte

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte der japanische Gelehrte Mikao Usui die Reiki-Heilmethode. Usui betrieb in seinen jungen Jahren umfangreiche Studien auf allen Wissensgebieten. Mit zunehmendem Alter verband er sein Wissen mit spirituellen Formen der Heilkunst und fand schließlich den Schlüssel für die einfache Form des Handauflegens, wie sie heute weltweit als Reiki praktiziert wird.

Sein Wissen gab Mikao Usui an seine Schüler weiter, darunter auch Chujiro Hayashi, ein medizinkundiger Marineoffizier im Ruhestand. Dieser eröffnete nach dem Tode Usuis eine Reiki-Klinik in Tokio, in der Patienten mit Reiki behandelt wurden. In den 1930er Jahren gab Chujiro Hayashi sein Wissen an die auf Hawaii lebende Hawayo Takata weiter, über die Reiki schließlich in den 1950er Jahren in die USA gelangte. Seit dem Tode Hawayo Takatas im Jahre 1980 gilt deren Enkelin Phyllis Furumoto als deren Nachfolgerin. In den 1990er Jahren gelangte Reiki verstärkt nach Europa, wo es sich u.a. in Deutschland schnell verbreitete.

Reiki-Zeichen

Der Begriff Reiki setzt sich aus den beiden japanischen Schriftzeichen REI und KI zusammen. Gemeinsam bilden sie das sogenannte Reiki-Symbol. Dabei steht REI für den universellen, allumfassenden und unerschöpflichen Aspekt der Lebensenergie, und KI meint die Lebenskraft, die in jeweils individueller Ausprägung durch jedes Lebewesen fließt.

Das Reiki-System

Die traditionelle Lehre des Usui-Systems des Reiki kennt drei Grade: Mit dem 1. Grad, der meist an einem Wochenende gelehrt wird, erhalten die Teilnehmer vier Einweihungen, üben sich in den Handpositionen, erfahren alles über die Geschichte des Reiki und lernen die fünf Reiki-Lebensregeln kennen. Nach Abschluss des Seminars sind sie in der Lage, Reiki in ihrem Leben anzuwenden – Handauflegen genügt, und Reiki fließt.

Der 2. Grad bietet die Möglichkeit, sein "Handwerkszeug" in Sachen Reiki zu erweitern. Der Kurs umfasst das Erlernen von drei Symbolen, die zur Verstärkung des Energieflusses, zur Mentalheilung sowie zur Fernheilung befähigen.

Mit dem 3. Grad, auch Meister-Ebene genannt, vertieft der Schüler seinen Weg mit Reiki und geht eine besondere Beziehung zu dem einweihenden Meister ein. Je nach Reiki-Stil kann die Ausbildung einige Monate bis zu mehreren Jahren dauern. Nach Abschluss der Meisterausbildung ist der Schüler selbst Reiki-Meister/-Lehrer und kann andere in die Reiki-Energie einweihen.

Die Reiki-Lebensregeln

Mikao Usui formulierte die folgenden fünf Lebensregeln:

Heute:
Ärgere dich nicht.
Sorge dich nicht.
Sei dankbar.
Widme dich deinem Karma.
Sei freundlich zu den Lebewesen.

Die Reiki-Lebensregeln gelten als Leitsätze für den Reiki-Praktizierenden. Sie unterstützen den Heilungsprozess auf der geistigen Ebene. Usui bezeichnete sie als "spirituelle Medizin".

Heilung durch Reiki

Immer wieder erleben Menschen, die in Reiki eingeweiht sind, verblüffende Erfolge bei der Anwendung von Reiki. So verheilt z. B. ein gebrochener Arm im Rekordtempo, eine Operation wird überflüssig oder Reiki hilft im Notfall, z. B. nach einem Wespenstich. Der Reiki-Praktizierende Werner Scharf berichtet: "Ich saß auf der Terrasse und las in einem Buch. Nebenbei aß ich einen Apfel. Plötzlich verspürte ich einen herben Geschmack. Ich spuckte das Apfelstück in meine Hand und sah, dass ich eine Wespe zerbissen hatte. Meine Zunge schwoll an, und meine Mandeln wurden dick. Schnell legte ich meine linke Hand an das Kinn und die rechte an den Hals, und gab mir Reiki. Nach ca. 15 Minuten war der Spuk vorbei. Die Schwellungen waren zurückgegangen. Ich hatte nur noch leichte Schluckbeschwerden, die ich mit Eis lindern konnte." (Reiki Magazin, Ausgabe 4/98)

Doch nicht nur die überraschende Wendung zum Guten, sondern auch der allmähliche Heilungsprozess auf allen Ebenen wird durch Reiki möglich. So berichtet die Reiki-Praktizierende Christa Straßmayr, die mit Reiki ihre Suchtproblematik überwinden konnte: "Durch Reiki lernte ich, zu akzeptieren und mir selbst zu verzeihen. Die Probleme begannen sich aufzulösen. Reiki wirkt sanft und ganzheitlich. Heilung ist ein Prozess, der nicht immer unserem Zeitverständnis entspricht. Vertrauen ist angesagt." (Reiki Magazin, Ausgabe 4/99)

Gerade die Heilung chronischer bzw. schwerer Krankheiten benötigt oft Jahre der Zuwendung und vor allem auch eine Veränderung der Lebensweise.

Wie heilt Reiki?

Die Heilung durch Anwendung der Lebensenergie kennt viele unterschiedliche Formen – das Usui-System des Reiki ist eine davon. Die Funktionsweise von Reiki, wie auch die anderer Formen der Energiemedizin, basiert – nach allem, was wir heute darüber wissen – auf dem Prinzip der Schwingungsänderung. Durch Krankheit wird der Körper in einen disharmonischen Zustand versetzt. Die Schwingungen im Körper geraten durcheinander. Legt nun jemand, der in Reiki eingeweiht ist, seine Hände auf, beginnt Reiki zu fließen. Eine besondere Heilungsschwingung sorgt dafür, den disharmonischen Zustand in eine harmonische Schwingung zurückzuführen. Je nach den besonderen Umständen der Krankheit und der kranken Person geschieht dies unterschiedlich schnell bzw. mit unterschiedlichem Erfolg.

Im Unterschied zu vielen geistigen Heilern, die sich nach dem Handauflegen oft erschöpft und ausgelaugt fühlen, empfindet der Reiki-Gebende die Anwendung der Reiki-Energie meist als erfrischend und energetisierend. Da er lediglich als Kanal für die universelle Lebensenergie fungiert und nichts von seiner eigenen Energie abgibt, wirkt er auf diese Weise zu seinem eigenen Wohl wie auch zum Wohle anderer.

Neben der heilsamen Wirkung, die von Reiki ausgeht, fördert Reiki auch die allgemeine Entspannung. Ob bei Stress auf der Arbeit oder zu Hause – Reiki hilft, zur Ruhe zu kommen und die eigene Mitte wiederzufinden.

Aspekte des Reiki

Reiki ist eine ganzheitliche Heilmethode und wirkt auf allen Ebenen: Körperliche und geistige Heilung, persönliches Wachstum sowie die spirituelle Entwicklung werden durch Reiki gefördert. Das regelmäßige Auflegen der Hände aktiviert die Selbstheilungskräfte im Menschen und führt zu einer Stärkung des Urvertrauens. Es entsteht ein tiefes Gefühl der Verbundenheit mit der universellen Lebensenergie und dem gesamten Kosmos. Dabei ist Reiki konfessionslos und weltanschauungsneutral. Ob Christ, Moslem, Hindu, Buddhist oder Atheist: Jeder findet seinen eigenen Zugang zu Reiki – ob über die Heilungsgeschichten von Jesus in der Bibel, die Buddhas der Heilkunde oder die moderne Physik.

Wer einmal in Reiki eingeweiht ist, kann sich und anderen uneingeschränkt Reiki geben – die Verbindung zur universellen Lebensenergie geht nie wieder verloren. Auch wer im Laufe seines Lebens einmal mit der Anwendung von Reiki aussetzt, kann jederzeit, ohne erneute Einweihung, wieder damit beginnen, sich selbst und anderen Reiki zu geben. Reiki ist jederzeit verfügbar, beständig präsent und unerschöpflich im Kosmos vorhanden.

Wie lerne ich Reiki?

Wer Reiki erlernen möchte, für den stellt sich die Frage: Wie finde ich einen geeigneten Reiki-Meister? Mittlerweile gibt es in jeder größeren Stadt ein umfangreiches Angebot an Reiki-Kursen. Eine jeweils aktuelle Reiki-Anbieterliste >>für Deutschland, Österreich und die Schweiz gibt es auf hier auf unserer Website.

Bei der Wahl des Reiki-Lehrers empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass er oder sie über eine gute Ausbildung und ausreichend Erfahrung verfügt. Das 1. Grad-Seminar sollte vier Einweihungen umfassen, darüber hinaus die Ausbildung in den Handpositionen beinhalten sowie die Vermittlung der Reiki-Geschichte und der Reiki-Lebensregeln. Vielleicht besteht die Möglichkeit, den Meister oder die Meisterin zunächst auf einem Reiki-Infoabend kennenzulernen? Oder es ergibt sich die Gelegenheit zu einem längeren Telefongespräch. Letztlich sollte die Sympathie entscheiden, wobei jedoch qualitative Aspekte nicht unter den Tisch fallen sollten.

Heutzutage gibt es viele unterschiedliche Formen von Reiki, mit verschiedenen Lehrweisen und Grad-Aufteilungen. Seminarinhalte und Preise differieren stark untereinander, je nach Reiki-Stil bzw. der persönlichen Auffassung des Reiki-Meisters (z. B. Preise für den 1. Grad von 150,- bis 250,- Euro). Aus der Vielfalt des Angebots gilt es, das Richtige für sich herauszufinden. Dabei sollten gesunder Menschenverstand und persönliche Intuition Hand in Hand gehen.

Einmal in Reiki eingeweiht, besitzen wir die Fähigkeit, uns jederzeit mit universeller Lebensenergie zu versorgen – ein Geschenk, für das wir dem Universum dankbar sein können.

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Copyright by Oliver Klatt


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Hier finden Sie eine Rede zum Thema "Reiki und Schulmedizin" >> von Oliver Klatt auf dem 1. Symposium "Neues Denken in der Medizin" auf Schloss Rheinsberg.

Weitere Infos zum Thema "Reiki und Schulmedizin" gibt es hier >>

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Als einführende Bücher zu Reiki empfehlen wir:
„Die Heilkraft des Reiki“ von Mary McFadyen
„Schnelleinstieg Reiki“ >> von Oliver Klatt
„Reiki. Universale Lebensenergie“ von Bodo J. Baginski u. Shalila Sharamon

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